Mainzelmädchen und Bad Skid habens wieder getan

Gelungenes großes Finalturnier in Kiel – beide Meisterteams der Frauen und der Männer verteidigen ihre Titel und bauen Titelsammlung aus – weitere Entscheidungen in Frankfurt a.M.

Kiel – Auf dem Nordmarksportfeld der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt hat Anfang September das Finalturnier um die Deutsche Meisterschaft im Ultimate Frisbee stattgefunden. Die Mainzelmädchen (Feldrenner Discsport Mainz/FSV Ars Ludendi Darmstadt) verteidigten ihren Titel bei den Frauen (der insgesamt vierte), Bad Skid (TSV Massenbach) baute seine Meisterserie auf inzwischen acht Titel in Folge aus.

Der Weg zum Titel war in beiden Divisionen sehr spannend. Bei den Frauen hatten sich nach der Vorrunde unter acht Teams die Woodchicas (ESV München) und die Mainzelmädchen mit je einer Niederlage bei sechs Siegen fürs Halbfinale qualifiziert. Dahinter spielten die Plätze 3 gegen 6,  Seagulls (1. FC Fischbees Hamburg) gegen GoHo Girls (TSF Ditzingen) 15:10, sowie 4 gegen  5, Heidelbärchen (TV Eppelheim/MTV Karlsruhe) gegen Margie (VfL 1860 Marburg/MTV 18690 Gießen) 15:9. Die Halbfinale entschieden nach hartem Kampf jeweils doch wieder die erstplatzierten Teams für sich: Woodchicas 15:13 gegen Heidelbärchen, Mainzelmädchen 11:10 gegen Seagulls. Im Spiel um Platz 3 siegten die Seagulls 15:13 gegen die Heidelbärchen, das Finale entschieden die Mainzelmädchen 15:9 gegen die Woodchicas.

Abstiegskampf und Aufstiegserfolge

In der unteren Hälfte der 1. Frauenliga entschieden die Überkreuzspiele bereits über den Klassenerhalt: Dabei setzte sich die Frankas (Spvgg. Franken) 11:9 gegen die GoHo Girls durch und Margie 15:8 gegen die Bad Chicks (Spvgg. Raum Heilbronn). Im Spiel um Platz 5 siegten die Frankas 12:10 gegen Margie, das Spiel um Platz 7 gewannen die GoHo Girls 15:4 gegen die Bad Chicks. Aufsteigerinnen aus den beiden zweiten Ligen sind JinX (TiB 1848 Berlin) im Norden und Black Foxx (PTSV Jahn Freiburg) im Süden.

Bei den Männern kamen die Top4-Teams aus zwei Achter-Vorgruppen ins Viertelfinale. Insgesamt scheint die Leistungsdichte in der Vorgruppe A in diesem Jahr etwas höher gewesen zu sein. Bad Skid auf 1 schlug die in B viertplatzierten Hässlichen Erdferkel (VfL 1860 Marburg) 15:10, M.U.C (ESV München, Foto links) auf 2 die in B drittplatzierten / Schwaben (TSF Ditzingen) 15:8. Und auch Frank N (Spvgg. Franken), Dritter von A, schlug den Zweiten der Gruppe B, Heidees (TV Eppelheim) 15:13. Im vierten Viertelfinale lag Wall City (TiB 1848 Berlin) als Vierter aus Gruppe A lange Zeit vorne gegen den Vizemeister und Sieger der Vorgruppe B, Family Ultimate (ART Düsseldorf). Die Rheinländer drehten jedoch das Spiel und siegten im Universe Punkt 15:14.

Eine neue Paarung im Openfinale

In den Halbfinalen schaffte M.U.C. durch ein 15:12 gegen Family Ultimate den Finaleinzug, während Bad Skid mit 15:6 gegen Frank N. siegte. Im Spiel um Platz 3 setzte sich Family Ultimate 15:11 gegen Frank N. durch. Nur zwei Wochen zuvor konnte M.U.C beim EUF Regional in Nürnberg das Spiel gegen Bad Skid bis in den Universe Punkt zwingen. Doch nun standen sich beide Teams erstmals im Finale der DM gegenüber. Dieses Spiel konnte Bad Skid eine Spur konsequenter am Ende 15:12 gegen M.U.C. und für sich entscheiden.

Im Kampf um die Plätze fünf bis acht siegten die Heidees 15:7 gegen die Hässlichen Erdferkel und dann auch 15:13 gegen die 7 Schwaben, die zuvor Wall City 15:11 besiegt hatten. Berlin gewann das Spiel um Platz 7 15:8 gegen Marburg. Beim Kampf gegen den Abstieg gingen die beiden Aufsteiger Deine Mudder Bremen (TV Eiche Horn) und die Feldrenner (Feldrenner Discsport Mainz) als Verlierer aus zwei Zwischengruppen heraus. Zwei weitere Absteiger ergaben sich aus den Relegationsspielen. Dabei verloren die Gummibärchen (MTV Karlsruhe) 10:13 gegen GeRey (TUS Geretsried/TSV Kareth Lappersdorf bei Regensburg) und Frühsport (ASV Köln) unterlag 5:15 gegen BORA (TV Beckum/Ballsport e.V. Osnabrück-Eversburg).

Als Aufsteiger bei den Männern setzten sich die Teams Hucks (Ultimate Club Berlin) und Funatics (FSV Hannover) im Norden sowie Ars Ludendi (FSV Ars Ludendi Darmstadt) und Kiel2 (PTSV Jahn Freiburg) durch (siehe Übersicht rechts). Insgesamt fünf Ligen wurden bei der großen DM in Kiel ausgespielt. Drei Südligen richtete die Ultimate-Abteilung von Eintracht Frankfurt in der Hessen-Metropole aus. Finalergebnisse aus dem Norden und dem Süden:

  • 2. Liga Frauen Nord: JinX schlägt Hucks 15:6
  • 2. Liga Frauen Süd: Black Foxx gewinnt gegen Paradiscas (USV Jena) 15:10
  • 2. Liga Männer Nord: Hucks schlagen Funatics 15:12
  • 2. Liga Männer Süd: Ars Ludendi gewinnt gegen Kiel2 (Freiburg) 15:11
  • 3. Liga Männer Nord: hinter den ungeschlagenen Diskick (TiB 1848 Berlin) setzt sich Hard2fisch (1. FC Fischbees Hamburg) als zweiter Aufsteiger gegen Bonnsai (FSV Bonn) 15:11 durch
  • 3. Liga Männer Süd: hinter den ungeschlagenen THW (SV 03 Tübingen) belegen die Schwabinger Frisbee Buam (FSV München) mit einem Punkt Differenz vor Frank Pauli (Spvgg. Franken) den 2. Rang. Bei 5 Teams gibt es jedoch nur einen Aufsteiger.

Alle Ergebnisse unter http://scores.frisbeesportverband.de/.


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