Weiterer Meistertitel für Marburg im Open Ultimate

Wachablösung der Heidees und der Zamperl, die sieben der vergangenen zehn Meistertitel im Open Ultimate indoor gewonnen haben

Nach dem Titelerfolg der Marburger Frauen „Margie“ (VfL 1860 Marburg) haben ihre männlichen Vereinskollegen erstmals auch in der offenen Spielklasse den Deutschen Meistertitel im Ultimate indoor gewonnen (Fotos: Heiko Groß). Der DFV gratuliert! Die „Hässlichen Erdferkel“ besiegten im Finale die Cultimaters (EJW Besigheim) mit 11:10. Platz drei ging an UFO (Ballsport e.V. OS-Eversburg), die das kleine Finale mit 15:13 gegen die Zamperl (TSV Unterföhring) gewannen.

Nach der Vorrunde von zwei Vorgruppen mit jeweils acht Teams hatten sich die jeweils oberen vier fürs Viertelfinale qualifiziert. Das waren aus Gruppe A die Cultimaters und To-Get-Her (VfL Gemmrigheim) mit einer Bilanz von 6 Siegen bei einer Niederlage sowie die Zamperl und THW mit einer Bilanz von 4 Siegen bei 3 Niederlagen. In Gruppe B setzten sich UFO und Heidees mit einer Bilanz von 6 Siegen bei einer Niederlage durch vor den Hässlichen Erdferkel (5 Siege und 2 Niederlagen) und La Famiglia (4 Siege und 3 Niederlagen). Ufo war am zweiten Wochenende den Hässlichen Erdferkeln mit 9:15 unterlegen, die Marburger unterlagen ihrerseits am zweiten Wochenende La Famiglia mit 11:12.

Drei deutliche Viertelfinale – Enge Entscheidungsspiele

In den vier Viertelfinalen gab es dreimal klare Sieger: die Gruppenersten Cultimaters besiegten La Famiglia 15:9 und UFO besiegte THW 15:8. In den Spielen zwischen den Zweiten und Dritten der Vorgruppen setzten sich zweimal die Drittplatzierten durch: Die Hässlichen Erdferkel bezwangen ToGetHer 15:14, die Zamperl ließen beim 15:10 im Klassiker gegen die Heidees nichts anbrennen. In den Halbfinalen zeigten sich die Cultimaters 14:11 den Zamperl überlegen, während die Erdferkel erneut im Universe Point 14:13 gegen UFO siegten. Nach ihrem Finalsieg 11:10 gegen die Cultimaters hatten die Marburger drei Endspiele in Folge im Universe Point gewonnen, das beweist Nervenstärke!

Platz drei gewann wie oben geschrieben UFO, 15:13 gegen die Zamperl und sicherte sich damit erstmals einen Treppchenplatz im indoor Ultimate. Im Spiel um die Plätze 5 bis 9 setzte sich Düsseldorf 15:9 gegen Heidelberg und Gemmrigheim 15:11 gegen Tübingen durch. Platz 5 ging an ToGetHer, die La Famiglia 15:13 schlugen, Platz 7 an die Heidees, die gegen THW erst mit 15:14 gewannen.

In der unteren Tabellenhälfte ging es im Play-Off-Verfahren gegen den Abstieg. Dabei kam es zu drei Begegnungen, die 15:14 endeten:  Disc-O-Fever (UC Würzburg) setzte sich so gegen Hucks Ultimate-Club Berlin durch, die Frizzly Bears (DJK Westwacht Aachen) gegen Ars Ludendi (Frisbeesort-Club Darmstadt) und Ultimate am See (SC Wessling) gegen ULMtimates (VfB Schwarz-Rot Ulm). Lediglich die Gummibärchen (MTV Karlsruhe) konnten 14:11 gegen Frühsport 0,2 (ASV Köln) gewinnen. Die Plätze 9 bis 12 gingen an die Frizzly Bears, erneut 15:14 gegen die Gummibärchen sowie Disc-O-Fever, 15:9 gegen Ultimate am See.

Die untersten Halbfinale gingen gegen den Abstieg. Dabei setzte sich Frühsport 13:12 gegen die Hucks durch und Ars Ludendi 14:13 gegen ULMtimates. Köln sicherte sich sich Platz 13 13:12 gegen Darmstadt. Im Duell der Absteiger gewannen die ULMtimates 15:12 gegen die Hucks. Als Aufsteiger aus den beiden zweiten Open Ligen werden aus dem Süden die Ratisbona Eagles (TSV Kareth Lappersdorf bei Regensburg) und aus dem Norden die Goldfingers (Ultimate-Club Potsdam) 2019 erstklassig spielen.

Alle Ergebnisse unter: http://scores.frisbeesportverband.de/?view=poolstatus&pool=2598

Mit dem diesjährigen Sieg der Marburger Erdferkel ist die Dominanz der vergangenen Jahre von zwei Teams zu Ende gegangen, die wenigstens seit 2010 jedes Jahr unter den Top 3 zu finden waren: Die viermaligen Deutschen Meister im Hallen-Ultimate Heidees (TV Eppleheim) und seit 2009 dreimaligen Deutschen Meister Zamperl (TSV Unterföhring). Beide waren seit 2011 durchgängig unter den Top 3 der DM im Open Ultimate indoor. Zwar haben die Zamperl auch dieses Jahr erneut wieder das Halbfinale erreicht, wie zuletzt 2010, doch die Heidees sind erstmals seit ihrem Aufstieg 2010 nicht unter den Top 4 gelandet.

Mit den Teams Hässliche Erdferkel (VfL 1860 Marburg, erstklassig seit 2015), UFO (Ballsport e.V. OS-Eversburg, erstklassig seit 2016), THW (SV 03 Tübingen, erstklassig seit 2016, zunächst zusammen mit Konstanz als Maulsee) und La Famiglia (ART Düsseldorf, erstklassig seit 2018) haben sich in den vergangenen Jahren vier neue Teams in die erste Liga gespielt, die darin künftig weiter mitmischen wollen. Der Einstieg von La Famiglia auf Platz 6 entspricht demjenigen der Cultimaters im Jahr 2011 in Liga 1 (damals mit 7 Teams). Nur UFO (2016 auf Platz 5) und die Heidees (2010 gleich Vizemeister) waren indoor als Neueinsteiger besser (Plätze 5-8 in der Statistik von 2016 falsch dokumentiert).


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