Regel-FAQ

Regelfragen können jederzeit per Mail an das Regelkomitee gestellt werden.

Regel 3 – Ausrüstung

Sind Stollenschuhe mit Metallstollen erlaubt?
Nach Regel 3.4 darf kein Spieler “Kleidungsgegenstände oder Ausrüstung tragen, die nachvollziehbar dem Träger oder anderen Spielern schaden oder der die Spielfähigkeit eines Gegenspielers behindern könnten.” In Abschnitt 3.1 der Annotations wird dies konkretisiert und Metallstollen explizit als verletzungsgefähredend aufgezählt. Somit dürfen keine Metallstollen getragen werden.

Beleg: 3.4, Annotations 3.1

Regel 7 – Der Anwurf

Nach dem Pull steht ein Angreifer im Feld neben der Seitenauslinie und möchte die Scheibe fangen. Er berührt die Scheibe, kann diese jedoch nicht direkt unter Kontrolle bringen. Er macht ein paar Schritte, berührt mit einem Fuß das Aus und bringt erst dann die Scheibe fest unter Kontrolle. Ist das ein Turnover?
Nach Regel 7.8 gilt: “Falls ein Angreifer den Anwurf fängt, muss er ein Pivot an der Stelle des Spielfeldes setzen, die dem Ort am nächsten liegt, an der die Scheibe gefangen wurde, auch wenn diese Stelle in der verteidigten Endzone liegt.” Somit kann kein Turnover vorliegen.

Beleg: 7.8

Nach einem Punkt bis zum folgenden Pull nimmt Defense-Spieler A die Scheibe vom Boden in der zu verteidigenden Endzone auf, weil er am nächsten zur Scheibe steht. Er trägt sie dann zu Spieler B und übergibt sie ihm für den Pull. Oder sollte derjenige der pulled die Scheibe auch selbst holen und aufnehmen?
Da die anwerfende Person bzw. jede andere Person, welche die Scheibe nach dem Punkt aufhebt, nicht der Offense angehört, kann Regel 8.3 (“Der Werfer darf den Scheibenbesitz einer toten Scheibe nicht auf einen anderen Spieler übertragen.”) nicht greifen. Ein Werfer ist zwingender Teil der Offense.

Regel 7.2 besagt: “Der Anwurf darf erst ausgeführt werden, nachdem beide Mannschaften ihre Bereitschaft signalisiert haben, indem der Anwerfende und ein Spieler der Offense eine Hand über ihren Kopf heben.”
Nach dem Anwurfsignal noch die anwerfende Person zu wechseln, sehen wir daher als nicht regelkonform an.

Beleg: 7.2, 8.3

Regel 8 – Der Status der Scheibe

Die Scheibe landet im Aus. Der neue Werfer nimmt die Scheibe auf und läuft in Schrittgeschwindigkeit zum Ort wo die Scheibe ins Spiel gebracht werden muss. Darf er seine Geschwindigkeit ändern?
 “Ein Angreifer muss sich mindestens in Schrittgeschwindigkeit oder schneller bewegen, um direkt die Scheibe zu holen und einen Pivot zu etablieren.” (Regel 8.5.1). Dementsprechend darf die Geschwindigkeit auch zwischendurch erhöht werden, da Spielunterbrechungen vermieden werden sollen.

Beleg: 8.5.1

Regel 9 – Anzählen

Muss zwischen “Stalling” und “1” eine Pause sein?
Zwischen “Zähle” bzw. “Stalling” und der Zahl des Anzählstandes muss kein Abstand sein.

