Übersicht Ultimate-Regeländerungen

Wir schon berichtet, sind mit Beginn des neuen Jahres einige Regeländerungen in Kraft getreten, die die aktuelle 2013er-Version der Ultimate-Regeln des Flugscheiben-Weltbverbandes WFDF mit sich bringt. WFDF-.LogoZiel der Änderungen des WFDF-Ultimate-Regelkomitees, in dem auch zwei Deutsche mitarbeiten, ist vor allem den Spielfluss und die Fairness zu erhöhen sowie eine Anpassung an die leicht abweichenden Regeln des weltgrößten Nationenverbandes USA Ultimate zu erreichen – soweit dies die bewährte Praxis empfiehlt. Die Neuerungen im Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

- 1.3.8 Relevanz eines Calls ... only make a call where a breach is significant enough to make a difference to the outcome of the action. <-> Grundsätzlich nur dann callen, wenn die Aktion Einfluss auf das unmittelbare Spielgeschehen hatte, vgl. auch

- 16.3 ... Regardless of when a call is made, if the players involved from both teams agree that the foul, violation or call did not affect the outcome, the play stands. <-> "Hatte die Aktion Einfluss auf das unmittelbare Spielgeschehen? Wenn nicht, vergessen wir es!"

- 1.10. Erlaubnis, Außenstehende bei "Down"- und "Line"- Calls einzubeziehen: ...players may seek the perspective of non-players to clarify the rules, and to assist players to make the appropriate call for "down" calls and line calls. <-> Diese sollen sich ansonsten aber ruhig verhalten!

- 2.5 Beim Freiluft-Ultimate liegt der Brick-Punkt nur noch 18 anstatt 20 Meter von der Endzonenlinie entfernt.

- 7.2: Bereitschaft zum Anwurf ... after both teams have signalled their readiness... <-> Früher musste nur die Offence die Bereitschaft anzeigen, jetzt müssen es beide Teams machen (mit Hand über dem Kopf)

- 7.5: Linienübertritte bei Anwurf vor Berühren der Scheibe monieren ... the opposing team must call the violation ("offside") before the receiving team touches the disc. The pull must be repeated as quickly as possible.

- 8.6.2 und 10.4.1: Bei einer unnötigen Verzögerung durch den Verteidiger (Call: „Delay of game") kann die Scheibe durch den Angreifer ohne Zustimmung des Gegners eingecheckt werden

- 9.1 und 9.5 Stall Count: Beim Anzählen ist die Sekunde zwischen der Ankündigung „Stalling" oder „Zähle" abgeschafft. Zwischen beiden Worten ist keine Pause mehr vorgesehen. Zudem sind die Regeln zur Fortsetzung des Stall Counts nach einer Unterbrechung vereinfacht.

- 10.1. Wann genau Unterbrechungen mit nachfolgendem Check-In nötig sind: ... Whenever play stops during a point for a time-out, foul, violation, contested turnover, contested goal, technical stoppage, injury stoppage, or discussion, play must restart as quickly as possible with a check.

- 12.11. ... Players may not use their arms or legs to obstruct the movement of opposing players <-> Arme und Beine dürfen nicht den Laufweg behindern – der Torso ggf. schon (vgl. DFV-Beitrag zur Regeldiskussion)

- 13.4. Checks nach folgenden Turnovers obligatorisch: ..."hand-over", "deflection", "double touch", "stall-out" and an uncontested offensive receiving foul.

- 13.6. Nachdem eine Scheibe zum Turnover abgefangen wurde, darf sie neuerdings auch abgelegt oder fallen gelassen werden, muss aber anschließend vom selben Spieler wieder aufgenommen werden. Damit wird ein so genannter „Double Turnover" abgeschafft.

- 13.11.2.1. Nach Turnover in der eigenen Endzone Anzeige des Weiterspielens auf der Endzonenlinie: ... The intended thrower, before picking up the disc, may signal the goal line option" <-> dazu muss er einen Arm über dem Kopf ausstrecken

- 15.5 ... _Only the thrower_ may claim a marking infraction, by calling the specific name of the infraction. Any opposing player may claim a travel infraction. <-> Früher durfte jeder eine Marking Infraction ansagen (davon gibt es übrigens jede Menge, im Einzelnen: „Fast Count", „Straddle", „Disc Space", „Wrapping", „Double Team", „Vision" und „Contact"), weiterhin kann aber jeder Travel Infractions ansagen.

- 18.3 "Pick" Violation: siehe Definition von "Guarding"; Pick kann nur noch gerufen werden, wenn man innerhalb von 3 Meter jemanden aktiv verteidigt <-> früher konnte man auch etwas länger hinterher hecheln und Pick rufen

"Definition der Manndeckung":  „Guarding" liegt nur dann vor, wenn ein Spieler sich im Abstand von maximal drei Metern vom Gegenspieler befindet, und nur dann darf er „Pick" rufen und dann bedeutet die Anwesenheit von zwei Gegnern beim Werfer auch nicht zwangsläufig ein „Double Teaming".