Frisbee-Ideen für Lehrende

TEAMSPIELE

Grundregeln:

  • Fairplay und Spirit wahren (eigenverantwortlich das Spiel regeln)
  • Wer gefangen hat, bleibt mit der Scheibe in der Hand stehen
  • Anstatt zu laufen, benutzt er den Sternschritt!
  • Man darf einander die Scheibe nicht wegreißen.
  • Es wird körperlos gespielt!

Auf dieser Basis kann sich die Gruppe der Schüler, oder die Hälfte selber ein Mannschaftsspiel mit der Frisbee ausdenken (in der Halle ggf. auf Körbe, Tore, Matten, in Kästen, mit/ohne Torwart etc). Nach dieser kreativen Phase wird das Spiel ausprobiert und dann der anderen Hälfte der Klasse erklärt und gemeinsam ausprobiert. Dann vermittelt die andere Hälfte der Klasse ihr Mannschaftsspiel mit der Scheibe.

Experimentieren! Die Schülerinnen und Schüler können auch versuchen, bestehende Ballspiele mit der Scheibe umzustellen: Brennball mit Frisbee, Völkerball mit Frisbee, Basketball, Handball, … oberste Maxime: ausprobieren lassen! Draußen auf der Wiese Pylonen als Begrenzungspunkte anbieten. Die Halle bietet mit den aufgezeichneten Markierungen sicherlich mehr Möglichkeiten.

„Wachturm“ (2 Teams, 2 Kasten, Matten etc., auf denen je ein „Wächter“ steht) – Die Mannschaften wählen je ein Turmwächterin oder einen Turmwächter, die oder der auf einem Mal steht, um das ein Bannkreis (Linien/Hütchen!) besteht, den niemand betreten darf. Jede der Mannschaften versucht die Scheibe durch das gegnerische Feld zu befördern (einander zupassen, mit der Scheibe laufen verboten!) und der eigenen Turmwächterin oder dem eigenen Turmwächter zuzupassen. Wird die Scheibe fallen gelassen, ist dies ein Turnover und die andere Mannschaft erhält das Scheibenrecht. Wird sie von Turnmwächterin oder Turmwächter gefangen, ist dies ein Punkt und die Scheibe wird weit der anderen Mannschaft zugespielt, damit nun sie einen Punktversuch machen kann.

„Hot Box“ (2 Teams, min. 4 gegen 4) – Zwei Teams spielen gegeneinander auf eine Endzone, ein mit Hütchen markiertes Feld (2x2m) mit viel Platz drumherum. Gepunktet wird, in dem ein Pass eines Mitspielers innerhalb der Endzone gefangen wird (erste Bodenberührung muss innerhalb des Feldes, nicht auf der Linie sein). Wiederum Spirit, Stopp und Sternschritt für Scheibenträger und Körperlosigkeit beachten. Nach einem Punkt passt die erfolgreiche Mannschaft die Scheibe der andern nach ausserhalb der Box zu. Fällt die Scheibe zu Boden oder wird abgefangen, ist dies ein „Turnover“. Offense wird Defense und umgekehrt. Der erste Pass nach Turnover muß immer von der Zone weg gespielt werden! Weitere mögliche Zusatzregeln: 3-Sekunden-Regel in der Box (Keine Abstauber sollen dort rumlungern – also wie beim Basketball unterm Korb). Und ggf. kann der scheibenführende Spieler von dem jeweiligen Marker (langsam im Sekundentakt) angezählt werden (ist die Scheibe dann bei 10 nicht weg ist dies ebenfalls ein Turnover).

Benötigt wird eine Spielfläche (Halle, Rasen, Schulhof, Grandplatz, Strand o.ä.), eine Spielscheibe pro 2 Teams und Markierungen der Endzonen (Hütchen, Pylone, Schuhe, Jacken o.ä.). Die Spielfeldgröße, Mannschaftsgöße sowie einzelne Regeln können und sollen natürlich variiert und den Bedürfnissen angepasst werden.

Zielwurfspiele (in der Halle im Stationsaufbau) – Nach Perfektionierung und Einüben aller Würfe der Test: Jede Schülerin und jeder Schüler durchläuft verschiedene Stationen, an denen sie oder er jeweils 5 Würfe hat. Den Erfolg kann sie und er auf ihrem/seinem Scorezettel vermerken (vorher vorbereiten!). Schülerinnen und Schüler können die Stationen, Entfernungen und Schwierigkeitsgrade mitentwickeln und mitbestimmen. Mögliche Stationen:

  • Overhead/Überkopfwurf, der auf einer Matte liegenbleiben muss, ca. 20 m
  • Vorhand/Rückhand durch ein Querliegendes Kastenteil, liegend auf einem Kasten
  • Powerwurf: Abschießen von Pylonen von einem Kasten
  • „Knife“ – Durch ein senkrecht aufgestelltes Kastenteil hindurch werfen.
  • „Bananenwurf“ – z.B. in ein Tor aus spitzem Winkel in einem Bogenwurf
  • „Roller“ – Zwischen zwei Hütchen in je 5, 10, 15m Entfernung die Scheibe durchrollen lassen
  • „3er“ – Distanzwürfe in den Basketballkorb (oder von sehr weit weg aufs Tor)
  • „Spladder“ – Hulahup-Reifen aufhängen und vorher mit Zeitungspapier zukleben. Geht auch, in dem man Kastenteile mit Zeitung beklebt, die dann durchworfen werden müssen. Hoher Aufforderungscharakter.

Bei allen weiterführenden Fragen dient der Jugend-Vorstand Dominik Dannehl als erster Ansprechpartner unter jugend@frisbeesportverband.de.