Beleg: Annotation 9.3

Es kommt zu einem Turnover in der angegriffenen Endzone durch Abfangen eines Passes bei dem die verteidigende Person hinfällt. Wann und wie darf die Verteidung mit dem Anzählen beginnen?
Nach Regel 13.11 kann sich bei einem Turnover in der verteidigten Endzone der (jetzt) angreifenden Mannschaft, der neue Werfer aussuchen wo der Pivot gesetzt wird. Möglich sind dabei das Setzen des Pivots in der Endzone durch Stehenbleiben oder Antäuschen eines Wurfes (Regel 13.11.1) oder das Setzen des Pivot auf der Punktlinie (Regel 13.11.2). Letztere Option kann durch Heben eines Armes angezeigt werden, bevor die Scheibe aufgenommen wird (ähnlich Brick). Regel 13.11.3 besagt zusätzlich noch, dass “sofortiges Bewegen, das Fehlen dessen oder das Anheben eines Armes bestimmt, wo der Pivot gesetzt wird, und diese Entscheidung ist irreversibel.” Bedeutet also, dass nach dem Hinfallen in Folge einer Interception möglichst schnell aufgestanden werden muss, um den Pivot an der Punktlinie setzen zu können.

Während des Tragens der Scheibe zum korrekten Pivotpunkt ist die Scheibe nicht “live” (8.1.2) Das Anzählen darf dementsprechend erst beginnen, wenn die scheibenführende Person am Pivotpunkt ist und dadurch die Scheibe live wird (Regel 9.3.1). Sollte die (neue) Verteidigung also tatsächlich vorher anfangen anzuzählen, dann handelt sich sich um Fast Count, da das Anzählen begonnen wurde, als die Scheibe noch nicht live war (Regel 18.1.1.1.1). Dementsprechend muss das Anzählen an der Punktlinie bei “Stalling 1” beginnen. Es ist also genau anders herum: Die scheibenführende Person entscheidet mit ihrem Verhalten, wo der Pivot gesetzt werden muss, nicht die Verteidigung durch das Anzählen.

Allerdings muss nach Regel 8.5 die angreifende Mannschaft nach einem Turnover das Spiel so schnell wie möglich fortsetzen. Sollte die betroffene Person sich mit dem Aufstehen Zeit lassen, dann könnte die gegnerische Mannschaft “Delay of Game” oder “Spielverzögerung” callen (8.5.3). Falls danach noch immer nicht aufgestanden wird, darf das Anzählen begonnen werden (8.5.4), auch am Ort in der Endzone.

Beleg: 8.1.2, 8.5.3, 8.5.4, 9.3.1, 13.11, 18.1.1.1.1

Regel 10 – Der Check

Vor dem Fangen eines Pass wird der Fänger und macht einen Foul-Call. Verteidiger contested und die Scheibe geht zurück zum Werfer. Wo müssen sich jetzt alle Spieler hinstellen?
Falls die Scheibe zum Werfer zurückgeht, müssen alle Spieler zu der Position zurückkehren, an der sie zu dem Zeitpunkt waren, als der Werfer die Scheibe losgelassen hat oder als der Call gemacht wurde, je nachdem, welches Ereignis früher stattfand.

Beleg: 10.2.2.1

Muss nach einem Pull am Brick-Punkt eingecheckt werden?
Nein, denn “immer wenn das Spiel während eines Punktes für ein Time-Out, ein Foul, eine Violation, einen bestrittenen Turnover, einen in 13.2 aufgeführten Turnover, einen bestrittenen Punktgewinn, eine technische Unterbrechung, eine Verletzungsunterbrechung oder eine Diskussion unterbrochen wird, muss das Spiel so schnell wie möglich mit einem Check fortgesetzt werden.” Dies beinhaltet nicht die Brickoption. Für andere Situationen ist ein Check nicht nötig, weshalb nach einem Pull am Brick-Punkt nicht eingecheckt werden.

Beleg: 10.1

Ein Spieler fängt die Scheibe im Spielfeld, läuft durch sein Momentum aber ins Aus. Muss nun ein Groundcheck erfolgen?
Ein Check ist nur nötig, “wenn das Spiel während eines Punktes für ein Time-Out, ein Foul, eine Violation, einen bestrittenen Turnover, einen in 13.2 aufgeführten Turnover, einen bestrittenen Punktgewinn, eine technische Unterbrechung, eine Verletzungsunterbrechung oder eine Diskussion unterbrochen wird” (Regel 10.1). Da das Laufen ins Aus keinen der aufgeführten Punkte erfüllt, muss kein Check erfolgen. Generell ist ein Groundcheck nur nötig, wenn bei einem angedachten Check “die Scheibe nicht in Reichweite eines Verteidigers ist” (Regel 10.5.1.2).

