Europäische Teams mit größerer Konkurrenz als je zuvor – Deutsches Open-Team hat das Viertelfinale verpasst
Vancouver – Nach dem vierten Spieltag bei den Ultimate-Weltmeisterschaften zeigt sich, dass mit Australien, Japan und Kolumbien drei Teams zumindest auf dem Sprung in die Weltspitze sind. Die japanischen Damen hatten bereits am Dienstag im Abendspiel des Tages Kanada besiegt. Australiens Mixed-Team bezwang nun die deutsche Auswahl nach langem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 17:14.
Im internen Wettkampf zwischen Kolumbien und Deutschland steht es nach dem gestrigen Tage unentschieden. Nachdem die deutschen Mixer Kolumbien bereits tags zuvor besiegen konnten, legten die Damen nun mit einem 17:11-Sieg nach. Allerdings hatten sowohl die deutschen Junioren mit 9:17 das Nachsehen gegen die noch ungeschlagenen (!) kolumbianischen Junioren, als auch die Herren in der Open-Division mit 12:16.
In den weiteren Spielen schnitten die deutschen Teams unterschiedlich gut ab. Die Masters zeigten sich in ihrem ersten Spiel gegen Kanada weitaus besser eingespielt und boten lange Zeit Paroli, mussten sich aber mit 9:17 geschlagen geben. Die zweite Niederlage im Spiel gegen Australien fiel mit 4:17 noch deutlich aus. Das deutsche Open-Team dominierte im ersten Spiel Irland klar und siegte mit 16:9. Im zweiten Spiel gegen Kolumbien hatte sich Deutschland zwischenzeitlich wieder auf 10:11 heran gekämpft; dennoch ging es verloren (s.o.). Im Dreiervergleich mit Venezuela und Kolumbien ist Deutschland damit aus dem Rennen um das Viertelfinale ausgeschieden.
Besser machte es das Mixed-Team, das in seinem zweiten Spiel Italien mit 16:13 bezwang. Der Rückstand von 7:10 konnte dabei durch einen Lauf von 5 Punkten in Folge zur entscheidenden Führung gedreht werden. Auch den Junioren gelang ein großer Achtungserfolg gegen Großbritannien (in einer Neuauflage des EM-Finals des Vorjahres), in dem die Deutschen überzeugten, allen voran Holger Beuttenmüller (Foto: Brucklacher). Beim 17:12 war er als auffälligster deutscher Spieler an 13 Punkten direkt beteiligt. Die Damen bekamen es in ihrem zweiten Spiel ebenfalls mit Großbritannien zu tun, konnten es den Junioren jedoch nicht gleich tun. Nach frühem 2:6-Rückstand unterlagen sie zuletzt mit 12:16.
In den einzelnen Divisionen fällt die Überlegenheit nichteuropäischer Teams stark ins Auge: So sind z.B. in der Open-Division nach Tag vier nur Kanada, USA und Australien ungeschlagen, bei den Damen nur Japan und die USA, in der Mixed-Spielklasse Kanada und die USA (Australien und Japan mit nur einer Niederlage). In den drei Divisionen, deren Vorrunde in einem Round Robin ausgetragen wird (jeder gegen jeden), sind bisher ungeschlagen Australien und die USA bei den Masters, die USA und Kolumbien bei den Junioren sowie bei den Juniorinnen mit je einer Niederlage an der Spitze Kolumbien sowie Japan. Sollte sich dieser Trend bestätigen, könnte es sein, dass die besten fünf Nationen dieses Turniers, die sich neben dem Gastgeberland Taiwan für die World Games 2009 in Kaohsiung qualifizieren, fast ohne europäische Beteiligung bleiben (z.B. USA, Australien, Kanada, Japan, Großbritannien).
