WFDF mit ausführlichem Newsletter

Nob-Rauch_at_MaplewoodDer Flugscheiben-Weltverband (World Flying Disc Federation, WFDF) hat im Monat November einen ausführlichen Newsletter veröffentlicht, der eine Reihe sehr interessanter Themen enthält. Dies hat der deutsche WFDF Generalsekretär Volker Bernardi bekannt gegeben, unter Verweis auf den entsprechenden Link. Eingangs fasst WFDF-Präsident Norbert „Rob“ Rauch die zahlreichen Höhepunkte dieses Jahres zusammen (Foto am Gedenkstein zur Erfindung von Ultimate an der Columbia High School in Maplewood, New Jersey, s. den Bericht zu 45 Jahren Ultimate auf S. 13).

Er konstatiert, dass ein für den Frisbeesport aufregendes Jahr sich dem Ende zuneigt. Der erste Meilenstein war die vorläufige Anerkennung des WFDF durch das Internationale Olympische Komitee IOC am 31. Mai während der SportAccord-Versammlung in St. Petersburg (ihre Bedeutung wird in einem zweiseitigen Bericht diskutiert, S. 11/12). Gleichzeitig zügelt er übertriebene Erwartungen, die damit etwa den unmittelbaren Aufstieg von Ultimate zu einer olympischen Sportart WFDF-IOC-Recognitionverbänden. Als eines von 34 Mitgliedern im Verband der durch den IOC anerkannten internationalen Sportverbänden ARISF (Association of IOC Recognised International Sports Federations) kommen dem WFDF begrenzte finanzielle Mittel und mehr Glaubwürdigkeit zu. Die vermehrte Sichtbarkeit sei jedoch auch mit einer Verpflichtung verbunden, die Prozesse des WFDF dem internationalen Standard weiter anzupassen. 

Anschließend geht Nob Rauch auf das Ultimate-Turnier im Rahmen der World Games in Cali, Kolumbien vom 28. bis 30. Juli ein, dessen Spielen mehr als 45.000 Zuschauer beiwohnten. Ultimate war auch der am meisten genutzte Live-Boradcast, nachdem durch eine Crowd-Funding-Aktion innerhalb von drei Tagen die benötigten 15.000 US-Dollar zusammenkamen, um alle Spiele des Turniers live übertragen lassen zu können (ein sehr langer und reich bebilderter Bericht  folgt auf den S. 2-7). Darin wird auch das phasenweise stark umstrittene kleine Finale zwischen Kanada und dem Gastgeberland Kolumbien thematisiert (Ende S. 5 /Anfang S. 6).

In diesem Zusammenhang ist auch die Gründung einer Task Force zu sehen, die die Haltung des WFDF zu Fragen des Spirit of the Game und seiner Ausübung bei Ultimate-Spielen prüfen soll (S. 16-18). Nob Rauch geht auch darauf ein und erläutert, dass eine 12-köpfige Gruppe unter der Leitung des Australiers Rueben Berg of Australia mit der „Ermittlung“ beauftragt wurde und damit, bei der WFDF-Jahresversammlung am 2. August 2014 in Lecco, Italien, einen entsprechenden Bericht zu präsentieren.

WFDF-Congress_U23UWCNur eine Woche zuvor fand die U23 Ultimate-WM in Toronto, Kanada statt, mit 36 Teams aus 17 Nationen in drei Spielklassen und mehr als 900 Teilnehmern. Zum Vergelich: die Junioren Ultimate-EM in Köln (EYUC 2013) hatte 41 Teams aus 16 Nationen in vier Spielklassen und fast genauso viele Teilnehmer. Ein Nachbericht zur U23 Ultimate-WM umfasst auch die dabei abgehaltene WFDF-Jahresversammlung (S. 9/10). In einem Gastbeitrag des Autors findet gegen Ende auch die EYUC 2013 Erwähnung (S. 20).

Weitere Themen im Newsletter sind Berichte zur Beach Ultimate EM vom 27. bis 30. Juni 2013 in Calafell, Spanien (S. 8), zur Overall-WM vom 22. bis 27. August in Norrköping, Schweden (S. 10/11), sowie zu den US Open Championships (Anfang Juli, zusammen veranstaltet von WFDF und USA Ultimate) und der dazu stattgefundenen Convention (S. 18/19) sowie zu den erst im November abgehaltenen Pan American Ultimate Club Championships in Sao Paulo, Brasilien (S. 21).

Am Ende seines Editorials weist WFDF-Präsident Rauch auf die Ende des Jahres stattfindenden Wahlen zu einigen wichtigen Positionen hin. E bedankt sich bei allen freiwilligen Helfern, die sich nicht nur im Vorstand, sondern auch in den zahlreichen Komitees einsetzen. Daneben kündigt er an, dass ein teilbezahlter Event-Koordinator eingestellt werden soll. Last not least erwähnt er, dass die historischen WFDF-Newsletter aus den 1980-iger und 1990-iger Jahren digitalisiert und online  verfügbar gemacht wurden.