Belege: 10.1, 10.5.1.2

Regel 11 – Aus

Wo muss man das Standbein nach einem Turnover setzen (nachdem die Scheibe z.B. ins Aus geflogen ist)? Auf der Linie oder im Feld?
Nach Regel 11.7 und 13.8 muss der Pivot an der Stelle gesetzt werden, die dem Punkt am nächsten ist, an dem die Scheibe ins Aus gegangen ist. Da die Begrenzungslinien nicht zum Spielfeld gehören, darf der Pivot theoretisch nicht auf der Linie gesetzt werden (Regel 2.3). Allerdings erlaubt Annotation 13.8, dass ein Pivot auf der Linie zu akzeptieren ist, da der “Fehler” für eine Travel-Infraction zu gering ist.

Belege: 2.3, 11.7, 13.8, Annotation 13.8

Wo wird weitergespielt wenn eine fliegende Scheibe von einem Verteidiger im Aus berührt wurde?
Da Verteidiger immer als innerhalb gelten (Regel 11.2), gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Berührt der Verteidiger die Scheibe nur im Aus, fängt sie aber nicht, so kann sie immer noch innerhalb gefangen werden. Bleibt die Scheibe nach der Berührung allerdings außerhalb des Feldes oder wird vom Verteidiger gefangen, so wird sie vom nächstgelegenen Punkt in der Zentralzone gespielt (Regel 13.8, Annotation 11.3).

Belege: 11.2, 13.8, Annotation 11.3

Regel 12 – Fänger und Positionierung

Ab wann gilt ''der Luftraum über mir gehört mir''? Wann ist es ein Foul?
Spieler dürfen ihre Arme oder Beine nicht benutzen, um die Bewegung gegnerischer Spieler zu behindern (Regel 12.10). Es ist somit nicht erlaubt, sein Arme über eine andere Person zu halten, damit diese nicht springen kann. Allerdings darf man über eine andere Person greifen um eine Scheibe über dieser zu fangen. Theoretisch kann man auch über Gegenspieler springen, wenn diese definitiv nicht hochspringen und der zu erwartende Landepunkt nicht mit deren Bewegung kollidiert (Definition Berührung verursachen).

Belege: 12.10, Definition Berührung verursachen

Regel 13 – Turnover

Wie wird nach einem akzeptierten Stall-Out-Call verfahren?
Der Marker, der das Stall-Out callt, erhält Scheibenbesitz und hat dann zwei Möglichkeiten. Er kann entweder die Scheibe auf den Boden legen und “Disc In” rufen oder den Scheibenbesitz behalten und mit dem alten Werfer einen Check durchführen um das Spiel fortzusetzen.

Beleg: Annotation 13.4

Mannschaft A ist im Angriff und ein Pass wird von einem Verteidiger aus Mannschaft B unterbrochen, indem die Scheibe auf den Boden geschlagen wird. Wer ist nun im Scheibenbesitz?
Mannschaft B, denn ein Turnover erfolgt, wenn “ein Pass von einem Verteidiger (ab-)gefangen wird” (Regel 13.1.2). Das Angriffsrecht wechselt dann.

