Deutschen Damen- und Open-Meistern gelingt Titelverteidigung bei Ultimate-DM
Köln – Ein bisschen mehr Spannung hätten sich die mehreren hundert Zuschauer auf der Tribüne des ASV-Stadions in Köln-Müngersdorf gewünscht. Die beiden Finalspiele der 29. Deutschen Ultimate-Meisterschaft Mitte August verliefen jedoch recht einseitig und brachten die souveräne Titelverteidigung für die „Woodchicas“ Sauerlach (5. Titel) und die „Feldrenner“ Mainz (9. Titel). An den vorherigen beiden Tagen hatten mehr als 500 Athleten auf der Jahnwiese gegenüber dem RheinEnergie-Stadion um die Plätze in drei Open- und zwei Damenligen gekämpft.
Das schöne Sommerwetter setzte sich am Finaltag fort, der zunächst die Halbfinalspiele in den Open-Ligen, sowie die entscheidende Begegnung um den Finaleinzug in der 1. Damen-Liga brachte. Die starken „Woodchicas“ blieben in der „Round Robin“-Vorrunde unter sieben Teams ungeschlagen. Das letzte Vorrundenspiel zwischen den Berliner „JinX“ und den Freiburger „MissConnection“ entscheiden die Berlinerinnen mit 15:7 klar für sich. Im Finale konnten sie dann zunächst auf 5:1 davon ziehen. Doch die „Woodchicas“ besannen sich auf ihre Stärke, stellten eigene Fehler weitgehend ab und konnten die ihrer Gegnerinnen zu Punktgewinnen nutzen. Noch in der ersten Halbzeit übernahmen sie die Führung, die sie zum Schlussstand von 15:8 ausbauten.
Im Finale der 1. Open-Liga die beiden in der Vorrunde ungeschlagenen Pool-Gewinner. Zuvor hatten in den Halbfinalspielen die „Zamperl“ Unterföhring die gastgebenden „Frühsport 0,2“ mit 15:6 abgefertigt und die „Feldrenner“ „Hardfisch“ Hamburg mit 15:12 besiegt. Nachdem im Finale die „Zamperl“ schlecht ins Spiel fanden, gelang es den „Feldrennern“ geschickt, einen frühen Drei-Punkte-Vorsprung zum Endstand von 15:11 verwalten. In der zweiten Halbzeit sorgten einige sehenswerte Hucks, Lauf- und Luftduelle für großen Sport.
Im Spiel um Platz 3 sicherte sich „Frühsport 0,2“ mit einem 15:11-Sieg gegen „Hardfisch“ die Direktqualifikation für die Club-WM 2010 in Prag (Foto: Griesbaum). Platz fünf sicherten sich die „Heidees“ Heidelberg mit einem 15:10-Sieg gegen die „7 Schwaben“ Stuttgart. Der Halbfinalist des Vorjahres, „Bad Skid“ besieget im Spiel um Platz 7 den Vizemeister 2008 „Mir san mir“ München mit 15:7.
In der 2. Open-Liga standen sich ebenfalls die ungeschlagenen Poolsieger im Finale gegenüber: Die „Frizzly Bears“ Aachen bezwangen zuvor im Halbfinale „DisConnection“ Freiburg mit 15:12, „Wall City“ Berlin die Hallenser „Hallunken“ 15:13. Das Finale ging als eines von nur wenigen Spielen auf der gesamten DM in Überzeit und endete 17:15 für Berlin. Im Spiel um Platz drei setzte sich Freiburg gegen Halle durch. Im Spiel um Platz 5 und damit um die Teilnahem an der A-Relegation 2010 besiegte „Yeahaw!“ Berlin die „Saxy Divers“ Leipzig mit 15:11.
Auf den weiteren Plätzen bei den Damen landeten die „GoHo Girls“ Stuttgart (4.) vor den „Seagulls“ Hamburg (5.), den „Mainzelmädchen“ Mainz und den „Frizzly Bears“ Aachen. In der zweiten Liga, die mit nur vier Teams an zwei Tagen ausgetragen wurde, herrschten ebenso klare Verhältnisse: das „Team Niedersachsen“ setzte sich ungeschlagen durch vor den „Halle Berries“ Halle, „Frau Rauscher“ Frankfurt und den mit gastgebenden „DOMinas“ Köln.
Mit am spannendsten – von der Verteilung der Kräfteverhältnisse her – ging es in der 3. Open-Liga zu. Vor allem im Pool mit der „Frisbee Family“ Düsseldorf, der Spielgemeinschaft „Kobold“ Oldenburg /Bremen, „Frühsport 0,5“ Köln, den „Funaten“ Hannover und Mainz 2 gab es fast durchweg enge Spiele. Einzig die „Family“ setzte sich ungeschlagen durch, besiegte im Halbfinale „FrankN“ 15:12 und im Finale die „DJs Dahlem“ 15:11. Auf den weiteren Plätzen die in der Vorrunde ungeschlagenen „Goldfingers“ Potsdam vor „Frühsport 0,5“ Köln, denen im Spiel um Platz 5 (Qualifikation zur B-Relegation 2010) die Revanche gegen „Kobold“ gelang.
Alle Platzierungen unter www.frisbeesportverband.de/events/index.php?aid=2124&eid=1169668436, alle Ergebnisse unter www.ultimateliga.de/index.php?option=com_content&view=article&id=15&Itemid=31. Vorsicht, die Tabellen stimmen nicht, da sie die Poolergebnisse nicht getrennt berücksichtigen.
