Frisbeesport-Nachrichtensplitter vier, März 2018

Turnierheft mit Grußworten und weiteren Infos

Noosha Aubel, Beigeordnete der Stadt Potsdam für Bildung, Kultur und Sport, hat im Turnierhandbuch der Goldfingers Potsdam ein Grußwort an Teilnehmende, Organisierende und Gäste gerichtet (hier in der Bildmitte, neben Dine Fischer, Vorsitzende des Goldfingers Ultimate Clubs, und Robert Busch, Jugendsekretär der Brandenburgischen Sportjugend des Landessportbundes).Bei den Finalspielen ebenfalls zu Gast: Karin Wagner als stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportbundes Potsdam, um sich von dem großen Junioren Ultimate-Event ein Bild zu machen.

Im Heft und in ihrer persönlichen Rede vor den Finalspielen wies Noosha Aubel darauf hin, dass die Sporthalle Esplanade auf dem Areal eines ehemaligen preußischen Exerzierplatzes die neueste der Landeshauptstadt und für ein solches Turnier sehr gut geeignet ist. In der sehr geräumigen und hellen Halle mit großer Tribüne wurden alle Finalspiele ausgetragen. Zudem betonte sie, dass Ultimate Frisbee mit seinem Spirit of the Game sehr gut zur „familienfreundlichen und dynamischen Sportstadt“ Potsdam passt. Im Turnierheft stellte weiter Paul Kossmann (siehe unten) die Jugendabteilung in der DFV Ultimate-Abteilung und sich selbst vor. Im Heft waren neben allen Informationen zum Turnier unter anderem auch die Ultimate-Handzeichen abgebildet. Sehr gut auch, dass es für jede Halle und jede Unterkunft einen festen Ansprechpartner mit Telefonnummer gab!

Ergebnisse der Jugend Ultimate-Sitzung

Am Samstagabend rief der Vorsitzende der DFV Ultimate-Jugend Paul Kossmann, der eigens aus Bremen dazu angereist war, zur Ultimate Jugendsitzung zusammen. Drei Stunden lang (!) berieten knapp 20 Teilnehmende über anstehende Aufgaben, bevorstehende Projekte und zu vergebende Posten. Chris Dehnhardt (SSV Eva Schulze Leipzig) berichtete in seiner Funktion als Vorstand der Ultimate-Jugend im europäischen Ultimate-Verband EUF über die Europäischen Ultimate-Jugend Camps, von denen eines in diesem Jahr auch in Heidelberg stattfindet. Jörg Benner (DJK Wiking Köln) stellte in seiner Funktion als DFV-Geschäftsführer das Projekt Schnuppertage Frisbeesport vor, das demnächst näher beworben wird. Kontrovers diskutiert wurde der Vergabe-Algorithmus für die Startplätze nach Regionen sowie die Empfehlung des DFV-Lehrteams, in der Altersklasse U14 das Event nicht mehr DM zu nennen. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, entsprechende Alternativen (der Benennung und Durchführung) zu erarbeiten. Die Anzahl an Spielen soll nach Mehrheitsvotum auf nicht mehr als 5 an einem Tag begrenzt werden. Für vakante Stellen wurden Interessierte gefunden: Oliver Gillich (TiB 1848 Berlin) kümmert sich um eine Übersicht der anstehenden Fragen zum Jugendschutz, Martin Rasp (TSG 78 Heidelberg) vertritt als Junioren Nationalteam-Beauftragter die Jugend im Nationalteam-Komitee und Janna Baumgart (TiB 1848 Berlin) übernimmt kommissarisch den Posten als Jugendvertreterin im SOTG-Komitee.

Größtes Jugendprogramm in Berlin

Das größte Jugendprogramm in Deutschland fährt derzeit der TiB 1848 Berlin, der mit gut 100 Jugendlichen im Verein ganze sieben Juniorentrainerinnen und –trainer beschäftigt. Mehrere von ihnen haben bereits die DFV-Trainerinnen- und Trainerausbildung Stufe 1 (analog zur C-Lizenz) durchlaufen. Dies scheint sich auszuzahlen. In der U14 war der Verein mit 16 Kindern und Jugendlichen am Start, die alle das Erlebnis mitnehmen sollten. Auf Leistungsorientierung wurde bewusst verzichtet. In der U17 war ein weiteres Team qualifiziert, in der U20 sogar zwei. Der Grand Seigneur des Junioren-Ultimates beim TiB ist Peter Töpfer, der bereits seit vielen Jahren hartnäckig daran gearbeitet hat und weiter daran arbeitet, dass sich die Jugendarbeit in der Bundeshauptstadt so vorbildlich etabliert hat.

Stärkste Neueinsteiger aus Karlsruhe

Die Piratos (MTV Karlsruhe) waren bei der vergangenen Junioren-DM outdoor in Ditzingen erstmals qualifiziert und feierten nun ihre Premiere bei einer Junioren-DM indoor. Als Neueinsteiger zeigte das Team eine beeindruckende, homogene Teamleistung und spielte sich souverän über den zweiten Platz in der Vorgruppe und das gewonnene Überkreuzspiel ins Halbfinale. Nach einer weiteren Niederlage 4:7 gegen den späteren Meister Heppie Frisbeez (Ultimate-Verein Heppenheim)gelang zum Abschluss noch ein 8:6-Sieg gegen UFO (Ballsport e.V. Osnabrück-Eversburg) und damit der hervorragende dritte Platz direkt bei der ersten Teilnahme. Der DFV gratuliert!

Einer von vielen großen Momenten

Nur ein großer Moment von vielen auf der diesjährigen Junioren Ultimate-DM indoor in Potsdam. Im Abschlussspiel der Vorgruppe B in der U14-Division kam es zwischen den Äitschbees (TUS Hermannsburg) und den Heppies (Ultimate-Verein Heppenheim) nach Ablauf der regulären Spielzeit beim Stand von 5 zu 5 zum Universe Punkte. Ein Spieler der Heppies wurde ausgezählt, woraufhin er überlegte, ob der (gefangene) Pass, den er spielte, vor oder nach der angezählten „Acht“ geworfen wurde. Zwei seiner Mitspieler kamen auf ihn zu. Der Trainer schickte sie jedoch beiseite und verdeutlichte dem betroffenen Spieler: „Wenn du dir nicht sicher bist, dass du vor der Acht geworfen hast, solltest du den Stall-Out akzeptieren.“ Nach kurzem Ringen mit sich akzeptierte der Heppies-Spieler und gab die Scheibe ab. Szenenapplaus! Das Spiel endete übrigens nach einem weiteren Turnover 6:5 für die Heppies (siehe Nachbericht).


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