Sport für alle

„Sport has the power to change the world. It has the power to inspire. It has the power to unite people in a way that little else does. It speaks to youth in a language they understand. Sport can create hope where once there was only despair.“

Nelson Mandela, 1995

Bewegungsarmut ist eine schleichende Pandemie, noch bevor die Covid-Pandemie diesen Trend weiter beschleunigt hat. Bewegungsarmut führt in vielen Fällen zu Übergewicht, nicht-übertragbaren Krankheiten (wie Herzkrankheiten, Diabetes und anderem) und kann zudem zu sozialer Ausgrenzung und Vereinsamung führen. Das hat Millionenkosten gesundheitlicher Maßnahmen zur Folge, wobei das Heilen bzw. Eindämmen von Krankheiten weit mehr Ressourcen beansprucht als die Prävention.

Daher hat der DFV im Jahr 2022 die Mitgliedschaft im Weltverband für Sport für Alle, TAFISA (The Association For International Sport for ALL) erlangt, um bei der „Bewegung zu mehr Bewegung“ (the Sport for all movement) aktiv mitzuwirken und seiner gesellschaftlichen Verantwortung als nationaler Sportdachverband nachzukommen.

Unterschied Breitensport vs. Sport für Alle

Während der Breitensport von vielen Verbänden nach wie vor als die Basis einer Pyramide gedacht wird, sieht de Sport für alle-Bewegung den Spot in der Gesellschaft als einen großen Kreis an. „Basis einer Pyramide“ bedeutet, dass ein Verband sagt: „Natürlich wollen wir möglichst viele Teilnehmende von klein auf, mit dem Ziel, dass möglichst viele Menschen in der Spitze ankommen.“ Hinter dieser Denkweise steht der Umstand, dass Sportverbände am besten bezahlt werden, wenn sie bei internationalen Wettkämpfen Goldmedaillen erringen.

Die Betrachtung des Sports in einem Kreis soll auch all jene gesellschaftlichen Gruppen einschließen, die bisher keinen oder nur einen sehr schweren Zugang zum Sport zu finden. Daher ist es aus Sicht des DFV seine gesellschaftliche Verantwortung, auch mehr für die benachteiligten Zielgruppen in der Gesellschaft zu tun. Nach dieser Sichtweise ist die Pyramide des Spitzensports nur ein kleiner Bereich innerhalb des gesamten Kreises des Sporttreibens in Deutschland. Der DFV plädiert zudem für eine gesunde Lebensführung, in Verbindung mit einem möglichst lebenslangen Sporttreiben.

Das heißt, der DFV schreibt sich auf die Fahnen künftig mehr gezielte Angebote für benachteiligte Bezugsgruppen zu schaffen. Dies umfasst viele verschiedene Zielgruppen wie Kinder und Jugendliche, Frauen, die LGBTQ+ Gemeinschaft, Menschen mit und ohne Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund, Geflüchtete, und viele mehr. Der DFV ist stolz darauf, bei dem Erasmus+-geförderten INTERACT-Projekt der TAFISA mitwirken zu dürfen.