Auftakt zur Trainerausbildung des Lehrteams

C-Trainer_Ultimate_GruppenfotoErstes Modul einer Trainerausbildung mit 120 Unterrichts-Einheiten erfolgreich durchgeführt

Darmstadt – Unter der Leitung des DFV Bildungsvorstands Ralf Simon hat Anfang November am IfS der TU Darmstadt das erste Modul einer künftigen DFV-Trainerausbildung stattgefunden. Dazu trafen sich 20 Teilnehmer aus ganz Deutschland, die die Frisbeesportarten Ultimate, Disc Golf und Freestyle repräsentierten.

Zu Beginn des ersten Ausbildungsmoduls wurde aus dem Kreis der Seminarteilnehmer ein Ausbildungsausschuss gewählt, der in Kürze unter ausbildung[at]frisbeesportverband.de erreichbar sein wird. Er besteht aus (sortiert nach Nachnamen): Rainer Beha, Heidelberg (Ultimate), Holger Hill, Hamburg (Disc Golf, Freestyle), Robert Jablko, Berlin (Ultimate), Heiko Kissling, Mainz (Ultimate, Disc Golf), Christoph Ladendorf, Hamburg (Disc Golf), Ralf Simon, Darmstadt (Leiter, Ultimate) und Harald Skomroch, Köln (Freestyle). 

Unter den Telnehmern waren zahlreiche Sportwissenschaftler und Pädagogen, zudem durchweg erfahrene Praktiker aus ihren jeweiligen Sportarten. Alleine im Bereich Ultimate waren wenigstens fünf Teilnehmer am diesjährigen europäischen Clubfinale in Bordeaux dabei, darunter zwei amtierende Deutsche Meister Open von „Bad Skid“, sowie auch Open-Nationaltrainer Stefan Rekitt. Insgesamt stellte das Seminar eine hochkarätige Versammlung von Disc-Experten aller drei Disziplinen dar, wie sie es zuvor noch nie gegeben hat.

Themen des ersten von acht Modulen mit jeweils 15 Unterrichtseinheiten waren Bewegungslehre, Trainingslehre, Pädagogik und Sportorganisation sowie bezogen auf Regelkunde der „Spirit of the Game“ und bezogen auf die Praxis Scheibengewöhnung, Werfen, Fangen und einfache Spielformen sowie Auf- und Abwärmen. Während viele der theoretischen Inhalte wenig kontrovers diskutiert wurden, brachten vor allem die Diskussionen zur Regelkunde und zu den praktischen Übungen zahlreiche Erkenntnisse mit großer Tragweite.

So wurde festgehalten, dass entgegen der Aufstellung in Wikipedia wenigstens auch im Regelwerk des Sportes Disc Golf der Fairplay-Gedanke explizit enthalten ist. Zugleich fanden die Teilnehmer heraus, dass der „Spirit of the Game“ gemäß Formulierung im Ultimate-Regelwerk weitgehend auf alle Discsportarten zutrifft. Im Freestyle Frisbee, wo es keine Gegenspieler, sondern nur Mitspieler gibt, wird dieser Gedanke weit informeller ausgelebt, auch mit Spiritsiegern jedes Turniers, auch wenn dies nicht im Regelwerk hinterlegt ist.

Insgesamt kann von einer identitätsstiftenden Qualität dieses ersten Lehrgangs für den DFV e.V. gesprochen werden. Die 20 Teilnehmer sind die künftigen Ausbilder und damit Mitglieder des ersten DFV-Lehrteams, das nach Abschluss von acht Modulen (vier davon übergreifend, vier dann jeweils speziell) sich selbst prüfen und zertifizieren wird und anschließend entsprechende Angebote “für jedermann” durchführt. Geplant sind C-Lizenzen im Ultimate Frisbee, im Disc Golf und im Frisbeesport Breitensport mit jeweils 120 Unterrichtseinheiten. Die ersten 60 UEs (die Hälfte des Lehrgangs) werden für alle drei angestrebten Lizenzen gleich sein und sportartübergreifend durchgeführt.



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