Ultimate-Abteilung testet Umverteilung der Reisekosten

Ultimate-PiktogrammSolidarprinzip zugunsten abseits gelegener Teams – Ersparnisse von rund 20.000 Euro bei der Ultimate-DM

München – Das Veranstaltungskomitee der DFV Ultimate-Abteilung hat unter der Leitung von Rue Veitl eine Reisekosten-Umverteilung erarbeitet, die die anfallenden Fahrtkosten unter allen Teams ausgleichen soll. Das Solidarprinzip soll vor allem denjenigen Teams zu Gute kommen, die weit entfernt wohnen und seit Jahrzehnten darunter leiden, dass sie weitere Reisen und viel höhere Ausgaben zu tragen haben als andere. Indem Meisterschaften künftig vermehrt in der Mitte Deutschlands stattfinden sollen, werden erhebliche Reduzierungen des Schadstoffausstoßes sowie der Gesamtkosten für alle Teams erzielt.

„Gegen die höheren Reisezeiten mancher Teams, die ja allein schon einen großen Nachteil darstellen, können wir wenig unternehmen“, erklärt Rue Veitl, „aber zumindest können wir den finanziellen Ausgleich schaffen, um eine Gemeinschaft zu repräsentieren, in der Fairplay die Regel Nummer 1 ist!“ Durch die neuerdings dezentralen Qualifikationen und die Zentralisierung der DM sparen alle Spieler im Schnitt ungefähr rund 50-100 Euro pro Jahr. Das Eventkomitee plant demgegenüber, von jedem Spieler künftig etwa 2-4 Euro mehr pro Jahr zu verlangen, um einen noch besseren Service zu liefern. Für die Zukunft sind auch bezahlte Teilzeitkräfte angedacht.

Umverteilung hat soziale und wirtschaftliche Gründe

Die Umverteilung der Reisekosten entspricht dem Ansatz des SOTG; wonach Ultimate-Spieler gerecht agieren möchten. Die Ultimate-Abteilung beabsichtigt, die Kosten für die Reise zu großen Turnieren für alle Spieler in etwa gleich zu verteilen. Daneben bedeutet die zentrale Ausrichtung von Deutschen Meisterschaften erhebliche Reduzierungen des Schadstoffausstoßes sowie der Gesamtkosten für alle Teams. So bedeutet die in diesem Jahr gefällte Entscheidung für den Austragungsort Frankfurt am Main und gegen Kiel eine Verringerung der Reisekosten für alle Teams in Summe von etwa 20.000 Euro!

Für die laufende Freiluftsaison 2013 werden nun die drei Deutschen Meisterschaften der Masters, der Mixer sowie im Open und Frauen Ultimate als Testlauf für die Umverteilung genutzt. Dies wurde vom Vorstand der Ultimate-Abteilung und vom Vorstand des DFV genehmigt. Die geplante Gebührenänderung (s. unten) wird erst für 2014 (bzw. ab der Mixed Indoor-DM 2013) umgesetzt. Gemäß ihrer Geschäftsordnung ist die Ultimate-Abteilung berechtigt, Abteilungs-bezogene Fragen selbst zu entscheiden. Nach den ersten Erfahrungen damit wird die Abteilungsversammlung über das weitere Vorgehen entscheiden. Das Event-Komitee beabsichtigt, anschließend alle offiziellen DFV-Turniere mit der Reisekostenumverteilung durchzuführen.

KfZ-Aufkommen_bei_Ultimate-DMAbwicklung über die Ultimate-Abteilung

Reisekosten entstehen damit auch für Heimteams bzw. Teams des ausrichtenden  Vereins, was betroffene Spieler im ersten Moment für eine Benachteiligung halten. Auf lange Sicht gleichen sich diese Kosten jedoch meist aus und dienen umgekehrt wie beschrieben einer Reduzierung der Gesamtkosten. Zur buchhalterischen Abwicklung von „Reisekosten“ eines Heimteams wird die Zusatzausgabe im Sinne einer Umlage als Spende deklariert, über die der DFV einen Beleg ausstellen kann.

Die Durchführung der Reisekosten-Umverteilung wird durch die Ultimate-Abteilung abgewickelt. Ursprünglich war dabei ein Aufschlag vorgesehen, einerseits, um kurzfristige Absagen einzelner Teams abzufangen und andererseits, um die Grundlage für eine bezahlte Teilzeitkraft zu schaffen. Dieser Aufschlag soll nun jedoch nicht mehr getrennt bei jedem Turnier berechnet werden, sondern in eine ab 2014 geplante Saisongebühr einfließen. Diese soll zur Open-/Frauen-DM 2013 zum ersten Mal testweise eingeführt und umgesetzt werden.

Die Berechnungsgrundlage für die Reisekosten bezieht sich derzeit auf die Luftlinie zwischen Heimatort und Austragungsort. Dabei geht das Eventkomitee für Freiluft-Turniere von 14-16 Spielern aus, für die drei bis vier Autos oder eine anderweitige Beförderung nötig sind. Der Wert von 75 Cent pro Einfach-Kilometer stellt eine Annäherung dar und wird am Ende des Jahres überprüft. Eine automatisierte Auswertung erfolgt über FFindr, die bei entsprechenden Turnieren sichtbar ist unter Anmeldung => Optionen => DFV-Reisekostenumverteilung, siehe z.B.  http://ffindr.com/de/event/3-deutsche-meisterschaft-im-masters-ultimate-2013. Hintergründe: die Beschreibung der Reisekosten-Umverteilung, ausführliche Fragen und Antworten und die Übersicht zu sämtlichen Änderungen bei Meisterschafts-Turnieren der DFV Ultimate-Abteilung.



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