Kräftemessen in Dänemark

Die deutsche Mixed Ultimate-Nationalmannschaft spielte am letzten Wochenende im Mai ein Test-Turnier in Tørring (Dänemark) gegen die Mixed Ultimate-Nationalmannschaften aus Skandinavien und Großbritannien.

Nach einigen Trainingslagern und zwei ersten kleineren Turnieren in Budapest und Madrid, stand am vergangenen Wochenende nun das erste große Turnier gegen andere Mixed Nationalmannschaften an. Die Spieler*Innen und Hauptcoach Heiko Walldorf sowie Philipp „Hardi“ Hartmann als Co-Trainer nahmen am Freitag, 24. Mai 2019, den weiten Weg aus allen Ecken Deutschlands in die Abgeschiedenheit von Tørring, etwa in der Mitte von Dänemark, auf sich.

Unglücklicherweise fand am gleichen Wochenende der DFV-Pokal in Nürnberg statt und so konnte das Mixed-Team nicht in der kompletten Besetzung starten. Die Plätze der fehlenden Spieler*Innen konnten durch fünf U24 Mixed-Nationalteamspieler/Trainingsspieler aufgefüllt werden, die dadurch die Möglichkeit bekamen neue Erfahrungen zu sammeln. An dieser Stelle vielen Dank für das Mitspielen!

Die Mannschaften kamen für das Turnier in einer großen Schule mit riesigem Sportplatz unter und für die Verpflegung wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Das zeigte sich direkt am Samstagmorgen: Die Teams wurden neben Brötchen und frisch gebackenem Brot mit Croissants, Schokobrötchen, Obst, Saft und vielen weiteren Leckereien in Buffetform überrascht. Zum Mittag gab es alles, was das Herz begehrt (inklusive Schoko- und Obsttarte zum Nachtisch). Und auch das Wetter spielte einigermaßen mit, abgesehen vom Wind waren die Bedingungen mit etwas Sonne und kaum Regen ziemlich gut.

Das Mixed Ultimate-Nationalteam konnte sich am Samstag in vier 90 Minuten-Spielen im Round Robin-Modus mit Großbritannien (GB), Schweden, Norwegen und Dänemark messen. Am Sonntagvormittag sollte dann noch das Spiel gegen Finnland folgen. Die Mannschaft nutzte die Spiele, um verschiedene Offence- und Defence-Systeme auszuprobieren und die Spielsysteme der gegnerischen Teams zu studieren.

Leider zeigte das Mixed-Team insgesamt eine schlechte Leistung. Viele individuelle Fehler mit einfachen Drops, Fehlwürfen und Missverständnissen trugen dazu bei, dass am Samstag nur das Spiel gegen Norwegen im Universe für sich entschieden werden konnte. Samstagabend war der Frustrationsgrad (wenn auch bei guter Stimmung) dementsprechend hoch, in einer Teamsitzung wurde lange über den Tag und die Vorstellungen und Ziele für den Sonntag gesprochen.

Am Sonntag wurde dann besser in das Spiel gegen Finnland gestartet, jedoch konnte am Ende auch hier kein Sieg eingefahren werden. Beim Spiel um Platz 5 gegen Norwegen trat die Mannschaft dann deutlich souveräner auf und konnte Norwegen ein zweites Mal bezwingen.

Zur freudigen Überraschung durfte dann am Sonntag noch das Finale gegen Großbritannien gespielt werden, da die Schweden nach einigen Verletzungen nicht mehr antreten wollten. Im unterm Strich besten Spiel des Wochenendes konnten die Spieler*innen GB einen heißen Kampf liefern, der am Ende 15:11 für GB ausging.

In diesem Spiel, und auch immer mal wieder phasenweise in den anderen Spielen des Wochenendes, konnte das deutsche Mixed-Team seine Qualitäten und Stärken zeigen. Ziel für die nächsten Wochen bis zur Europameisterschaft (EM) wird es jetzt sein, einen Weg zu finden diese Stärken durch ein komplettes Spiel zu tragen und dann bei der EM als Sieger vom Platz zu gehen.

Das positive Resümee vom Wochenende: Alle Mannschaften waren definitiv schlagbar und jetzt liegt es an am Team, die letzten Wochen vor allem mental an uns zu arbeiten um dann zu beweisen, was in uns steckt! Die Stimmung und Einstellung dafür stimmen schon mal, das wurde mit dem Spiritsieg in Dänemark nochmals unterstrichen.


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