Anti-Doping

Infobeiträge über Anti-Doping beim DFV

1. Das Bewusstsein gegen Doping schärfen
Bei der Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (DFV) Anfang April 2016 in Darmstadt stellte NADA-Vorstand Dr. Lars Mortsiefer die gemeinsame Vertragsvereinbarung vor. Bei der Kooperation steht im ersten Jahr das Bekenntnis zu sauberem Sport im Vordergrund, sprich Aufklärung und Prävention, um ab 2017 auch aktiv den Schutz des sauberen Sports zu verfolgen, in Form von Anti-Doping-Probenahmen. Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 1
2. Anti-Doping-Tests beim DFV ab 2017
 Doping ist ein aktuelles Thema. Immer wieder müssen die Methoden und Tests aufgefrischt werden, um die neusten Dopingvergehen aufdecken zu können und so viele Sportler wie möglich vor den gefährlichen Substanzen zu schützen und vor unfairen Wettkampfbedingungen zu bewahren. Um dies auch im Frisbeesport zu etablieren und den Kampf gegen Doping zu unterstützen, hat der DFV einen Vertrag mit der NADA vereinbart. So wurde beschlossen, dass ab dem Jahr 2017 in den 1. Ligen im Ultimate outdoor der Erwachsenen Dopingtests stattfinden. Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 2
3. Grundlagen zu Doping
Ab dem Jahr 2017 wird es im Ultimate Frisbee Dopingkontrollen geben. Nun stellt sich die Frage, was ist überhaupt Doping? Die Definition ist erst einmal sehr einfach. Generell beschreibt der Begriff „Doping“ jeden Verstoß gegen eine im aktuellen Nationalen Anti Doping Code (NADC) festgelegte Anti-Doping-Bestimmung. Hintergründe zu Prävention und rechtlichen Grundlagen. Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 3
4. Medizinische Ausnahmengenehmigungen
Salbutamol ist ein Stoff, der in Asthmaspray zu finden ist. Gleichzeitig steht er aber auch auf der Dopingliste. Über 800µg innerhalb von 12 Stunden sind verboten. Dürfen Asthmatiker, die regelmäßig diese Substanz inhalieren müssen, dann überhaupt Leistungssportler werden, oder bei offiziellen Wettkämpfen mit Kontrollen teilnehmen? Nicht nur Salbutamol, auch viele andere Stoffe von der verbotenen Liste werden von Ärzten für Therapien und zur Heilung verschiedener Krankheiten und Symptomen eingesetzt. Für Sportlerinnen und Sportler, die mit einem dieser verbotenen Medikamente oder einer solchen Methode behandelt werden, gibt es die Medizinische Ausnahmegenehmigung, kurz TUE (Therapeutic Use Exemption). Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 4
5. Wie eine Dopingkontrolle abläuft
Wie beim Ultimate arbeiten bei der Dopingkontrolle beide Parteien, Sporttreibende und Prüfende zusammen. Deshalb ist es wichtig, dass beide wissen, worauf zu achten ist. Auf der Internetseite der NADA gibt es Videos zum Ablauf einer Dopingkontrolle. Oft werden die Teilnehmenden von Wettkämpfen kontrolliert, die auf den vorderen Plätzen sind. Jedoch kann die NADA frei entscheiden, wer tatsächlich ausgewählt wird. Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 5
6. Was Anti-Doping-Proben für Teilnehmende bedeuten
 Zusammenfassung der Basisinformationen des DFV aus verschiedenen Beiträgen, mit den Fragen und Antworten: – Warum Anti-Doping beim DFV? – Was ist Doping? – Welche Dopingfallen bestehen? – Wie beantrage ich eine medizinische Ausnahmegenehmigung? – Wie kann ich mich schützen? – Welche Konsequenzen drohen? – Wie läuft eine Dopingkontrolle ab? Zum Aufklärungsbeitrag Nr. 6

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Das Medizinische und Anti Doping-Ressort des DFV

Das medizinische und Anti Doping-Ressort des DFV hat im Jahr 2011 seine Tätigkeit aufgenommen. Damit hat sich der DFV den Kampf gegen Doping und für ein stärkeres Gesundheitsbewusstsein auf die Fahnen geschrieben. Es wird geleitet vom praktizierenden Arzt Dr. Jascha Wiechelt als Anti-Doping-Beauftragten des DFV. Er ist erreichbar unter antidoping@frisbeesportverband.de.

Die Welt-Anti Doping-Agentur WADA hat der WFDF die Übereinstimmung von Anti-Doping-Regeln und -Programm mit dem Welt-Anti Doping-Code bestätigt. Der DFV hat im Jahr 2016 eine Anti-Doping-Ordnung erstellt, die von der Nationalen Anti-Doping Agentur NADA anerkannt wurde. Demnach finden ab dem Jahr 2017 zunächst in der Sportart Ultimate in den Erwachsenen-Divisionen Anti-Doping-Proben statt.

