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Sauerlach zum Vierten, Mainz zum Achten
Jörg Benner - 07.07.2008 15:58

Sieben Titel bei hochklassigen und hervorragend organisierten 28. Ultimate-Meisterschaften

Heilbronn – Am Ende waren die Finalisten altbekannte Top-Teams, dennoch: „Ultimate-Deutschland ist näher zusammen gerückt“, bemerkte Jascha Wiechelt vom Open-Rekordmeister „Feldrenner“ Mainz in seiner Dankesrede richtig. Mainz setzte sich in einem spannenden und hart umkämpften Finale mit 15:13 gegen „Mir san mir“ München durch (Foto: Griesbaum). Bei den Damen siegten im Finale die „Woodchicas“ Sauerlach nach mehr als zwei Stunden Spieldauer gegen die lange in Führung liegenden „Zamperl“-Damen aus Unterföhring mit 13:12.

Die größte Überraschung neben den auf Platz zehn gesetzten „Mir san mir“, die ihre 5-er Gruppe A ohne Niederlage gewannen, waren in der Gruppe B „Bad Skid“ aus Bad Rappenau und Massenbach, denen dasselbe gelang. Am ersten Turniertag spielten sie wahrhaft meisterlich, als sie den Titelverteidiger „Zamperl“ mit 15:4 überrollten und auch den „Gummibärchen“ Karlsruhe mit 15:6 keine Chance ließen. Im Halbfinale unterlagen sie in ihrem schlechtesten Spiel den routinierten „Feldrennern“, nachdem sie sich noch auf 11:12 heran gekämpft hatten, mit 11:15. Im kleinen Finale gelang der versöhnliche Abschluss mit einem deutlichen 15:6-Sieg über die „Woodies“ aus Sauerlach, die sich zuvor im Halbfinale den „Mirs“ geschlagen geben mussten.

In der 1. Open-Liga konnten sich die „Gummibärchen“ mit 15:11 gegen die „Zamperl“ den 5. Platz sichern, der sie vor der Relegation im kommenden Jahr bewahrt. Beim neuen 7-er Round Robin in der 1. Damen-Liga blieben die „Woodchicas“ ohne Punktverlust, wobei sie die „Seagulls“ aus Hamburg mit 14:15 an den Rand einer Niederlage brachten. Mit nur einer weiteren Niederlage gegen die „Zamperl“-Damen erreichten die Hamburgerinnen erstmals den dritten Platz vor „JinX“ aus Berlin. In der 2. Damen-Liga setzte sich das „Team Niedersachsen“ im entscheidenden Spiel mit 15:12 gegen die „Endamazonis“ aus Rostock durch. „Frau Rauscher“ aus Frankfurt/Main belegte hier den dritten Platz.

Die weiteren Titel gingen in der 2. Liga Open an „Frizzly Bears“ aus Aachen vor „Wall City” aus Berlin, in den 3. Liga Open an „YeaHaw!“ Berlin vor den „Saxy Divers“ aus Leipzig, bei den Junioren U20 an die „Muggeseggele“ Heilbronn vor „The Kids“ aus Massenbach und bei den Junioren U15 an die „Cultimaters“ aus Bönnigheim vor den „Muggeseggele“ aus Heilbronn. Spirit-Sieger wurden die „Woodchicas“ (1. Liga Damen), „Halle Berries“ Halle an der Saale(2. Liga Damen), „7 Schwaben“ Stuttgart (1. Liga Open), die „Isostars“ Augsburg (2. Liga Open), „Maultaschen“ Tübingen (3. Liga Open), sowie "Fly to get her" Gemmrigheim (U 20) und „The Kids“ Massenbach (U 15).

„Wir haben die am professionellsten organisierten Titelkämpfe denn je erlebt“, erklärte abschließend DFV-Präsident Volker Schlechter. „Herauszustellen sind die zentrale Lage der Wettkampfplätze sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Zudem waren die Präsentationen von Freestyle-Frisbee sowie Disc Golf im Rahmen des Kinderfestes der Heilbronner Schulen sehr gelungen!“ Mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche nahmen bei den Demonstrationswettkämpfen teil. Die Meisterschaften selbst besuchten an drei Tagen knapp 4.000 Zuschauer. Alle Platzierungen unter www.frisbeesportverband.de/events/index.php?aid=2060&eid=1169668228, alle Ergebnisse unter www.dm08.net.