Enge Begegnungen bei Hallen-DM in Mixed Ultimate Frisbee in Leipzig
Leipzig – Die „Saxy Divers“ haben in der Fußballhalle der Sportschule Leipzig erfolgreich das erste Deutsche Meisterschaftsturnier des Jahres im Frisbeesport ausgerichtet. Bei der Hallen-DM in Mixed Ultimate Frisbee setzten sich im spannenden Finale die „Endzonis“ aus Rostock gegen den Stuttgarter „Sugar Mix“ durch (Foto: Hameister). Im Spiel um Platz drei bezwang das erste Kölner Team den Vorjahresmeister „Woodie-Chicas“ aus Sauerlach.
Die 29 angetretenen Teams aus ganz Deutschland konnten das Turnier auf vier Spielfeldern in der Halle der Sportschule ausspielen. Das hatte den doppelten Vorteil, dass tagsüber keine Ortswechsel nötig wurden und alle Spieler die in vielen Fällen spannenden Spiele hautnah miterleben konnten. Die „Endzonis“ erreichten zum dritten Mal ein Finale (zweimal Vizemeister bei der Freiluft Mixed-DM 2003 und 2006), der „Sugar Mix“ erstmals das Finale einer Deutschen Meisterschaft.
Bei der Hallen Mixed-DM im Vorjahr hatten zwei Teams aus Sauerlach, „TiB“ Berlin und „DisConnection“ Freiburg das Halbfinale erreicht. Freiburg musste sich in diesem Jahr mit dem 7. Platz zufrieden geben, „TiB“ gar nur mit dem 14.. Bemerkenswert das gute Abschneiden der neu formierten Hamburger „Fischbees“, die gleich mit zwei Teams an der Mixed-DM teilnahmen. Ihre erste Mannschaft unterlag im Spiel um Platz fünf den „Mainzelrennern“ aus Mainz. Mit den „Bonnsais“ aus Bonn und „Paradisco“ aus Jena nahmen zwei Teams erstmals an einer Deutschen Ulimate-Meisterschaft teil.
Die Sauerlacher waren zur DM nicht in Bestbesetzung und nur mit einem Team aufgelaufen, da sie am selben Wochenende noch ein zweites, internationales Turnier bestritten. Dennoch bewiesen die „Woodie-Chicas“ ihre Wettbewerbsfähigkeit und trafen im Halbfinale auf den späteren neuen Deutschen Meister aus Rostock. Die „Endzonis“ konnten das hart umkämpfte Spiel mit einem Punkt Differenz für sich entscheiden. Ebenso knapp verlor Sauerlach im anschließenden kleinen Finale gegen das Kölner erste Team. Köln hatte sich in seinem Halbfinale gegen das junge Stuttgarter Team „Sugar Mix“ durch eine Zonendeckung aus der Ruhe bringen lassen und konnte einen frühen Dreipunkterückstand nicht mehr aufholen. Das Endspiel zwischen den beiden verdienten Finalisten erwies sich als eine äußerst spannende Angelegenheit und als beste Werbung für den Sport. Nach hartem Kampf machten die „Endzonis“ ihren ersten Titelgewinn perfekt.
Vor dem Hintergrund, dass strittige Situationen ohne Schiedsrichter durch die beteiligten Gegenspieler eigenverantwortlich geregelt werden kommt der so genannten „Spirit“-Bewertung ein besonderer Stellenwert zu. Nach jeder Partie beurteilen die beiden teilnehmenden Teams das Spielverhalten ihres Gegners. Am Ende des Turniers ergibt sich aus allen Bewertungen eine Tabelle, deren Spitzenreiter den hoch angesehenen „Spiritpreis“ erhält. Diesen errang die zweite Kölner Mannschaft vor den gleich bewerteten ersten Kölner Team und dem zweiten Team der gastgebenden „Saxy Divers“. Insgesamt herrschte ein hervorragender Sportsgeist unter den besten deutschen Mannschaften widerspiegelt. Alle Platzierungen unter http://www.frisbeesportverband.de/events/index.php?aid=2026&eid=1169668205. Weitere Informationen unter http://frisbee-leipzig.de/mdm.
