DFV-Ausbildungsordnung nimmt Gestalt an

DFV-Trainer-InhalteRessort „Bildung und Wissenschaft” orientiert sich an DOSB-Richtlinien

Köln – Ende Februar hat DFV-Bildungsvorstand Ralf Simon dazu eingeladen, die durch ihn entwickelte Ausbildungsordnung des DFV gemeinsam auf Herz und Nieren zu prüfen. Als externen Berater konnte DFV-Geschäftsführer Jörg Benner den Geschäftsführer des Stadtsportbundes Köln, Rolf Kilzer, gewinnen, der langjährige Erfahrungen in Lizenzierungsverfahren unter anderem im deutschen Ruderverband hat. Zusätzlich waren jeweils zwei Vertreter der Frisbeesportarten Ultimate, Disc Golf und Freestyle vertreten.

Die Teilnehmer der Sitzung gingen das Curriculum, das bereits zur vergangenen DFV-Jahreshauptversammlung im November 2001 vorgelegt wurde, in allen Einzelheiten durch. Dabei kristallisierten sich folgende Sachverhalte heraus:
 –  Der DFV strebt eine Trainerausbildung gemäß Lizenz C für den Breitensport (Frisbeesport) sowie für Ultimate Frisbee und für Disc Golf an.
 – Die gemäß DOSB-Richtlinien verlangten 120 Unterrichtseinheiten (UE) werden je in vier Basis- und vier Aufbaumodule à je 15 UE eingeteilt.
 – Diese Modul können dann in verschiedene Lehrgangsformen abgehalten werden.
 – Alle drei Trainerlehrgänge absolvieren die vier Basis-Module gemeinsam (60 UE, s. Übersicht)

Aufgrund der stark abweichenden Anforderungsprofile des Teamsports Ultimate und der Individualdisziplin Disc Golf bestehen in den Aufbaumodulen nur noch geringe Übereinstimmungen. Schon bei den Theorieeinheiten zu Bewegungs- und Trainingslehre sind die Profile der beiden Sportarten sehr unterschiedlich, ebenso wie bei den Praxisanforderungen (vom Aufwärmen über das Werfen bis hin zum Konditionstraining). Daher erschien dem Gremium diese Aufteilung übereinstimmend als unverzichtbar.

Als weitere Grundvoraussetzungen wurden folgende Dinge klar:
 – Der DFV wird keine Übungsleiterausbildungen vornehmen (Ressort der Landessportbünde)
 – Die Vergabe von offiziellen Trainer-Lizenzen kann nur nach einer Anerkennung durch den DOSB erfolgen.

Im nächsten Schritt ist nun die Disc Golf-Abteilung aufgefordert, einen Vorschlag für Inhalt und Verteilung der Unterrichtseinheiten der Aufbaumodule zum Trainerschein Disc Golf zu erstellen. Außerdem werden die Freestyler verstärkt in den Trainer C Breitensport integriert. Nach Aufarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse soll in wenigen Wochen das nächste Treffen zur nochmaligen redaktionellen Lesung der ausgearbeiteten Inhalte erfolgen.

Zwischenzeitlich werden Personen vorgeschlagen, die im Ressort die Ausbildungsordnung weiter ausarbeiten, das Lehrmaterial erstellen und das erste bundesweite Lehrteam bilden. Mit der ersten Fassung der Ausbildungsordnung inklusive dem vollständigen Lehrgangssystem für die drei genannten C-Trainerscheine wird sich der DFV zur weiteren Abstimmung dann unmittelbar an den DOSB wenden. Eine erste praktische Umsetzung der Basismodule könnte noch Ende dieses Jahres angeboten werden. Die Lehrgangssysteme für B- und später A-Trainer sollen nach und nach folgen..

Bei Rückfragen bitte Ralf Simon anschreiben unter bildung@frisbeesportverband.de



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