Starke Leistung gegen die besten Clubteams der USA

Deutscher Mixed-Trainingskader erzielt Platz 6 bei den US Open – von Ronja Wöstheinrich und Andi Huber

Im August 2018 stand für den Trainingskader der deutschen Mixed Ultimate-Nationalmannschaft das Highlight der Saison auf dem Programm. 21 Spielerinnen und Spieler reisten nach Blaine, Minnesota, um sich auf den US Open mit den besten Clubteams der USA zu messen.

Mit der Europameisterschaft und U24 Weltmeisterschaft 2019 sowie der Weltmeisterschaft 2020 vor Augen, sollte das deutsche Team auf höchstem Niveau Erfahrung sammeln und sich taktisch und individuell weiterentwickeln. Auf den Feldern des National Sports Centers in der Nähe von Minneapolis erwartete die Nationalmannschaft ein Teilnehmerfeld von zwölf Mannschaften in der Mixed Division, in welchem Team Germany auf Platz 8 gesetzt war.

Am Freitagmorgen traf die deutsche Mannschaft auf Storm, das Nachrücker-Team aus Charlotte. Die Nationalmannschaft fand gut in dieses erste Spiel, einige Abstimmungsschwierigkeiten führten aber dazu, dass die erste Halbzeit 7:8 verloren ging. In der zweiten Hälfte konnte das deutsche Team eigene Fehler aber nahezu vollständig abstellen und in der Defense noch zwei weitere Schippen drauflegen. Mit einem starken 7:0-Lauf zum 14:8 Endstand gelang der deutschen Mannschaft so ein nahezu perfekter Start ins Turnier.

Im zweiten Spiel erwartete das Team allerdings ein deutlicher härterer Gegner; die frischgebackenen Club-Weltmeister:innen von Seattle BFG. Die Aufzeichnung des Spiels kann unter https://www.youtube.com/watch?v=xWo-OgFmpJo angesehen werden. Zur Halbzeit lag die deutsche Mixed-Mannschaft (im Live-Stream als Germany – Darmstadt aufgeführt) mit 4:8 zurück, konnte sich nach der Pause aber mit einem starken Break-Run zum 9:9 zurück ins Spiel kämpfen. Im letzten Abschnitt setzten sich BFG dann allerdings doch noch einmal entscheidend ab. Trotz der 9:13 Niederlage ging die deutsche Mannschaft gestärkt und mit dem Wissen aus der Partie, dass man sich auch auf US-amerikanischem Boden vor keinem der hochkarätigen Gegner verstecken muss.

Nach einer längeren Pause, die zum Verarbeiten der ersten Erfahrungen auf diesem Spielniveau genutzt wurde, stand das nächste Highlight auf dem Programm. Das deutsche Team durfte im Showcase Game gegen die Lokalmatadoren Drag’n Thrust aus Minneapolis antreten. Vor großem Publikum, unter anderem zahlreicher US-Juniorenteams, musste die Nationalmannschaft hier allerdings die deutlichste Niederlage des Wochenendes einstecken. Gegen extrem starken Defensivdruck ging das Spiel mit 6:15 verloren.

Nach einem lehrreichen ersten Spieltag mit vielen positiven Momenten und einem ersten eingefahrenen Sieg folgten am Samstag drei weitere Spiele, allesamt `back-to-back´ mit nur kurzen Pausen. Gegen Seattle Mixtape, die amtierenden US-Mixed-Meister:innen, konnte die Halbzeit 8:7 geholt werden. Nach mehreren Breaks des US-Teams stand am Ende allerdings ein 9:12 für Seattle auf dem Scoreboard. Im letzten Spiel der Gruppenphase wartete Public Enemy aus Dallas. Gegen die Texaner zeigte die deutsche Mannschaft eine weitere starke Teamleistung und konnte mit einem 15:13 Sieg in das Überkreuzspiel um die Platzierungen 5-8 einziehen.

Hier hieß der Gegner Madison Noise (Setzlistenplatz 7). Auch im dritten Spiel des Tages entwickelte sich ein heiß umkämpftes Match, in dem Team Germany erneut die Oberhand behielt. Auf dem Scoreboard stand am Ende des zweiten Turniertages das Ergebnis 12:10 und damit eine fantastische ausgeglichene Bilanz von 3 Siegen und 3 Niederlagen für die deutsche Mannschaft zu buche. Durch den Sieg im Überkreuzspiel war nun auch endgültig der Setzlistenplatz 8 unterboten. Entsprechend euphorisch ging die deutsche Mannschaft am letzten Turniertag in das Spiel um Platz 5, zum zweiten Mal an diesem Wochenende gegen Seattle Mixtape. Die perfekte Revanche gelang den Deutschen allerdings nicht; das erneut enge Match auf Augenhöhe musste am Ende 12:15 an die US-Meister:innen abgegeben werden.

Mit einem starken 6. Platz bei den US Open endet für das Mixed-Team die Trainingsphase zwischen den Meisterschaftsjahren (die letzte WM fand 2016 statt, die nächste EM wird 2019 stattfinden). Nun heißt es nach vorne blicken, denn schon in wenigen Wochen stehen die Try-outs für die Europameisterschaft sowie die U24 Weltmeisterschaft 2019 an. Trainer Allen Clement kommentiert:

„Wir haben für die US Open ein Team aufgebaut, dass sich mit den besten Club Teams der USA messen kann. Aber das ist erst der Anfang. Diese Teamleistung ist unsere neue Baseline und von hieran geht es nur noch aufwärts“.

Im September wird es ein offenes Try-out geben, zu dem alle Spieler:innen, die für das deutsche Mixed-Nationalteam spielen möchten, eingeladen sind (hier der Link zur Anmeldung). Das Trainerteam hat seine Pläne für den Try-out Prozess sowie für die bevorstehenden Jahre bereits vorgestellt und freut sich darauf, im Herbst den EM- und WM-Zyklus 2019-2020 zu starten.


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