U20-Nationalteam siegt im Kleinen Finale erneut gegen Großbritannien
Vancouver – Die deutschen Junioren haben durch eine glänzende spielerische und kämpferische Leistung bei der diesjährigen Ultimate-WM erneut nach 2004 die Bronzemedaille errungen. Wie bereits in der Vorrunde (17:12) konnte der Lieblingsgegner Großbritannien im Kleinen Finale geschlagen werden, dieses mal sogar noch deutlich mit 15:7. Im Finale zwischen den USA und Kanada setzten sich die US-Boys souverän durch mit 17:7.
Im nie gefährdeten Sieg der deutschen Junioren überzeugten wiederum der Kapitän Flo Böhler und Holger Beuttenmüller, die jeweils an 9 bzw. 7 Punkten direkt beteiligt waren. Schon früh gelang eine 7:2-Führung, nach der die Punkte wechselseitig bis zum 11:6 vergeben wurden. Anschließend konnten die deutschen unter ihrem Trainer Matthias Brucklacher auf 13:6 davon ziehen. Nach dem Europameistertitel im vergangenen Jahr demonstrierten die Junioren bei der WM mit einem stark verjüngten Kader, dass sie weiterhin zur Weltspitze gehören. Bereits im Auftaktspiel war ein Sieg gegen Kanada greifbar nahe. Ihre über das Turnier gesteigerte Leistung wird nun zurecht mit der Bronzemedaille belohnt.
Das deutsche Mixed-Team gewann sein Überkreuz-Spiel gegen Taiwan mit 17:12, nachdem es mit 5:0 in Führung gegangen war und zwischenzeitlich schon mit 11:4 und 15:6 geführt hatte. Nach einer 6-Punkteserie der Taiwaner zum 15:11 fing sich das deutsche Team wieder und schaukelte das verfrüht schon sicher geglaubte Spiel nach Hause. Im abschließenden Spiel um Platz 5 unterlagen die Mixer Großbritannien denkbar knapp mit 13:14. Nach einem 8:4-Vorsprung und einem zwischenzeitlichen 9 beide konnte nochmals eine Zweipunkteführung erzielt werden (12:10). Nach 12 beide und 13 beide ging das Spiel schließlich unglücklich verloren. Der inoffizielle Titel „bestes europäisches Team“ musste damit in dieser Division ebenso wie bei den Damen den Briten überlassen werden.
Die deutschen Damen konnten ihr Spiel um Platz 7 gegen Kolumbien souverän mit 17:10 für sich entscheiden. Wie bereits in der Vorrunde (17:11) zeigten sie, dass sie das bessere und ausgeglichenere Team haben. Zwar wurde das Ziel Halbfinale verfehlt, dennoch kann das Team um Sara Wickström mit dem Turnierergebnis zufrieden sein. Auch das offene Herrenteam machte das Beste aus einer denkbar ungünstig verlaufenen Vorrunde. Durch einen Dreiervergleich in das untere Tabellendrittel gerutscht, wurden dort alle Spiel gewonnen, so auch das letzte gegen Irland um Platz 13 mit 17:9.
Auch den Masters gelang zum Abschluss einer durchwachsenen Vorstellung im Verlauf des Turniers ein erfreulicher Sieg im Spiel um Platz 9: Venezuela wurde mit 17:4 vom Platz gefegt. In der Vorrunde konnten sich die Deutschen nur sehr mühsam mit 16:15 gegen Venezuela durchsetzen. Gold ging an die USA vor Kanada und Neuseeland. Am Abschlusstag der Ultimate-WM folgen die Finalspiele in den Divisionen Mixed, Damen und Open. Bei den Juniorinnen holten die Japanerinnen Gold vor Australien und den USA.
