DFV sucht Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit

Im Deutschen Frisbeesport-Verband ist ab sofort eine Stelle für eine oder einen Beauftragten für Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung im Ehrenamt zu besetzen. Interessensbekundungen oder Bewerbungen werden bis zum 20. August 2018 erbeten, per Mail an die DFV-Geschäftsstelle unter geschaefte[at]frisbeesportverband.de.

Hintergrund der Stellenausschreibung ist der zentrale Wert der Geschlechtergerechtigkeit innerhalb des DFV und der World Flying Disc Federation (WFDF). Diese führte erst jüngst am Rande der Ultimate Club-WM in Cincinatti, Ohio (USA), zwei Gender Equity Workshops durch (siehe Fotos). Daran nahmen knapp 50 Spieler:innen, Trainer:innen und Organisator:innen aus mehr als einem Dutzend Länder teil, um Pläne zur Sensibilisierung und zur Handlungsfähigkeit rund um Gender Equity-Fragen zu diskutieren.

Die Sitzungen an zwei Abenden von Wettkampftagen wurden geleitet von der Vorsitzenden der WFDF-Kommission Frauen im Sport Caroline „Caz“ Malone aus Hong Kong, China, und unterstützt durch ein Team von Cadoux Consulting. Die erste Sitzung am Sonntag, 15. Juli 2018, trug den Titel  „Training von Gerechtigkeitskonzepten zu Geschlechterfragen und darüber hinaus”, die zweite am Montag, 16. Juli 2018, hieß „Gerechtigkeitstraining für Organisator:innen”. WFDF hat auf seiner Facebookseite ein Video der beiden Workshops von der Producerin Julia Johnson hinterlegt. WFDF-Präsident Robert „Nob” Rauch erklärte:

„Sport kann einen positiven Einfluss auf den Fortschritt von Geschlechtergerechtigkeit und –gleichheit haben, um die expliziten und impliziten Barrieren zu überwinden, die in der Gesellschaft bestehen.“

Er drückte seinen Stolz darüber aus, dass die WUCC gemessen an der Anzahl der Teams in völliger Geschlechtergleichheit durchgeführt wurde, und seine Hoffnung darüber, dass der Anteil an Frauen im Frisbeesport weiter gesteigert werden kann.

Wie in den WFDF-Workshops soll auch im DFV die Sensibilisierung für und Reflektion über bestehende Ungleichheitsstrukturen erhöht werden. Zudem sollen Instrumente verfügbar werden, mit denen implizite und explizite Stereotype hinterfragt und verändert werden können. Die Verantwortung zum Fair Play – festgehalten im Spirit of the Game – beinhaltet sowohl die Sicherstellung von Geschlechtergerechtigkeit und -inklusion auf und neben dem Spielfeld als auch den konkreten Schutz vor Diskriminierung.

Die oder der Beauftragte für Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung kann zu verschiedenen Themen aktiv werden und dabei eigene Schwerpunkte setzen. Insbesondere sollen dadurch einige Ziele des DFV unterstützt werden, wie die Steigerung des Frauenanteils innerhalb der verschiedenen Frisbeesportarten, die Stärkung der Stellung von Frauen im Frisbeesport, die Förderung der Familienfreundlichkeit des Frisbeesports und der Schutz vor (sexualisierter) Gewalt.

Denkbar sind beispielsweise die Einberufung eines Komitees für Geschlechtergerechtigkeit oder eines Arbeitskreises zum Thema „Sicherer Frisbeesport“. Zudem könnten Richtlinien und Vorhaben zur Verbesserung von Geschlechtergerechtigkeit und Familienfreundlichkeit im Frisbeesport angeregt und aufgesetzt werden. Durch Informationsaustausch und Gesprächsangebote sollen für den Verband und die Community kontinuierlich Impulse für eine gemeinsame Entwicklung hin zu einem gendergerechten und -inklusiven Frisbeesport gesetzt werden.
Hast Du Lust, für den DFV in den Belangen von Geschlechtergerechtigkeit und Antidiskriminierung aktiv zu werden? Haben wir Dein Interesse geweckt? Dann rufe bitte das Stellenangebot auf der entsprechenden Unterseite der DFV-Homepage auf und melde Dich bei DFV-Geschäftsführer Jörg Benner.


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