Frisbeesport-Nachrichtensplitter vier, August 2019

Zwei deutsche Freestyle-Paare bei World Urban Games

Bei der Premiere der World Urban Games Mitte September in Budapest werden zwei deutsche Paare in der Disziplin Flying Disc Freestyle antreten. Die Mitwirkenden vom DFV sind Bianca Strunz und Fabian Dinklage aus Berlin sowie Ilka Simon und Wowa Wagner aus Köln. Insgesamt treten zwölf Mixed-Paare beim Freestyle-Wettbewerb an, dabei jeweils zwei Paare aus den drei führenden Freestyle-Nationen USA, Italien und Deutschland, sowie sechs weitere Paare. Die ersten World Urban Games finden vom 13. bis 15. September 2019 in Budapest statt. Sechs „städtische“ Sportarten werden als Medaillendisziplinen durchgeführt, neben Freestyle Disc sind das 3×3 Basketball, BMX Freestyle, Breaking, Parkour und Roller Freestyle, zusätzlich werden Laser Run und Indoor Rowing als Showcase Events vorgestellt. Eine Programm-Übersicht ist jetzt auf der WUG-Homepage veröffentlicht worden. Budapest wird auch die zweite Ausgabe der WUG 2021 ausrichten.

Freestyle-Kinderküren in Italien

Bei den diesjährigen Italian Frisbee Open (IFO) in Rovereto haben erstmals Kinder einfache Freestyle Disc-Routinen vorgeführt. Das berichtet Edoardo Turri von Frisbee Fever Rovereto aus dem italienischen Trentino in Südtirol. Zwei Auftritte sind in Videos auf dem Youtube-Kanal des Events hinterlegt. Das erste Mixed-Paar bestand aus Emma and Giovanni, die im Verlauf eines Monats eine kleine Routine zu Musik eingeübt haben. Sie besteht vor allem auf Werfen und Fangen sowie  aus einfachen und fortgeschrittenen Balancen-Elementen mit einer X-Disc (mit eingewölbtem Scheiben-Mittelpunkt). Nach anfänglich sehr hoher Nervosität kamen sie immer besser ins Spiel. Anschließend trat das Coop-Trio Cristian, Gabriele und Yuri mit einer spontanen Routine auf, nachdem ein vierter Junge erkrankt war. In Rovereto arbeiten Freestyler*innen bereits seit zwei Jahren mit Grundschulkindern im Freestyle zusammen und konnten die Anzahl der regelmäßigen Teilnehmenden bereits auf rund ein Dutzend erhöhen.

Musical zur Freestyle Frisbee-Geschichte in Kanada

Der kanadische Fernsehsende CTV hat in seiner Morgenshow „Your Morning“ über die Aufführung eines Musicals zur Geschichte des Freestyle Frisbee in Kanada „What goes up“ berichtet. Das dreieinhalbminütige Interview mit der Autorin des Stücks, Ellen Denny, ist auf der Website thekoop.ca hinterlegt. Sie erzählt, wie die Idee zum Stück auf der Basis eines Zeitungsartikels aus der „Globe and Mail“ von 1977 unter dem Titel „The Frisbee and the Soul“ entstanden ist. Das Bühnenstück wurde umgesetzt mit Hilfe des Freestylers Patrick Chartrand. Da der Sport zu Musik stattfindet, eignet er sich besonders gut für die Darstellung in einem Musical. Sie verweist darauf, dass der Sport auch heute noch betrieben wird. Vor 35 Jahren hätten jedoch Showtourneen durchs ganze Land stattgefunden, gesponsert von großen Unternehmen. Die ersten Frisbee Freestyle Wettbewerbe in Kanada fanden 1974 bei den Canadian Open Frisbee Championships in Toronto und bei den Vancouver Open Frisbee Championships statt. Das Stück wird vom 19. bis 22. August 2019 von der Musical Stage Company in Toronto aufgeführt.

Hörfunk-Beitrag zu den Flying Aces

Ein Hörfunk-Beitrag des lokalen US-Radiosenders WEMU im Bundesstaat Michigan stellt die zwei verbliebenen Mitglieder der Freestyle-Gruppe der „Flying Aces“ vor, Brian Hayes (70) und Jay Moldenhauer (62), die seit den 1970er-Jahren Shows vorführen und bis heute nicht damit aufgehört haben. Der erste Auftritt wurde von einem Basketball-Coach arrangiert, der 1973 Halbzeitshow bei den Detroit Pistons ermöglichte. Seither spielte das Team bis heute mehr als 7.000 Shows. Später möchten die beiden Männer noch als Sportberater in örtlichen Schulen aktiv werden. In dem eingebetteten Beitrag mit Fotostrecke werden die künstlichen Fingernägel sowie einzelne Tricks thematisiert. Erwähnung findet auch die Scheibe „Whistler“ mit Pfeifen, die durch die Flugrotation aktiviert werden, mit der auch ein blinder Schüler werfen und fangen lernte.


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