Deutschland

DFV-Wort-Bild-MarkeUltimate wurde in Deutschland erstmals 1979 gespielt, ein Jahr später wurde auf der Deutschen Meisterschaft der Einzeldisziplinen in München der erste Städtevergleich von Spielern aus Essen und Frankfurt ausgetragen. 1981 fand die erste offizielle Meisterschaft im Ultimate in Duisburg statt. Deutsche Meister im Discgolf werden seit 1986 jährlich bestimmt. Seit 1991 ist Ultimate zusätzlich offizielle Wettkampfdisziplin des Allgemeinen Deutschen Hochschul­sportverbandes (adh).

Der Deutsche Frisbeesport-Verband e.V. wurde 1990 gegründet und hat in den vergangenen 25 Jahren ein kontinuierliches Wachstum von zuletzt jährlich jeweils mehr als zehn Prozent verzeichnet. Er repräsentiert die Teamsportarten Ultimate, Freestyle und Double Disc Court (DDC) sowie die Individualsportarten Disc Golf und weitere „Field Events“ wie Weitwurf, Zielwurf etc.

Ziele des DFV sind die Popularisierung der Flugscheiben-Sportarten über Vereine, Schulen  und Universitäten sowie der Beitritt zum DOSB.Banner_DFV

Von den geschätzt rund 10.000 aktiven Frisbeesportlern in Deutschland gehören bereits gut die Hälfte in rund 130 Vereinen dem Verband an. Aktuell werden bundesweit Frisbeesport-Landesverbände gegründet, die künftig die einzigen Mitglieder des DFV sein werden. Vereine treten dann direkt in den jeweiligen Landesverband ein.

Den größten Zulauf neuer Spieler erhielten dei Frisbeesport-Vereine in der Vergangenheit über Universitäten. Inzwischen kommen mehr und mehr Spielerinnen und Spieler bereits aus dem Juniorenbereich, durch vermehrte Jugendarbeit in den Vereinen. Annähernd die Hälfte der knapp 4.000 registrierten Ultimate-Spieler im Deutschen Frisbeesport-Verband sind Studenten. Zentren der deutschen Ultimate-Szene sind der Raum Heilbronn, München, Franken, die Rhein-Main-Region, NRW, Niedersachsen (v.a. Discgolf), Hamburg und Berlin. In beinahe jeder großen deutschen Stadt sind heute Ultimate-Mannschaften zu finden, zehn Vereine bestehen alleine in Berlin, fünf in und um München. In beiden Metropolen haben sich inzwischen Städteligen etabliert.

Die nationalen Entscheidungen werden alljährlich durch ein Turnier ausgetragen, in dem jeweils zehn Teams an einem Wochenende um die Meistertitel in der ersten, zweiten und dritten Liga der Herren sowie um den Titel bei den Fraumen spielen. Die Mixed-Meisterschaft findet nach gleichem Modus an einem gesonderten Wochenende statt. Diesen Meisterschaften gehen Relegations-Turniere voraus, in denen jeweils die fünf schlechter platzierten Teams des Vorjahres aus einer Liga mit den fünf besseren der darunter befindlichen Liga um die Teilnahmeberechtigung in der oberen Spielklasse kämpfen.

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Deutsche Nationalteams nehmen regelmäßig an offiziellen Europa- und Weltmeisterschaften teil, zudem qualifizieren sich die besten deutschen Mitgliedsvereine für die Teilnahmen an Club-EM und -WM (mit Herren-, Frauen-, Mixed-, Masters- und Junioren-Teams).

2001 und 2005 konnte der DFV Nationalteams zu den World Games in Akita (Japan) und Duisburg (unter der Schirmherrschaft des IOC, Foto: deutsches Ultimate-Team) entsenden.  Das große Ziel ist die neuerliche Qualifikation für die World Games 2017 in Wrozlaw, Polen (durch Erreichen von Platz 5 bei der Nationenwertung der Ultimate-WM 2016).

Im Jahr 2011 hat der DFV vom Bundesinnenministerium und dem DOSB den “Fair Play des Deutschen Sports” für die allgemeine Fairness im Teamsport Ultimate Frisbee erhalten.