Neues Freestyle-Format Anfang des Jahres
Erstes Flamingle Open Freestyle Frisbee Learnival am 3. und 4. Januar 2026 in Köln
Was stellen sich tummelnde Flamingos dar? Einen „Flamingle“! Sechs begeisterte Freestyler*innen aus Köln, Bonn und Berlin trafen sich am ersten Januar-Wochenende in der Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Köln, um ein erstes „Learnival“ auf die Beine zu stellen. Leider kollidierte der Termin mit dem traditionellen „Gran Jam“ Freestyle-Turnier auf Gran Canaria, zu dem viele deutsche Spieler*innen reisten.
Die Idee des Learnivals ist, dass Freestyle-Anfänger*innen von Fortgeschrittenen einfach nachvollziehbare Anweisungen erhalten. Dieser Anspruch wurde vor allem am Samstagnachmittag erfüllt, als mehrere Familien mit Kindern zum Spielen kamen und gut ein Dutzend Menschen mit großer Freude Frisbees warfen, fangen und auch balancierten. Zum schnellen Vermitteln einiger neuer Techniken eigneten sich insbesondere:
- X-Discs (kleinere Scheiben mit einer konzentrischen Einbuchtung in der Mitte, wodurch sie sich auf einem ausgestreckten Finger drehen können),
- Whiz-Rings (leichte Wurfringe, die vor allem zum „Brushen“ geeignet sind, das ist ein tangentiales Beschleunigen des vertikal rotierenden Rings)
- und ein „Delay Master“ (Maschine zum schnellen Andrehen von Scheiben, mit der der „Nail Delay“ geübt werden kann, das sich Drehen der Scheibe auf einem künstlichen Fingernagel)
Für die nächste Auflage bei höherer Beteiligung ist vorgesehen, dass jeweils ein*e Anfänger*in und ein*e Fortgeschrittene*r zusammen eine 90-Sekundenkür vorbereiten und am zweiten Eventtag präsentieren. Bei der Erstauflage haben sich die teilnehmenden Jammer*innen gegenseitig Tricks beigebracht, bzw. sich auch mit der effektiven Vermittlung von Tricks beschäftigt. Dazu dient das Zerlegen von Bewegungen in Einzelteile sowie die Korrektur von Winkelhaltungen der Gelenke.

Am Sonntag führten die Teilnehmenden noch mehrere verschiedene Standard-Lernelemente durch:
- das gegenseitige Zuwerfen der Scheibe zum Trickfang auf kurze Distanz
- das gegenseitige Zuwerfen von gleichzeitig zwei Scheiben auf längere Distanz
- sowie das „Weben“ („Weaving“) von Würfen durch mit den Armen geformte „Reifen“ („Hoops“) zum Trickcatch mit wechselnden Positionen dreier Personen.

- A -> wirft durch den „Hoop“ von B -> wonach C z.B. zwischen den Beinen fängt
- A und B wechseln die Positionen <- danach wirft C durch den „Hoop“ von A zu B
- Dann wechseln C und A die Positionen -> und B wirft durch den „Hoop“ von C zu A
Alternativ: Statt der Hoops werden die Würfe in der Mittelposition durch einen „Brush“ weitergeleitet. Ein „Brush“ ist eine meist seitlich Berührung der vorbeifliegenden Scheibe in Rotationsrichtung mit einem leichten Einfluss auf die Flugkurve.
Die sechs versammelten Lehrenden und zugleich Lernenden verbrachten einige Runden im freien Zusammenspiel, das beim Freestyle Frisbee „Jammen“ genannt wird, wobei idealerweise ein gemeinsamer „Flow“ entsteht, mit gemeinsamen Kombinationen und idealerweise jeweils einem Trickcatch am Ende.
Nach zwei intensiven Turniertagen verzichteten die Teilnehmenden des 1. Flamingle Open auf den Wettkampf und setzten den Schwerpunkt, wie im Freestyle üblich, mehr auf Kooperation als auf Competition. Mit Oliver Peters aus Berlin und den Hauptorganisator*innen Harald und Jessie Skomroch waren Spielerinnen mit Deutschen Meistertiteln dabei, daneben der frühere DFV Freestyle-Vorstand Wowa Wagner, Paik Thürnagel, Co-Organisator der Freestyle-DM 2025 in Bonn, sowie DFV-Geschäftsführer Jörg Benner. Ein besonderer Dank geht an den ausrichtenden Verein DJK Wiking Köln und das Sportamt der Stadt Köln, Bezirk Chorweiler.