Beleg: 13.1.2

Regel 15 – Callen von Fouls, Infractions und Violations

Nachdem die Scheibe ins Aus gegangen ist, wird sie von Team A an der falschen Stelle ins Spiel gebracht. Ein Mitspieler aus Team A called eine Violation, aber so, dass es nicht alle hören und verwendet auch keine Handzeichen. Auch die Werferin hat den Call nicht gehört und verwirft anschließend die Scheibe. Darauf hin meldet sich ihr Mitspieler noch einmal, dass er eine Violation gecalled hat und somit das Spiel unterbrochen und kein Turnover möglich war. Ist das richtig?
Nach 15.2: “Ein Regelverstoß bezüglich Marken und Travels ist eine Infraction. Infractions unterbrechen das Spiel nicht.” Somit kann das Spiel in diesem Fall nicht angehalten werden. In 15.5 heißt es weiter: “Jeder gegnerische Spieler darf eine Travel-Infraction callen.” Dies bedeutet auch, dass Mitspieler diese nicht callen dürfen. Nach 15.4 der Annotations dürfen Mitspieler allerdings ihr Team bzw. den Gegner auf Regelverstöße, die sie selbst nicht callen dürfen, hinweisen. Das Spiel wird dabei nicht angehalten und es liegt nun im Ermessen des “geschädigten” Teams, den Verstoß zu callen oder nicht.

Wenn ein Spieler fälschlicherweise, da er z.B. die Regel nicht richtig kennt, das Spiel unterbricht, greift Regel 15.9. Falls die gegnerische Mannschaft in Scheibenbesitz bleibt oder gelangt ist, bleiben die Ergebnisse aller anschließenden Spielzüge bestehen. Der Turnover würde also bestehen bleiben.

Weiterhin ist es immer wichtig, dass Calls deutlich kommuniziert werden. Die Handzeichen sind dabei eine gute Hilfestellung.

Belege: 15.2, 15.4, 15.5, 15.9

Regel 16 – Spielfortsetzung nach einem Foul- oder Violationcall

Es kommt ja relativ häufig vor, dass auf dem Feld ein Call gemacht wird, der aber nicht von allen gehört wurde. Das Spiel läuft weiter und es kommt zu einem Turn oder Punkt. Was passiert?
Generell wird ein Spiel sofort unterbrochen und kein Turnover ist möglich, wenn ein Foul oder eine Violation angezeigt wird (Regel 16.1). Allerdings wird dies von Regel 16.3 überstimmt: Falls das Spiel nicht komplett angehalten wurde und die beteiligten Spieler beider Mannschaften sich einig sind, dass das Foul, die Violation oder der Call das Ergebnis nicht beeinflusst haben, so bleibt das Ergebnis des Spielzuges bestehen: Punkt oder Turnover sind möglich.

Belege: 16.1, 16.3

Viele denken, der Gefoulte müsse während des Flugs der Scheibe nach dem Foul-Call “Play-on” rufen, wenn er denkt, dass seine Mannschaft in Scheibenbesitz bleibt/kommt, und wenn es dann doch nicht klappt, hat man eben Pech gehabt. Konkreter Fall: Ich war mir einmal nicht sicher, ob “mein” Receiver die Scheibe noch im Feld gefangen hatte und wollte das erst geklärt haben, bevor ich play on rufe.
Nach Regel 16.2 muss erst der Scheibenbesitz geklärt werden, wenn der Call gegen den Werfer während des Passes, während der Wurfbewegung oder wenn die Scheibe in der Luft ist, geschieht. “Falls die Mannschaft, die das Foul oder die Violation angezeigt hat, aufgrund des Wurfs in Scheibenbesitz bleibt bzw. gelangt, wird das Spiel ohne Unterbrechung fortgesetzt. Spieler, die das erkennen, können „Play On“ rufen, um anzuzeigen, dass diese Regel angewendet wurde.” (Regel 16.2.4.1). Falls die callende Mannschaft nicht in Scheibenbesitz bleibt, wird das Spiel unterbrochen (Regel 16.2.4.2) und, falls der Call den Scheibenbesitz beeinflusst hat, kehrt die Scheibe für einen Check zum Werfer zurück (Regel 16.2.4.2.1).

