Erfahrungsgemäß hat der Frisbeesport in der Vergangenheit den stärksten Zulauf über den Hochschulsport in deutschen Universitätsstädten erfahren. Sportstudenten, die in Berührung mit dem faszinierenden Sportgerät gekommen sind, haben es als spätere Sportlehrer verstanden diese Faszination auf ihre Schüler zu übertragen. So haben sich zuletzt vermehrt auch Schülermannschaften gebildet, die unter anderem seit mehreren Jahren parallel zu deutschen Ultimate-Meisterschaften eigene Turniere austragen.
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Zehn Gründe für
Frisbeesport an Schulen
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Frisbeesport in Vereinen
Im Rahmen der studentischen Beschäftigung mit dem Frisbeesport sind
in den vergangenen Jahren einige (bisher unveröffentlichte) wissenschaftliche
Arbeiten entstanden, die wir allen Interessierten hier zur Information und
zur Beschäftigung mit dem Frisbeesport anbieten. Selbstverständlich
liegt das Einverständnis aller zitierten Autoren vor. Dennoch unterliegen
die Arbeiten dem Urheberrechtsgesetz, das heißt: Das geistige Eigentum
der Autoren ist zu beachten. Wer seine Arbeit ebenfalls zum Erfahrungs- und
Meinungsaustausch anbieten möchte, schreibt bitte an .
Holger Hill: Weitwurf im Frisbeesport (PDF, 300 KB), Eine empirische Untersuchung über gefestigte Bewegungsmerkmale und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Erlernen eines Bewegungsablaufs am Beispiel des Frisbee-Weitwurfs, wissenschaftliche, unveröffentlichte Hausarbeit am Sportinstitut der Universität Dortmund 2007
Dabei geht es unter anderem um das Erstellen eines Beobachtungsbogens zur Auswertung von Videoaufnahmen der Wurfbewegung. Ziel war es über Leistungs- und Bewegungsbeobachtung Trainingseffekte zweier Spieler unterschiedlichen Leistungsniveaus herauszuarbeiten. Gerade die Einordnung der Wurfbewegung als sportlichen Bewegungsakt, der selbsterstellte Beobachtungsbogen, sowie die Ergebnisse dieser "Mini-Studie" sind evtl für Studenten mit ähnlichen Interessensfeldern interessant.
Jens Gerhards: „Einführung von Ultimate Frisbee“ (PDF, 5 MB), Skript zur Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer, um im Sportunterricht neue Sportarten und Bewegungsfelder zu erschließen, im Rahmen einer wissenschaftlichen, bisher unveröffentlichten Hausarbeit zum selben Thema, an der Sporthochschule Köln 2007
Das Innovative dieser Arbeit liegt darain, dass jede Lehrerin und jeder Lehrer auf komprimierter Seitenzahl alles erfährt, was sie/er zum Thematisieren von Ultimate in der Schule wissen muss: Organisation, Scheiben, Technik, Ideenpool und sogar ein Unterrichtsvorhaben mit Stundenverlauf (und das alles auf einem Hallendrittel praktizierbar), der bereits an vielen verschiedenen Schulen vor allem im Kölner Raum in den Jahrgangsstufen 5-13 erprobt und für gut befunden wurde.
Christian Altenhenne: „Möglichkeiten
zur Einführung sportlichen Spielens in der Primarstufe unter dem Aspekt „Fair
play“, aufgezeigt am Beispiel des "Ultimate Frisbee".“ (zip,
1 MB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über
die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen,
Universität Koblenz-Landau, Fach/Bereich Sport 2000.
Christin Altenhenne hat 1999 bei den „Kühen“ in Koblenz
begonnen, Ultimate zu spielen, seine Arbeit ist im Rahmen der 1. Staatsexamensarbeit
entstanden, die ein Unterrichtsprojekt zum Thema Frisbee in einer 4. Klasse
dokumentiert. Er ist derzeit Grundschullehrer und unterrichtet hauptsächlich
Sport in der 1. bis 3. Klasse.
Jörg Bahl: „Ultimate
Frisbee - eine Sportart mit Zukunft?“ (PDF, 1 MB) – Unveröffentlichte
Diplomarbeit, Universität Bayreuth, Institut für Sportwissenschaften
2001.
Jörg Bahl spielt seit 1994 Ultimate, erst bei der Frisbee Family
Pempelfort (Düsseldorf), ernsthaft dann bei den Scheibletten Bayreuth,
die er zeitweilig auch trainierte. Seit 2002 spielt er bei den Feldrennern,
mit denen er zwei Meistertitel errungen und an zwei Clubweltmeisterschaften
teilgenommen hat. Die Arbeit ist im Rahmen seines Studium der Sportökonomie
vor allem aufgrund des Bezugs zum Thema „Trendsportentwicklung“ entstanden.
Er arbeitet derzeit als Leiter eines Fitness-Studios in Wiesbaden.
Andreas Glindemann: „Ultimate
Frisbee im Schulsport und im Sportunterricht.“ (doc, 600
KB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über
die Erste Staatsprüfung für das Lehramt, Universität Hamburg,
Fachbereich Sportwissenschaft 2001.
Andreas „Ed“ Glindemann ist Sportlehrer in Hamburg, 1.Vorsitzender
vom „1.Ultimate Club Hamburg Fischbees 00 e.V.“, Mitglied im
Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) Hamburg und Ausbilder des Kommittees
für Aus- und Weiterbildung (KAW) des Deutschen Frisbeesportverbandes
(DFV).
Katharina
Hartleben: „Einführung ins Ultimate Frisbee. Darstellungsschwerpunkt:
Förderung von Selbständigkeit und sozialer Kompetenz (Sport,
11. Klasse Gymnasium)“ (pdf, 126 KB) – Unveröffentlichte
Schriftliche Prüfungsarbeit zur zweiten Staatsprüfung für
das Amt des Studienrates, Erstes Schulpraktisches Seminar im Bezirk Steglitz,
Berlin 2001.
