Frisbeesport Nachrichtensplitter eins, April 2018

Warum Ultimate gesellschaftsförderlich ist

Bereits aus dem Vorjahr stammt ein Redebeitrag der kanadischen Rechtsanwältin und Ultimatespielerin Hadiya Roderique, die bei den Walrus Talks 2017 in Banff bei Calgary zum Thema „Wir wünschen uns ein besseres Land“ über Ultimate sprach. Darauf hat jüngst Valeska Schacht hingewiesen. Die Doktorandin, die zu Führungsarbeit und Karriere forscht, ist auch ehemalige Nationalspielerin und mehrfache Vizeweltmeisterin. Sie setzt damit an, dass die Art und Weise des Umgangs miteinander ein Schlüssel für eine bessere Gesellschaft ist und führt Ultimte als Beispiel für Gesprächsführung und persönliche Verantwortung an. Das siebenminütige Video gibt eine Einführung in den Sport und den Spirit of the Game, der es ermöglicht auf höchstem Wettbewerbslevel mit vollem Einsatz zu spielen, ohne aber die Integrität, Fairplay und den Respekt für Gegenspielende aufzugeben: „Wenn wir Besseres erwarten, können wir auch besser sein.“ Sie führt vier Lektionen an, bei denen sie sich ausdrücklich auf zehn Dinge bezieht, die wir laut USA Ultimate über den SotG wissen sollten.

Gute Argumente für die Verbreitung des Discgolf-Sports

Während einer Weiterbildung zum Thema „Reden halten vor einer größeren Gruppe“ hat Julia Trapp aus Wuppertal sehr erfolgreich eine spontane Meinungsrede zum Thema Discgolf gehalten. Das hat sie über Facebook mitgeteilt. Dabei begann sie mit der Entstehungsgeschichte des Sports in den 1970-er Jahren in den USA und der allmählichen Verbreitung wenig später auch in Deutschland. Daraufhin beschrieb sie den heutigen Status Quo mit einer wachsenden Anzahl an Parcours und auch Spielerinnen und Spielern. Anschließend ging sie auf die Gründe ein, warum Discgolf eine sehr sinnvolle Sportart und Freizeitbeschäftigung ist (siehe nebenstehend). Um die Gemeinschaft zu erweitern, rief sie abschließend dazu auf, sich selbst zur Errichtung eines Parcours vor Ort zu engagieren. Ihre Überzeugungskraft sprang offenbar auf die Seminargruppe über, die sich von dem Vortrag sehr begeistert zeigte.

Frisbee-Workshops von China bis Kolumbien

Der Däne Jan Möller Sörensen hat ein Video online gestellt, dass ihn bei Frisbeeworkshops in verschiedenen Ländern zeigt (weitere außer China und Kolumbien sind nicht benannt). Das dreieinhalb-minütige Video bietet eine Fülle an Ideen für die spielerische Scheibengewöhnung beim Erstkontakt. Jan Möller Sörensen ist im Leistungssport vor allem im Freestyle Frisbee aktiv, wobei seine Spezialität das so genannte „Twirlen“ ist, das Drehen der Scheiben um einen Finger. Damit senkt er die Einstiegshürde für kreatives Freestylen gegenüber dem vergleichsweise viel schwerer zu erlernenden Nail Delay (das Balancieren der rotierenden Scheibe auf einem meist künstlichen Fingernagel).

Italienische Fernsehshow mit Freestylern

Bei der italienischen TV-Show „I soliti ignoti il ritorno“ („Die Rückkehr der üblichen Unbekannten“) waren Anfang April auf Rai1 die beiden italienischen Freestyler Manuel Cesari und Andrea Piemontese aufgetreten. Ohne zu verstehen, um was es in der Show genau geht, steht jedenfalls ein kurzer, sehr gut getimter Auftritt der beiden Athleten im Mittelpunkt. Anschließend ist der gut gelaunte Moderator Amadeus so begeistert, dass er sich spontan die Jacke auszieht und mit den beiden Cracks durchs Fernsehstudio Frisbee spielt.


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