Belege: 16.2, 16.2.4.1, 16.2.4.2, 16.2.4.2.1

Regel 17 – Fouls

Ein Spieler callt Strip als er an der Scheibe war, sie aber noch nicht fest in der Hand hatte. Ist das richtig?
Nein, es kommt zu einem Strip-Foul, wenn ein Foul eines Verteidigers den Fänger oder Werfer dazu bringt, die Scheibe fallen zu lassen, nachdem er in Scheibenbesitz gekommen war.” (Regel 17.5.1). Die Definition für Scheibenbesitz lautet: “Anhaltender Kontakt und Kontrolle einer sich nicht drehenden Scheibe.”. Demnach darf in diesem Fall kein Strip-Foul gecallt werden.

Belege: 17.5.1, Definitionen Scheibenbesitz

Eigentlich darf der Marker den Werfer nicht in seinen Bewegungen einschränken bzw. behindern. Dennoch wird oft ein Werfer-Foul vom Marker gecallt, weil der Marker in der Wurfbewegung berührt wurde. Was ist richtig?
Ein Werfer verursacht ein Foul, falls er eine Berührung mit einem Verteidiger verursacht, der in regelgerechter Position ist, also keine Marking-Infraction begeht. Weiterhin heißt es, dass eine beiläufige Berührung, die während des Durchschwingens des Werfers zustande kommt, kein ausreichender Grund für ein Foul ist, aber vermieden werden sollte.

Belege: 17.7

Ein Fänger ist unterwegs zur Scheibe. Ein Verteidiger springt quer dazwischen und spielt zuerst “sauber” die Scheibe, kann aber nicht verhindern danach mit dem Fänger zu kollidieren. Ist das ein Foul?

 “Ja, es kommt zu einem Fänger-Foul der Verteidigung, falls ein Verteidiger eine Berührung mit einem Angreifer verursacht, bevor, während oder unmittelbar nachdem einer der beiden Spieler einen Versuch, die Scheibe zu spielen, unternimmt.” (Regel 17.2.1). Der Verteidiger muss somit sicherstellen, dass er auch nach dem Spielen der Scheibe keinen Kontakt verursacht.

Belege: 17.2.1

Regel 18 – Infractions und Violations

Ein Pass ist knapp zu hoch, weshalb der Fänger die Scheibe zunächst nur von unten antippt, ohne dabei einen richtigen Fangversuch zu machen. Nachdem er auf diesem Weg die Geschwindigkeit und Höhe des Passes reduziert hat, fängt er die Scheibe im Anschluss an diesen ersten Kontakt. Ist das legal?
Ja, nach Regel 18.2.5.6 kommt es zu einer Travel-Infraction, wenn “ein Spieler das Fangen der Scheibe absichtlich verzögert, indem er sie sich selbst zuspielt (Tippen, Delays usw.) um sich in irgendeine Richtung fortzubewegen.”

Das beschriebene Antippen erfolgt nicht um die Scheibe an einem anderen Ort fangen zu können, sondern um das Fangen zu erleichtern und ist daher erlaubt (Annotation 18.12). Selbst wenn ein Punkt auf diese Art und Weise fallen würde, wäre er legal. Falls das Antippen allerdings den Zweck hat den Ort des Fangens zu verändern, dann liegt eine Travel-Infraction vor (siehe 18.2.5.6).

Belege: 18.2.5.6, Annotation 18.12

Wann geht nach einem Pick-Call der Angreifer zurück zum Verteidiger und wann der Verteidiger zum Angreifer?
Generell darf nach einem Pick-Call der Verteidiger den alten Abstand zum Angreifer herstellen (Regel 18.3.2). Falls der Call allerdings während oder nach dem Wurf erfolgt, geht der Angreifer zurück zur Position während des Wurfes (Annotation 18.13).