Das WFDF-Programm beinhaltet einen „Testing Pool” (TP), bei dem sich  Athleten weltweit zur Abgabe der so genannten „Whereabouts” verpflichten, was mit einer Eintragung in die ADAMS-Datenbank verbunden ist (Anti-Doping Analysis Management System). Das bedeutet, dass sie angeben müssen, wo sie täglich erreichbar sind. In den Jahren 2014 bis 2016 hatte der DFV jeweils einen Open-Nationalspieler für diesen Testing Pool gestellt.

Die Hauptaufgabe des Medizinischen und Anti Doping-Ressorts des DFV ist Sensibilisierung und Information. Es geht um den Schutz der Gesundheit der Athleten und darum, im Zusammenhang mit einer stärkeren medizinischen Betreuung auch ein wachsendes Bewusstsein gegenüber leistungssteigernden und gesundheitsschädlichen Substanzen zu entwickeln.

NADA-App-ScreenshotDie Kommissionen im Medizinischen- und Anti-Doping-Ressort des DFV

Für Teilnehmende von Ultimate-Nationalteams sind seit der Ultimate-WM 2012 in Japan medizinische Ausnahmegenehmigungen nötig, die ausgestellt werden müssen, wenn Mittel eingenommen, die auf der Verbotsliste stehen. Diese TUEs („Therapeutic Use Exemption”) sind ab 2017 auch für Teilnehmende Deutscher Meisterschaften der 1. Ligen im Ultimate der erwachsenen Divisionen (Open, Frauen und Mixed) nötig (Anforderungen s. Übersicht unten).

Eine solche Ausnahmegenehmigung stellt für internationale Meisterschaften der WFDF aus (siehe nachfolgende Dokumente). Für nationale Meisterschaften stellt diese die NADA aus. Gute Informationen bietet die Web-App der NADA, die sowohl für Android-Telefone als auch für I-Phones kostenfrei erhältlich ist (s. nebenstehenden Screenshot). Weitergehende und spezifische Informationen bietet die Seite www.gemeinsam-gegen-doping.de.

Das Ergebnismanagement bei einer positiven Anti-Doping-Probe liegt beim DFV. Dazu hat der DFV zwei Kommissionen gebildet:

1. Die Anti-Doping-Kommission des DFV ist nach Artikel 7 NADC für das Ergebnismanagement zuständig und begleitet den Prozess von erster Kenntnis einer Unregelmäßigkeit bis zum Disziplinarverfahren

2. Die Kontroll-Kommission regelt Sanktionierungen bei einem bestätigten Verdachtsfall analog den Vorgaben der NADA und gibt das Strafmaß bekannt.

Übersicht der Anforderungen in Bezug auf TUEs

– TUE müssen direkt bei der NADA beantragt werden
– TUE-Anträge müssen schriftlich erfolgen
– TUE-Anträge müssen VOR dem Wettkampf eingereicht werden, sodass sie bis zur DM bereits bewilligt sind
– TUE betreffen aktuell alle Kaderathleten der 1. Ligen Ultimate Open, Frauen und Mixed
– Bei Beratungsbedarf zu TUE bitte an die AD-Kommission des DFV oder an die NADA wenden

Weitergehende und spezifische Informationen bietet die Seite www.gemeinsam-gegen-doping.de.

Dokumente

DFV-Athletenvereinbarung (März 2018)
DFV Anti-Doping-Ordnung (22.03.2016)

Unterlagen des Flugscheiben-Weltverbandes WFDF und des Welt-Anti-Doping-Verbandes WADA in englischer Sprache:
WFDF Anti-Doping-Programm 2011-2013
WFDF Anti-Doping-Regeln
WFDF-Anmeldebogen TUE (Therapeutic Use Exemptions)
WADA-Athletenleitline (wichtige Fakten)
WADA Prohibited List 2018 (Verbotsliste)
WADA Prohibited List 2018, Summary of modifications (Änderungsübersicht)
WADA Monitoring Program 2018 (Überwachungsprogramm)
WADA-Doping-Kontrollprozess
WADA TUE-Erläuterungen
WADA Athleten-Aufenthaltsorte

DFV Anti-Doping-Beauftragter

Jascha-Wiechelt1Dr. Jascha Wiechelt
Otto-Fricke-Krankenhaus
Paulinenberg GmbH
Martha-von-Opel-Weg 34
65307 Bad Schwalbach
antidoping[at]frisbeesportverband.de