Meilenstein Gent: Ein Turnier voller Höhen und Tiefen

von: Marcel Klingel

Am Wochenende vom 15. – 17. Mai reiste das deutsche Mixed Nationalteam zu ihrem vorletzten Vorbereitungsturnier für die EM in Kopenhagen. Ziel der Reise war das G-Spot in Gent. Die Erwartungen waren hoch, das Wetter weitestgehend gut und die Stimmung vor dem ersten Spiel heiter.

Nationalteam in GentGleich im ersten Spiel des Turniers traf man auf die starke Heimmannschaft Gentle Coop, dem voraussichtlich stärksten Gegner im Pool. Es entwickelte sich ein heiß umkämpftes Spiel, bei welchem am Ende die individuellen Fehler unserer Offence-Line den Unterschied machten. Das Spiel ging mit 9:12 wohl verdient an die Genter. Ab jetzt hieß es: jedes Spiel gewinnen, da nur die beiden ersten Mannschaften aus dem 6er-Pool in das Viertelfinale einziehen würden.

Ohne nennenswerte Pause ging es im Anschluss gegen Freespect, einem zusammengewürfelten Team mit Spielern aus mehreren Ländern. Durch die vorangegangene Niederlage wach-gerüttelt konnte das Team die individuellen Fehler abstellen und zu seinem gewohnten Spiel zurück finden. Der Gegner konnte der Defence des Nationalteams kaum etwas entgegensetzen, sodass das Spiel recht schnell mit 15:2 gewonnen werden konnte.

Die anschließende Mittagspause musste gut genutzt werden, da der nächste Gegner Solebang hieß. Die Schweizer boten dem Nationalteam einen heißen Kampf, der Spielstand drehte sich oft und man schenkte sich nichts. Am Ende waren die deutschen einen Tick selbstbewusster und konnten das Spiel mit 11:9 für sich entscheiden. Der wichtige Sieg war geholt, nun sollte nichts mehr schief gehen, um ins Viertelfinale ein zu ziehen.

Das letzte Spiel des Freitags ging gegen die Mannschaft Uno Maas. Das Spiel wurde durch Unkonzentriertheit an der Scheibe und mangelnde Intensität in der Defence um einiges schwerer als erwartet, wodurch zu Anfang des Spiels Punkte getraded wurden. Auch in der zweiten Hälfte des Spiels konnte das deutsche Nationalteam nicht ihr ganzes potential auf den Platz bringen, sodass es am Ende gerade so 13:11 gewonnen werden konnte. Den Rest des Tages verbrachte das Team mit Fehleranalyse, einer Bootsfahrt durch Gent mit anschließendem Abendessen und frühem zu Bett gehen, um für den nächsten Tag fit zu sein.

Am Samstagmorgen stand das letzte Poolspiel gegen Ultimate deLux auf dem Spielplan. Es sollte ein schneller Sieg für das Nationalteam werden, da die Intensität und der Focus auf einem sehr hohen Level waren. Die Luxemburger mussten sich mit 15:1 geschlagen geben. Damit stand fest, dass Gentle Coop und das deutsche Mixed-Team ins Viertelfinale einziehen, in welchem man auf das belgische Nationalteam traf.

Endlich ein Team, auf das man auch in Kopenhagen treffen würde! Die Motivation war hoch, das Aufwärmprogramm intensiv. Dennoch verschlief man den Start des Spiels. In den beiden ersten Offence-Punkten des Spiels wurde jeweils der erste Pass direkt verworfen und die Belgier konnten 0:2 in Führung gehen. Der Coach des deutschen Teams (Allen Clement) nahm ein Timeout und ließ das ganze Team die Endzone hin und zurück sprinten in der Hoffnung, seine Leute damit aufzuwecken. Und diese Maßnahme half. Die Offence spielte ab diesem Punkt konzentriert, die Defence ließ dem Gegner keinen Raum und die Sideline unterstütze die Mannschaft optimal. Das Spiel wurde bis zum Ende von Deutschland diktiert und so gewannen sie 12:8.

Im Halbfinale traf man auf BDM, einem der Stärksten Mixed Teams aus Frankreich. Es wurde ein körperbetontes Spiel mit Regeldiskussionen und einigen Calls auf beiden Seiten. Die deutschen ließen sich dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen und konnten mit einer starken Gesamtleistung überzeugen. Endstand 13:9 und somit der Einzug ins Finale.
Am Sontag um 14 Uhr war es dann so weit, das Finale gegen das All-Star Team von Get Horizontal startete vor dem gespannten Publikum. Die Gegner gingen früh durch eine starke Poach-Defence ihrer Männer in Führung. Das Spiel über die deutschen Frauen klappte besser, führte jedoch durch die individuelle Stärke des All-Star Teams auch nur selten zum Punkteerfolg. Am Ende musste man sich 4:15 geschlagen geben.

Trotz des herben Rückschlags im Finale kann das Wochenende als erfolgreich beschrieben werden. Die Mannschaft ist weiter zusammengewachsen und konnte vor allem am Samstag ihre Konzentration und Intensität auf ein sehr gutes Level bringen. Die Spieler haben ein starkes Vertrauen zueinander gefunden und haben nun die Aufgabe, ihre individuellen Fähigkeiten weiter zu steigern.

Nächste Station: Amsterdam!


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