Belege: 18.2.5.6, Annotation 18.13

Wie wird der Stall-Count angepasst wenn er nach einer Unterbrechung (z.B. durch Call) falsch wieder angefangen wurde?
Wird der Anzählstand nach einer Unterbrechung falsch fortgesetzt, so kann “Fast Count” gecallt werden und der Anzählstand muss dementsprechend korrigiert werden

Belege: 18.1.1.1.5

Appendix

Was passiert wenn ein Team zum Spielbeginn nicht vollständig ist?
Bei DFV-Turnieren genügt es, wenn eine Mannschaft das Spiel mit fünf Personen beginnt. Bei Mixed-Spielen müssen davon jeweils zwei Frauen und zwei Männer sein. Falls eine Mannschaft dieses Limit unterschreitet, verliert sie alle zwei Minuten ein Timeout. Falls kein Timeout mehr vorhanden ist, so erhält die andere Mannschaft einen Punkt (DFV-Appendix B1). Bei WFDF-Spielen müssen sieben Personen spielfähig sein, bei Mixed vier pro Geschlecht und das Zeitlimit beträgt 75 Sekunden (WFDF-Appendix B1).

Belege: DFV-Appendix B1, WFDF-Appendix B1

Gibt es eine Liste der offiziell akzeptierten / unterstützten Discs / Hersteller für Ultimate?
Der WFDF führt eine Liste unter www.wfdf.org/sports/equipment. Bei DFV-Turnieren ist die “Eurodisc 4.0 organic”, die offizielle Spielscheibe. Allerdings können sich die Kapitäne auf eine alternative Scheibe einigen (DFV-Appendix A2).

Belege: DFV-Appendix A2

Indoor

Wie ist die aktuelle Regelung über die Anzahl der SpielerInnen für die Indoorsaison? Gibt es eine Genderzone, die in der Halbzeit wechselt?
Für Mixed Indoor gelten prinzipiell die gleichen Regeln wie für Mixed Outdoor: Zone ausflippen, die entscheidet. Nach der Halbzeit wechselt die Zone.
Die Geschlechteraufteilung ist wie gehabt 2/3.

Belege:

Was passiert, wenn man aufgrund einer Berührung mit der Wand, die Scheibe fallen lässt?
Regel 12.2 besagt, dass “falls der Spieler durch eine anschließende Berührung mit dem Boden oder einem Mitspieler oder einem regelgerecht positionierten Gegenspieler die Kontrolle über die Scheibe verliert, gilt das Fangen als nicht stattgefunden.” Zu dieser Regel gibt es in den Modifikationen des DFV für Indoor-Ultimate keine weiteren Ausführungen, weshalb sie auch für Indoor gilt. Dementsprechend kann es auch nach Bodenkontakt beim Diven zu einem Turnover kommen.

Wände werden in den Regeln nicht explizit aufgeführt, wodurch für sie dasselbe gilt. Falls es beim Kontakt mit einer Wand zum Scheibenverlust kommt, gibt es einen Turnover.

In den Indoor-Regeln des EUF gilt dies übrigens auch.

Belege: 12.2

Nach den Indoor-Regeln sind nicht alle Anwürfe erlaubt. Wie ist vorzugehen, falls doch ein solcher Anwurf durchgeführt wird?
Generell ist jeder Regelverstoß, der nicht ein Foul oder eine Infraction ist, eine Violation. Eine bewusste Verletzung der Regel wäre zusätzlich Meinung noch schlechter Spirit. Von daher ist folgende Vorgehensweise empfehlenswert:

1. Nicht vom Wurf treffen lassen. Es klingt natürlich offensichtlich, sollte aber oberste Priorität haben.
2a Falls möglich Brick callen. Eine Violation zu callen, während ein Brick möglich ist, könnte zu Unverständnis und Unruhe führen. Nach Regelwerk sollen Calls nur gemacht werden, wenn der “Verstoß so signifikant ist, dass er das Ergebnis einer Spielaktion beeinflusst.”
2b Falls kein Brick möglich: Violation callen und Anwurf wiederholen lassen.
3. Das Team nach dem Punkt auf die Regelverletzung hinweisen.

Die Violation sollte daher nur dann gecallt werden, wenn ein signifikanter Nachteil für die Offense ensteht.

Belege: