Deutsche Mixer beim Warsaw Delight

Warsaw_delight_action3Deutsches Mixed Ultimate Nationalteam wird zum Saisonauftakt zweimal Zweiter in Polen – von Christian Hedenius

Am letzten Januar Wochenende bestritt rund die Hälfte des aktuellen Kaders des Deutschen Mixed Ultimate-Nationalteams das erste Turnier der WM Saison. Es ging nach Warschau zum Turnier „Warsaw Delight“. Im Fokus dabei stand das Kennenlernen auf und neben dem Spielfeld. Außerdem wurde in der Defence eine neue Taktik ausprobiert und verfeinert, die Coach Mike Nash im Gepäck hatte.

Das erste Spiel gegen „muJAHedini dysku“ ging das Team äußerst konzentriert an und dank der neuen Man-Defence konnte schnell ein 5-0 Vorsprung erarbeitet werden. Die Polen, die zunächst sehr schnelle Abschlüsse suchten, brauchten etwas länger, um in das erste Spiel des Tages richtig reinzukommen. Doch die 7 deutschen Männer (inkl. Coach Allen Clement) und 8 Frauen, ließen sich diese Führung nicht mehr wegnehmen und gewannen 14-7.

Als nächstes stand der amtierende französische Mixed Meister „Izaka“ auf dem Programm. Es wurde ein enges Spiel. Beim Stand von 10 zu 9 für die deutschen Mixer  war die Spielzeit zu Ende. Das hieß in diesem Fall Spiel auf 11 und Offence für uns. Leider wurde diese Chance durch einen später im Team heiß diskutierten Wurf (Hammer geht immer ;-)) vergeben und es ging in den Universepoint, bei dem die Deutschen die Nerven behielten und sich damit schon früh den Halbfinaleinzug sicherten.

Im letzten Spiel ging es gegen die gut bekannten Berliner. „JinXCity“ bot einen heißen Kampf bis zwei Minuten vor Spielende. Dann erst konnte das Nationalteam dank einiger schneller Punkte scheinbar sicher mit 10 zu 7 gewinnen. Dieses Spiel entschied über Platz 1 im Pool und war auch dank der Mixed-Nationalspieler der vergangenen Saison auf Seiten der Berliner (Martin Cronacher und Joscha Fuchs) auf einem sehr hohen Niveau.

Warsaw_delight_160130_action (2) (2)Damit war bereits gegen 14 Uhr der Spieltag beendet und nach einem kurzen Mittag vor Ort ging es zurück ins Hostel, zum Mittagsschläfchen und für Filmarbeiten… Mehr dazu in den kommenden Wochen. Eines ist ganz sicher: Sie haben den Akteuren wahnsinnig Spaß gemacht und die Zeit im Nu vertrieben. Lagetechnisch hatten wir wohl das beste Hotel abbekommen, fünf Minunte bis zum Abendessen (siehe Twitter @MXDGER) und direkt unten im Haus die abendliche Party.

Am nächsten Tag wartete erst um 10:50 Uhr das nächste Team im Dome auf uns. Der Dome ist eine „Überdruckhalle“ (ähnlich der in Budapest), die ein komplettes Kunstrasen-Fußballfeld abdeckt. So standen auch für das nächste 7vs7 Spiel gegen „Rusty Bikes“ aus Holland perfekte Bedingungen zur Verfügung. Gespickt mit einigen holländischen Nationalspielern erwischten die Bikes den besseren Start und lagen nach gut der Hälfte der Zeit mit 4 zu 2 vorne. Doch in den verbleibenden 25 Minuten fanden die deutsche Mixer in der Defence zu ihrer alten Stärke zurück und konnten auch die Turnovers in der Offence abstellen. Nach einem Vier-Punkte-Zwischenspurt lag das Nationalteam vorne und gab diese Führung bis zum Ende nicht mehr her. Entstand 10 zu 7 und damit der Finaleinzug.

Hier wartete mit den „Grandmasters Flash“ nicht nur ein weiteres polnisches Team und der Gastgeber, sondern auch der amtierende europäische Mixed Clubchampion auf die Deutschen. In diesem unglaublich athletischen Finale gaben sich beide Teams zunächst keine Blöße. Mehrere Punkte lang gab es keine Turnovers. Dann konnten sich die deutschen Mixer dank einiger Turnovers nahe der polnischen Endzone einen kleinen Vorsprung von drei Punkten erarbeiten. Dieser Vorsprung blieb bis kurz vor Schluss konstant. Doch dann war der Wurm drin und die Polen drehten noch mal auf. In der Defence zwangen sie das Nationalteam zu Fehlern und konnten so die Scheibe holen. Trotz des weiter aufrecht erhaltenden defensiven Drucks der Deutschen behielten sie in dieser Schlussphase in der Offence die Nerven und machten nahezu keinen Fehler mehr. Fehler auf deutscher Seite nutzten sie knallhart und konnten am Ende dank des starken Comebacks mit 11 zu 9 gewinnen.

Somit belegte das deutsche Mixed Ultimate-Nationalteam am Ende Rang zwei. Auch in der Spirit-Wertung konnte das Team mit durchschnittlich 11 Punkten den 2. Platz erreichen (alle Ergebnisse auf Ultimate Central).

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Spieler hinten, von links: Tom Stentzel, Ida Dumon, Moritz “Lutz“ Neumann, Katharina “Hugo“ Schulze, Jonas “Carlson“ Beck, Sonja Böhringer, Paul Walczak, Marie Simmat, Christian “Hede“ Hedenius, Arne Groß, Mike Nash (Coach) Spieler vorne, von links: Nathalie “Nat” Guimard (+Sprout), Allen Clement (Player + Coach this weekend), Svenja Kemmer, Levke Walczak, Ronja Wöstheinrich, Hannah McCulloch, Jonas “Joni“ Bäumler

 

Insgesamt lässt sich dieses Wochenende als sehr guter Start in die Saison bewerten. Das Nationalteam hatte fünf gute Gegner und fünf  Spiele auf sehr gutem Niveau. Dieses Wochenende hat allen geholfen sich gegenseitig kennen zu lernen und Vertrauen ineinander aufzubauen. Die Fehler, die jetzt gemacht wurden, können in den fünf Monaten bis zur WM behoben, die guten Ansätze weiter ausgebaut werden. Insgesamt wurde hier der Grundstein für eine erfolgreiche Saison gelegt.

Danke an @Grandmaster Flash für die rundum gelungene Turnierausrichtung. Folgt dem Team auf Twitter @MXDGER

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