Strukturwandel im Pott

StrukturwandelSpieler aus Bochum, Duisburg, Dortmund und Eickel mit dem neuem Team „Strukturwandel“

Unter der Leitung von Volker Grün von „DU bist Frisbee“ Duisburg und Tim Fischer von „Torpedo Phoenix“ Dortmund entsteht derzeit im Ruhrpott ein neues Team, Arbeitstitel „Strukturwandel“. Hintergrund ist, dass viele der umliegenden Vereine eine zu geringe Spielerbasis für ein homogenes, wettbewerbsorientiertes Ultimate-Team haben.

Der Sachverhalt ist in Bochum, Duisburg und Dortmund derselbe: Es gibt zwar einige ambitionierte und gute Spieler, jedoch nicht genug, um sich mit einer Mannschaft auf der Open Quali durchzusetzen. Dortmund hatte seit einigen Jahren eine Spielgemeinschaft mit den „Caracals“ Wuppertal gebildet, doch auch die „Carapedos“ konnten sich nicht für die DM qualifizieren. Doch die „Carapedos“ wurden zuletzt aufgelöst, nachdem sich die Wuppertaler erfolgreich auf die Masters-Division konzentrieren (aktuell Platz 3 bei der Masters Ultimate-DM). Ähnlich sieht es auch bei „Airforce“ Eickel aus.

Vor diesem Hintergrund kam am Rande der vergangenen Ruhrliga die Idee auf, ein Ruhrgebietsteam für die Open-DM aufzustellen. Nach einigem Überlegen, Diskutieren und Ausloten der Möglichkeiten kam es dann zur Gründung des Teams unter dem vorläufigen Namen „Strukturwandel“ und zur Benennung der Captains.

DOM-Mitspieler_Volker-GrnVolker Grün, frisch gekürter Deutscher Meister im Masters Ultimate (Foto links), und Tim Fischer legen die Taktiken fest und bestimmen die finale Spielerauswahl. Unterstützung erhalten sie von Moritz Martens (Torpedo Phönix) und Dominik Hildebrandt (DU bist Frisbee), die die Trainingspläne für die Trainingslager erstellen sowie passende Turniere aussuchen. Außerdem im Team dabei ist Martin Fischer für den Bereich Regelkenntnis und die Turnieranmeldung. Die fünf setzen sich seitdem regelmäßig zusammen und planen die Zukunft des Teams.

Mittlerweile wurden die Ruhrgebietsteams informiert und ambitionierte Open-Spieler mit Interesse an einem höheren Trainings- und Turnierlevel aufgefordert sich zu melden. Inzwischen besteht der Kader aus 39 Spielern aus Duisburg, Dortmund, Bochum und Wanne-Eickel. Da sich dieses Vorhaben herumsprach und bei den „Carapedos“ auch Spieler der Bonner „Bonnsais“ spielten, meldeten sich auch einige Bonner und ein Paderborner von den „7 Todsünden“.

Zur Teambildung und zur Auswahl der Spieler wurden insgesamt drei eintägige Trainingslager angesetzt sowie diverse höherklassige Turniere wie zum Beispiel das Toms Tourney, das Rising High und der Skyline Cup (feste Startplätze) sowie das Windmill Windup und die Disc Days Cologne (Warteliste), mit Blickrichtung auf die Open Quali Nord in Celle und natürlich die B-Relegation in Bad Rappenau. Die Captains sind sich einig: „Am Ende wollen wir ein Team auf die Outdoor-DM entsenden, das die sportlichen Anforderungen dieser Liga, in Bezug auf Technik und Taktik mehr als erfüllt, dabei aber gleichermaßen Team und Spiritgedanken als wichtigste Attribute dieses Teams versteht.“

Beim ersten Trainingslager am 5. April nahmen rund 20 der Spieler teil (Foto oben). Mittels diverser Übungen mit abgemessenen Distanzen und gestoppter Zeit wurden Grunddaten unter anderem zu Geschwindigkeit, Stärke, Agilität erfasst. Zudem wurden die Ergebnisse mehrerer Wurfübungen dokumentiert, um die Stärken und Schwächen der Spieler herauszufinden. Teilnehmer Jens Friebe aus Duisburg berichtet, dass es für ihn das härteste Trainingslager war, das er jemals bestritten hat: „Ich hatte einige Tage lang Muskelkater. Und obwohl theoretisch jeder Spieler ein Konkurrent für einen der begehrten Plätze im Team ist, war die Stimmung der Hammer!“ Für viele war es das erste Kräftemessen mit so einer relativ großen Menge an Spielern, die alle bereits einige Jahre Spielerfahrung vorweisen können.

Die Schwerpunkte der nächsten Trainingslager werden sich auf die Verbesserung der festgestellten Schwächen konzentrieren. Außerdem werden die Spieler mit einer Art „Player’s Book“ mit Spielzügen und Taktiken vertraut gemacht, die intensiv eingeübt werden, um eine einheitliche Spielweise zu etablieren. Die nächsten Trainingslager werden neben den zunehmenden körperlichen Herausforderungen auch die geistigen Fähigkeiten stärker abrufen, um den Captains ein weiteres Auswahlkriterium an die Hand zu geben.