Stellungnahme

Gemeinsame Stellungnahme des geschäftsführenden Vorstands (Präsidium) und der Ultimate-Abteilung des Deutschen Frisbeesport-Verbands zur Behandlung des Vorwurfs unfairen Verhaltens des Düsseldorfer Teams Family Ultimate und zweier Mitspieler.

Im Nachgang zur Deutschen Meisterschaft Ultimate Frisbee im September 2017 wurde an das Spirit-Komitee der Ultimate Abteilung (nachfolgend UA genannt) des DFV herangetragen, dass es Unregelmäßigkeiten bei einzelnen Spielen des Openteams Family Ultimate (ART Düsseldorf) gegeben habe.

Der Vorwurf lautete, dass es die Spieler des Teams nicht geschafft hätten, sich nach den Regeln der Selbstregulierung im Ultimate gegenüber allen Spielern der gegnerischen Teams besonnen und sportlich fair zu verhalten.

Dies wurde im Besonderen durch eine schriftliche Eingabe des Teams Heidees (TV Eppelheim) bemängelt, die von verbalen, aggressiven Äußerungen einiger Spieler des Düsseldorfer Teams im Halbfinale berichtete. Im Anschluss an diese Eingabe hat die UA mit der Aufarbeitung des Themas begonnen. Die Mitglieder des Spirit-Komitees wurden dazu unterstützend einbezogen.

Zunächst wurden die beiden in dem Bericht benannten Spieler von Family Ultimate sowie weitere gegnerische Teams der DM um Stellungnahmen zu den genannten Vorwürfen gebeten. Die Stellungnahmen der einzelnen Teams erreichten die UA fristgerecht. Stellungnahmen der beschuldigten Spieler gingen auch nach erneuter Bitte bis zum Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments nicht ein.

Die Vorwürfe haben sich im Prozess der Aufarbeitung erhärtet und wurden durch die UA als gravierend eingestuft. Anhand der Berichte, der Spiritbögen und weiterer Rücksprachen beschloss der Vorstand der Ultimate-Abteilung,

  • das Team Family Ultimate bis Ende 2018 unter Beobachtung zu stellen, sowie
  • die betroffenen Spieler mit unterschiedlich umfangreichen Spielsperren zu belegen.

Eine Berufung durch Family Ultimate gegen das Urteil der UA ging fristgerecht beim geschäftsführenden Vorstand des DFV (Präsidium) ein.

Der Sachverhalt wurde damit an das DFV-Präsidium übergeben. Dieser beschäftigte sich ebenfalls intensiv mit diesem Thema. Es erfolgte ein persönliches Treffen zwischen Volker Schlechter (DFV Präsident) und den DFV-Vizepräsidenten Guido Klein und Jens Spiegelberg mit Vertretern des Teams Family Ultimate. Daraufhin und nach nochmaliger Prüfung der rechtlichen Gegebenheiten fällte das DFV-Präsidium folgende Entscheidung:

  • Umsetzung teaminterner Maßnahmen zur Vermeidung vergleichbarer Situationen
  • Spieler 1 wird für das erste Spielwochenende der Open-DM gesperrt.
  • Spieler 2 wird verwarnt

Die autorisierten Vertreter des Verbandes und des Düsseldorfer Teams haben nach telefonischer Rücksprache zugestimmt, dass diese Sanktionen rechtskräftig wurden.


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