Drei Pflichtturniere für alle Teams – Änderung in der 2. Open-Liga bereits in diesem Jahr
Auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (DFV) 2009 wurde beschlossen, dass Philipp Haas, Spielmodus-Koordinator Florian Pfender und Ultimate-Vorstand Bernhard Otto ein neues Spielsystem für die Open Ultimate-DM ausarbeiten sollen. Ziele sind eine größere Durchlässigkeit für neue Teams sowie mehr Spielpraxis auf hohem Niveau für möglichst viele Teams. Ein entsprechender Vorschlag ist jetzt vorgelegt und vom DFV-Vorstand abgesegnet worden.
Die wichtigste Änderung ist, dass es ab kommendem Jahr drei Pflichtturniere für die Meisterschaftssaison geben wird: zwei mal zwei Tage Relegation beziehungsweise Qualifikation (im Mai und Juni) sowie die Deutsche Meisterschaft über drei Tage (im Juli). Durch regionale Qualifikations-Turniere (zunächst Nord und Süd) soll die Einstiegshürde für neue Teams niedriger werden. Ansonsten wird das erprobte DM-Format mit drei Ligen à zehn Teams beibehalten.
Bei der Relegation treffen ab 2011 die 16 Top Teams der letzten DM an zwei Wochenenden aufeinander. Der Schnitt für die Relegation ist damit nicht mehr der 6., sondern der 7. Platz in der 2. Liga. Daher wird der Spielplan in der 2. Liga bereits in diesem Jahr umgestellt, damit dieser Schnitt nicht schon nach der Vorrunde feststeht. Dies ist die einzige Umstellung, die schon in diesem Jahr greift: Voraussichtlich werden Halbfinale der Top 2 je Pool sowie Prequater der 4. und 5 gespielt. Die Sieger spielen dann das Halbfinale um den Einzug in die Relegation gegen die Pooldritten, abschließend finden Platzierungsspiele ab.
Ab 2011 spielen die Plätze 1-10 der Relegation in der 1. Liga, die Plätze 11-16 der Relegation sowie die beiden Erstplatzierten der beiden Qualis in der 2. Liga und die Plätze 3-7 der beiden Qualis in der 3. Liga. Quali Nord und Quali Süd sollen jeweils am selben Wochenende stattfinden, ihr Spielsystem ist variabel je nach Teilnehmerzahl, von 6 bis 16 Teams.
Weitere Details bestimmen den genauen Turniermodus des 1. und des 2. Relegations-Turniers, beginnend mit vier Viererpools, anschließend mit zwei Top- und zwei Bottom-Viererpools. Daraus ergeben sich am zweiten Turnier-Wochenende ein Top-, zwei Middle- und ein Bottom-Viererpool mit Viertel-, Halb- und Finalen für alle. Wenn alle Details wie Spielpläne und Nord/Süd- Einteilung geklärt sind, wird ein entsprechendes Dokument erstellt und auf der DFV-Homepage hinterlegt.
Eine Kritik an dem Vorschlag betrifft die Verschlechterung der Anzahl an Aufsteigern von der Qualifikation in die zweite Liga (nur noch vier statt bisher fünf). Allerdings wird stattdessen der Regionalgedanke gestärkt, sodass Teams zwei der drei Turnier in nicht allzu weiter Entfernung spielen können. Die Frage, ob sich genügend Teams finden, die bereit sind, drei Wochenenden für die Deutsche Meisterschaft aufzubringen, bleibt abzuwarten.
Für das weitere Wachstum des Sports und des organisierten Spielbetriebs kursieren weitere Alternativen wie zwei regionale dritte Ligen oder vier Regionalligen, die in Zukunft bei einer weiteren Zunahme der Teams nötig werden könnten. Zunächst soll nun jedoch dieser Vorschlag umgesetzt werden, um in zwei Jahren Bilanz zu ziehen und dann eventuell weitere Änderungen vorzunehmen.
