Vom Home of Hope zum Heart for Lebanon

Mitte November sind die beiden Hamburger Frisbeesportler Robert Roth (links im Bild) und Ed Glindemann vom 1. FC Fischbees Hamburg in den Libanon geflogen, um dort zusammen mit Johanna von Toggenburg die Integration syrischer Flüchtlingskinder und benachteiligter Kinder im Libanon durch Ultimate zu fördern.

Sie wurden dabei unterstützt durch die GFA Consulting Group, den Arbeitgeber von Robert Roth und Eds Frau Sabine Glindemann, der jedes Jahr über das Programm „GFA Bridges“ Fördergelder für ehrenamtliche Projekte der Mitarbeitenden zur Verfügung stellt. Die beiden hatten die Idee durch das Ausbilden von Trainern die vorhandenen Strukturen in Beirut so zu unterstützen, dass Kinder langfristig in Ultimate gecoacht werden können.

Das Projekt wurde aufgesetzt zusammen mit der in Beirut lebenden Deutschen Johanna von Toggenburg, die vor Ort die nötigen Kontakte knüpfte und einen Zeitplan aufstellte. Die Auswahljury von GFA Bridges überzeugte der Ansatz, durch Ultimate Kindern wichtige soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Vertrauen, Respekt und Empathie zu vermitteln, die durch den Spirit of the Game auf einzigartige Art und Weise in den Sport integriert sind. Für die Umsetzung wurden passende Scheiben entworfen und bestellt, die der DFV-Premiumpartner Eurodisc bevorzugt schnell und zu einem Sondertarif bereitstellte.

Zudem musste der Lehrer Ed Glindemann für drei Tage vom regulären Unterricht freigestellt werden, sodass die beiden Hamburger mit 65 Ultimate-Scheiben im Gepäck in den Libanon reisen konnten. An den ersten Tagen wurde eine Ultimate-Einheit im Waisenhaus „Home of Hope“ in Sahleh durchgeführt, in den Bergen, etwa 20 Minuten außerhalb von Beirut (Foto), sowie eine achtstündige Schulung für Sporttrainer*innen, Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen an der American University of Beirut abgehalten.

Am dritten Tag stand zunächst ein Sightseeing der wieder wachsenden Metropole Beirut auf dem Programm, ehe abends erst das Training des Uni-Teams der AUB und dann dasjenige der „Flying Cedars“ in Nedjmeh unterstützt wurde. Am letzten Tag der Reise wurde ein Kindertraining an der Schule „Heart for Lebanon“ im dicht bebauten Beiruter Stadtteil Burj Hamoud angeboten. Mit mehr als 30 Kindern ging es auf zwei Mini-Kunstrasenfelder zwischen großen Häuserblocks neben einer Baustelle, wo mit insgesamt fünf Betreuenden Grundlagen des Frisbeesports vermittelt wurde.

In den beiden Einrichtungen Home of Hope und Heart for Libanon soll das Frisbeetraining regelmäßig fortgesetzt werden, sodass nach einigen Wochen Training beide Schulteams auch im fairen Wettkampf mit- und gegeneinander spielen können. Dank der hervorragenden Arbeit von Johanna von Toggenburg wurden bereits vier Teams in Beirut und Umgebung sowie der Sportdachverband LFDA (Libanese Flying Disc Association) gegründet. Schon bald könnte es daneben in Beirut bald die erste Stadtschulmeisterschaft geben.

Ein ausführlicher Nachbericht steht auf www.fischbees.de.


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