GLIDE-Projekt hat Fahrt aufgenommen

Im Januar ist das Erasmus+-cogeförderte GLIDE-Projekt mit einem Kickoff-Meeting der Partnerorganisationen aus acht europäischen Nationen gestartet. Erstes Projekttreffen Ende April in Berlin. Von Silas Wiemann

Das Ziel des auf drei Jahre angesetzten Projekts ist geeignete Materialien und Kompetenzen innerhalb von lokalen Vereinen zu entwickeln, um mehr Zielgruppen für eine gesunde Lebensweise durch Discgolf zu gewinnen. Ein erster Schritt war die Durchführung nationaler Umfragen, um herauszufinden, wie inklusiv Discgolf-Vereinen aktuell aufgestellt sind, wie groß das Interesse an inklusivem Discgolf ist, und wo die größten Herausforderungen für Discgolf-Vereine liegen, um Inklusion voranzutreiben.

Guidelines zur Zielgruppenansprache

Nach dem ersten Quartal wurden bereits die ersten drei Ergebnisse an die EU weitergegeben: Rahmenrichtlinien zur Verbreitung von Discgolf, nationale Aktionspläne für die involvierten Organisationen und ein GLIDE-Strategieplan zur angestrebten Inklusion. Die Partnerorganisationen repräsentieren Finnland, Lettland, die Niederlande, Österreich, die Slowakei, Tschechien, die Ukraine und Deutschland, unter Beteiligung des Pfeffersport Clubs in Berlin und des Bildungsinstituts blinc in Göttingen.

Pfeffersport fungiert in dem Projekt als Inklusionsexperte, daher erstellten die dortigen Beteiligten aus bisherigen Erfahrungen und weiterführenden Interviews erste Guidelines, wie die Partner, aber auch externe interessierte Vereine die Zielgruppen erreichen können, um sie in ein Discgolf-Training miteinzubeziehen.

Nationale Aktionspläne

Auf Grundlage der nationalen Umfragen entstanden nationale Aktionspläne, die die geplanten Aktivitäten im ersten Projektjahr beschreiben. Die Problematiken und Anforderungen der Vereine variieren in jedem Land, weshalb jeder Partner das Projekt individuell in seiner Region implementiert.

In Deutschland liegt der Fokus im ersten Jahr darauf nachhaltige Partnerschaften zwischen Vereinen und Organisationen aufzubauen, die bereits mit den Zielgruppen zusammenarbeiten. Mit beiden Seiten sollen im Anschluss Trainings stattfinden, die Kompetenzen zu inklusivem Discgolf vermitteln.

Über den Winter werden „Outreach Events“ geplant, in denen die Zielgruppen in passenden Settings erstmals mit dem Discgolf-Sport in Kontakt kommen. Im ersten Jahr geht es also vor allem um eine ganzheitliche Vorbereitung mit dem Ziel Vereine sowie Organisationen mit den nötigen Kompetenzen auszustatten, so dass diese inklusive Events und Trainings durchführen können.

GLIDE Inklusions-Strategieplan

Im Strategieplan des Projekts („GLIDE Inclusion Roadmap“) wurden Prinzipien festgesetzt, die den Rahmen für inklusive Aktivitäten stecken. Jeder Partner implementiert das Projekt individuell zum größtmöglichen Nutzen im eigenen Land, dennoch sollen unter anderem folgende gemeinsame Prinzipien befolgt werden

  • Zielgruppenspezifische Ansätze für vier verschieden Zielgruppen: Frauen/Mädchen, Senior*innen, Menschen mit Behinderung, finanziell benachteiligte Menschen
  • Gleichwertige und einfache Zugänge für alle Gruppen
  • Sektorübergreifende Partnerschaften zwischen Organisationen und Vereinen
  • Inklusion nicht nur in exklusiven Gruppen, sondern durch das Miteinbeziehen in Mainstream-Programme
  • Nachhaltige Implementierung und Partnerschaften
  • Ganzheitliche Erweiterung der inklusiven Kapazitäten und Kompetenzen in Vereinen

Derzeit sind die Projektpartner in intensiver Planung des ersten transnationalen Treffens sowie eines internationalen Trainings in Berlin von Donnerstag, 23. April bis Sonntag, 26. April 2026. Donnerstag und Freitag treffen sich die Projektkoordinator*innen der beteiligten Organisationen zu einem Austausch und der Planung der nächsten Arbeitsschritte. Samstag und Sonntag findet im Peter-Panther-Park in Berlin ein von Pfeffersport e.V. geführtes Training zum Thema Inklusion im Discgolf statt. Trainer*innen aus allen Partnerländern werden anwesend sein, um Pfeffersports Expertise in ihre Verbände und Vereine hineinzutragen.