Frisbeesport Nachrichtensplitter drei, März 2026

Frisbeesport ab sofort in offizieller DOSB-Sportartenliste eingelistet

Mit den jüngsten Änderungen in der offiziellen Sportartenliste des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) vom 9. März 2026 ist nun auch der Frisbeesport in das offizielle Sportarten-Programm aufgenommen worden. Der Eintrag findet sich in der neuesten Version des Dokuments „Bundesweit einheitliche Regelungen zur Zuordnung von Sportarten zu Fachverbänden“. Auf Seite 5 unter dem Buchstaben „F“ wird dort Frisbeesport mit den vier Sportarten der beim DFV bestehenden Sportabteilungen Ultimate Frisbee, Discgolf, Freestyle Frisbee und Double Disc Court aufgeführt. Dies erlaubt in Zukunft jederzeit die Zuordnung von Sportler*innen, geplanten Aktivitäten oder Förderanträgen zum Bereich Frisbeesport.

Frisbee Festival München ist zertifiziertes Sport für Alle-Event

Das Frisbee Festival München mit der FPA-WFDF Freestyle-WM von Ende Juli bis Anfang August 2026 ist vom Weltverband für Sport für Alle (TAFISA) als lizensiertes Sport für Alle-Event anerkannt worden. Das hat Dillon Richardson, WFDF-Direktor für Mitgliederservices, mitgeteilt. Er beglückwünscht das lokale Organisationskomitee (LOC) für das von der gesamten Gemeinschaft getragene Engagement zur Förderung einer Kultur der Inklusion. Das bedeutet, dass die Veranstaltung als wichtiger Beitrag zur Förderung von körperlicher Aktivität angesehen wird. Neben der Freestyle-WM finden die DDC-DM, ein Discgolf-Turnier, Rollstuhl-Ultimate- und Ultimate-Spiele sowie Workshops für die ganze Familie statt. Die Auszeichnung belegt, dass gerade ein Spitzensportevent hervorragend mit Breitensport und mit der Ansprache verschiedener Zielgruppen verbunden werden kann. Die TAFISA-Lizenzierung ist Events mit einem starken Fokus auf Sport für Alle vorbehalten, da diese zur weltweiten Förderung von körperlicher Aktivität gerade von gesellschaflich benachteiligten Zielgruppen, im Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen und den Themen der TAFISA-Mission 2030, beitragen.

Deutsche Top-Ergebnisse beim Prager Freestyle-Turnier Frisbeer

Mitte März 2026 hat in Prag die 18. Ausgabe des Freestyle Frisbee-Turnieres „Frisbeer“ stattgefunden. Zahlreiche Top-Teilnehmer*innen aus aller Welt nutzten das Turnier in Vorbereitung auf die diesjährige Weltmeisterschaft vom 29. Juli bis 2. August 2026 im Rahmen des Frisbee Festivals München an der Sportschule Oberhaching. In der Spielklasse Open Pairs gewann das Berliner Duo Stefan Dünkel und Mehrdad Hosseinian vor den Italienern Andrea Piemontese und Marco Prati sowie vor Tom Leitner (USA) und Anka Radwanska (Polen, siehe Bild oben links). Bei den Frauen-Paaren gewann das polnische Duo Majka Kuczynska und Asia Szukalska vor Char Powell (USA) und Benedicte Audet (Kanada) sowie der deutschen Paarung Bianca Koštelová und Jessie S. Bei den Mixed-Paaren setzen sich Char Powell und Anka Radwanska durch vor Benedicte Audet und Fabian Dinklage (Berlin) sowie vor Ilka Simon (Berlin) und Edoardo Turri (Italien). In der offenen COOP-Division gewann das Karlsruher Trio Christian Lamred, Florian Hess und Simon Wassermann vor dem deutsch-polnischen Terzett Anka Radwanska, Daniel Weinbuch (München) und Oliver Peters (Berlin) sowie vor Thomas Nötzel (Berlin), Tom Leitner und Marco Prati (siehe Bild oben rechts).

Gute Berichterstattung in Leipziger Volkszeitung von Jugend Ultimate-DM

Anlässlich der Jugend indoor Ultimate-DM in Leipzig hat Christian Dittmar am 24. März 2026 einen sehr informativen, bebilderten Hintergrundbericht in der Leipziger Volkszeitung veröffentlicht (online hinter einer Paywall). Die Eindrücke von der Jugend-DM aus der großen Sporthalle der Sportschule Abtnaundorf verbinden sich mit den Aussagen verschiedener Akteur*innen. Im Einzelnen kommen die Co-Organisatoren Chris Dehnhardt und Michael Petersen (Vater des Hauptorganisator John Petersen), als auch die 18-jährige U20-Spielerin Marta Godehardt zu Wort. Der Beitrag beleuchtet die Zugehörigkeit der „Pizza Volante“-Teams zum Verein Roter Stern Leipzig, die Größe des Events mit 36 Teams und rund 450 Aktiven in drei Altersklassen sowie die Selbstregulierung des Sports. „Weil Schiedsrichter fehlen, bekommt man als Spielerin deutlich mehr Verantwortung“, wird Marta Godehardt zitiert. Abschließend werden die Platzierungen der Leipziger Teams genannt, inklusive dem Gewinn der Spirit-Wertung der U20. Ein separater Nachbericht folgt, vergleiche alle Ergebnisse hier (linke Spalte, unter Indoor 2026 ganz unten).