Katharina Hartleben ist seit einigen Jahren als junge Sport-, Italienisch-
und Französischlehrerin an mehreren Berliner Gymnasien tätig.
Gerade durch ihre positive Erfahrungen an konfessionellen Schulen liegt
Ihr daran neben Fachwissen weitere Werte zu vermitteln. Ultimate Frisbee
eignet sich dabei ideal, um motorische, psychische und auch soziale Anforderungen
zu kombinieren.
Imke Igwerks: „Einführung
des Ultimate Frisbee-Spiels in einer Klasse 8. Entwicklung der Spielfähigkeit
unter Berücksichtigung der Aspekte des Freizeitsports.“ (zip,
63 KB)– Unveröffentlichte pädagogische Prüfungsarbeit
für die zweite Staatsprüfung der Lehrämter für die
Mittel- und Oberstufe, Studienseminar II für das Lehramt an Gymnasien
in Kassel, Vollmarshausen 1995.
Imke Igwerks (heute Imke Rieser) spielt seit 1994 Ultimate, zuletzt für
die Himmelsstürmer in Kassel, sie hat zwischen 1995 und 2000 als Club-
und Nationalspielerin an zahlreichen Weltmeisterschaften teilgenommen. Dr.
Imke Rieser ist seit 1993 im Schuldienst und unterrichtet Sport und Englisch
an einem Gymnasium in Kassel. Ultimate Frisbee ist fester Bestandteil ihres
Sportunterrichts auf allen Altersstufen (Klassen 5 bis 13) und bietet sich
für sie insbesondere auch für den neuen Bereich des bilingualen
Unterrichts an.
Wer sich für die Anhänge interessiert, auf die in der Arbeit
verwiesen wird, kann die Unterlagen bei der Autorin erfragen unter imke.igwerks
at arcor.de.
Raimund Jeuck: „Eine
vergleichende Sportspielanalyse - Ein didaktisch-methodischer Vergleich
der Sportspiele Ultimate Frisbee und American Football unter besonderer
Berücksichtigung der Spielidee.“ (zip, 455 KB) – Unveröffentlichte
Diplomarbeit, Universität Mainz, Fachbereich Sport 1998.
Raimund Jeuck hat den Frisbeesport 1991 an der Uni Mainz kennen gelernt,
spielt seit 1992 bei den Deutschen Meisterschaften für die Feldrenner
Mainz (sechsfacher Deutscher Meister) und hat mehrere Clubweltmeisterschaften
mitgemacht. Seit 1995 arbeitet er auch als Volleyballtrainer, hat 2000 die
höchste Lizenzstufe erworben und trainiert seit 2001 eine 2. Bundesliga
Männermannschaft, mit der er 2005 den Aufstieg in die 1. Bundesliga
schaffte. Das Diplomsport-Studium ist dabei etwas in den Hintergrund gerückt,
soll aber noch beendet werden.
Lars Nonn: „Soziales
Lernen im Sportunterricht der Schule für Lernbehinderte.“ (PDF,
500 KB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über
die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Sonderschulen, Universität
Koblenz-Landau, Fachrichtung Lernbehindertenpädagogik 2000.
Lars Nonn lernte den Frisbeesport bei den „Kühen“ in
Koblenz kennen. Nach seinem Wechsel
nach Landau begründete er dort die „Dicken Kinder von Landau“ mit.
Die Arbeit entstand im Rahmen des Studiums der Lernbehindertenpädagogik
und stellt die Stärken der Sportart auch für Kinder mit besonderem
Förderbedarf heraus. Nach Stationen in Kaiserslautern und Freiburg
unterrichtet Lars Nonn derzeit an der Deutschen Schule San Salvador. Erste
Flugscheiben für den Sportunterricht in El Salvador sind bereits bestellt.
Sven Preut: „Frisbee.
Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtsreihe für
den Sportunterricht in der Fachoberschule Wirtschaft, Klasse 12.“ (zip,
64 KB) – Unveröffentlichte Hausarbeit zur Zweiten Staatsprüfungen
für Lehrämter im Lande Niedersachsen, Studienseminar Osnabrück
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen 1997.
Sven Preut hat nie aktiv einen Frisbeesport betrieben, fand jedoch vor
allem den Gedanken des Fair Play im Ultimate für den Schulsport interessant.
Während seines Referendariats in Osnabrück trat er mit Frisbeespielern
in Oldenburg in Kontakt und führte daraufhin eine Unterrichtsreihe
durch, die er in der Hausarbeit beschrieb. Heute streut er als Lehrer an
einer Wirtschaftsschule in Kempten/Allgäu ab und zu eine kleinere Unterrichtseinheit
zum Frisbeesport ein.
Florian Schmidleitner: „Die Frisbeescheibe als Spielgerät in der frühkindlichen Bewegungserziehung“ (pdf, 3,6 MB), Arbeit für die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Würzburg. Die Arbeit untersucht empirisch, inwieweit die Frisbeescheibe als Spielgerät in der frühkindlichen Bewegungserziehung bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren eingesetzt werden kann.
Konkret werden die psychischen und motorischen Voraussetzungen dieser Altersgruppe beschrieben und auf dieser Grundlage ein Unterrichtskonzept für 2 x 90 Minuten erstellt. Die gehaltenen Unterrichtsstunden werden in der Arbeit abschließend kritisch reflektiert. Florian Schmidtleitner hat Ultimate Frisbee im Rahmen seines Lehramtsstudiums für Sportwissenschaft und Germanistik an der Universität Würzburg kennengelernt.
