Zweimal Gold und zweimal Silber

Dt-U17_EM-2011_WrozlawDeutsche Junioren gewinnen und deutsche Juniorinnen verlieren Finale der Ultimate-EM

Wrozlaw (Breslau) – Nachdem sich alle vier deutschen Nationalteams für die Finale der Junioren Ultimate-EM in Polen qualifiziert haben, konnten beide Jungen-Mannschaften den Titel erringen (Junior Open 17:10 gegen Österreich, U17 15:6 gegen Großbritannien, Foto: Brucklacher). Die beiden Mädchen-Teams scheiterten leider an Italien (Junior Women 12:16) respektive an Großbritannien (U 17 5:9). Damit ist Deutschland die erfolgreichste Nation der Junioren Ultmate-EM 2011.

Im vergangenen Jahr hatten die beiden deutschen U17-Nationalteams bei der EM in Heilbronn die Titel geholt. Mit den jetzigen vier Top-Platzierungen wird dieses Ergebnis nochmals übertroffen. Bereits am Freitag vollendeten die deutschen U17-Jungs ihr sehr  erfolgreiches Auftreten auf der EM mit einem ungefährdeten Sieg über Großbritannien. Sie schlossen das Turnier mit acht Siegen aus acht Spielen und einer Punktedifferenz von 113:46 Punkten ab. Erfolgreichste Scorer wurden Samuel Beuttenmüller mit 44 Punkten (33 Assists und 11 Punkte), Marcel Bührer mit 35 (16/19) und Luka Kliewe mit 33 (15/18). Im Finale zogen sie schnell auf 7:1 Punkte davon, erhöhten nach der Halbzeit auf 13:3, ehe sie den Siegpunkt zum 15:6 erzielten. Im kleinen Finale besiegte Frankreich Schweden mit 13:10. Die Bilanz der deutschen U17-Jungs unter Trainer Max Leibersberger ist umso erfreulicher, da viele Spieler des Vorjahres ins Junior Open-Team gewechselt sind. Zudem konnte das deutsche Team auch den Spirit-Preis in seiner Division gewinnen.

Im ersten Finale des Schlusstages hatten die deutschen U17-Mädchen gegen Großbritannien den schlechteren Start. Sie lagen schnell 0:2 und 2:5 zurück. Anschließend gelang jedoch nach zahlreichen Turnovern der Ausgleich zum 5:5.  Die deutschen Mädchen waren nicht an die englische Härte gewöhnt und haben sich anschließend ein wenig unter Wert verkauft. In der zweiten Halbzeit, die bereits in die Überzeit hineinreichte, gelang ihnen leider kein Punkt mehr. Dennoch haben sie sich als ebenbürtige Gegnerinnen erwiesen und können stolz sein auf die errungene Silbermedaille. Platz drei ging an Finnland. Für die Zukunft bleibt zu hoffen, dass es in dieser Division mehr Teilnehmerinnen geben wird.

Anschließend traten die deutschen Junior Women gegen Italien an, die bis dahin ebenfalls in fünf Spielen ungeschlagen waren. Bis zur Halbzeit (7:6 für Deutschland) und kurz darüber hinaus (8:7) konnte Deutschland immer wieder die Führung übernehmen, danach gelangen den Italienerinnen jedoch vier vorentscheidende Punkte in Folge. Zweimal konnten die deutschen Mädchen auf einen Zweipunkterückstand verkürzen (9:11 und 10:12, beide Punkte durch Katharina Schulze), dann jedoch warf Eva Tondini zwei mal in Folge weitere Pässe in die Endzone zu Punkten für Italien (14:10), sodass ihnen der Sieg in Überzeit beim Spiel auf 16 nicht mehr zu nehmen war. Für das deutsche Junior Women-Team ist der Gewinn der Silbermedaille dennoch ein großer Entwicklungsschritt nach vorne. Ebenfalls stark in dieser Division waren Schweden und Großbritannien, die auf die Plätze 3 und 4 kamen (17:11 für Schweden). Zuvor hatten die Deutschen Großbritannien mit 13:4 geschlagen.

Abschluss und nicht nur aus deutscher Sicht der Höhepunkt des Turniers war das Finale der Junior Open-Division zwischen Österreich und Deutschland. Österreich hatte im Halbfinale Großbritannien überraschend deutlich mit 17:13 geschlagen (Pausenstand 9:4) und Deutschland Italien mit 17:5 (Pausenstand 9:2). Im äußerst spannenden kleinen Finale konnte Italien Großbritannien mit 13:12 bezwingen. Das Finale verlief dagegen relativ einseitig: Schnell wurde ein 4:1-Vorsprung erarbeitet (drei Vorlagen durch Nico Müller), zur Halbzeit stand es (u.a. durch drei weitere Vorlagen von Nico Müller) 9:5. In der zweiten Halbzeit wurde der Vorsprung auf 16:8 ausgebaut, ehe der Siegpunkt zum 17:10 folgte. Auffälligste Spieler im Finale: Nico Müller mit 8 Assists, Michael Beuttenmüller mit 2 Assists und 6 gefangenen Punkten, David Schall (2/5) und Mo Brucklacher mit 4 Punkten.

Die Turnierbilanz des deutschen Junior Open-Teams ist überragend: neun Siege aus neun Spielen bei 153:52 Punkten. Auffälligste Spieler der Scorerbilanz: Mo Brucklacher mit 38 Punkten (32/6), Nico Müller mit 37 (33/4) sowie Michael Beuttenmüller mit 34 (13/21).

Spielberichte der Finale: U17 männlich Deutschland – Großbritannien, http://eyuc2011.frisbee.pl/?view=gameplay&Game=1103, U 17 weiblich Großbritannien –Deutschland, http://eyuc2011.frisbee.pl/?view=gameplay&Game=1112, Junior Women Deutschland – Italien, http://eyuc2011.frisbee.pl/?view=gameplay&Game=1072, Junio Open, Österreich – Deutschland, http://eyuc2011.frisbee.pl/?view=gameplay&Game=1044. Alle Ergebnisse unter  http://eyuc2011.frisbee.pl.



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