Frisbeesport-Nachrichtensplitter 3, Juni 2014

Handzeichen-NeuÄnderungen bei den Ultimate Handzeichen

Zum Bewahren des selbstregulativen Elements kommt den Handzeichen im Ultimate in Zukunft eine noch weit stärkere Bedeutung zu. Sie dienen der unmiss-verständlichen visuellen Kommunikation auf und neben dem Feld und sollten im Rahmen der Regelkunde in jedem Team eingeführt werden. Der Flugscheiben Weltverband WFDF (World Flying Disc Federation) hat nun im Vorfeld der diesjährigen Weltmeisterschaften WJUC und WUCC im August im italienischen Lecco den aktualisierten Anhang zu den Ultimate-Regeln online gestellt.

Neben der testweisen Einführung so genannter Spielberater (Game Advisor, s. DFV-Bericht) betrifft dies auch die mögliche Nutzung von Foto- und Videobeweisen (s. die Beiträge bei Ultiworld und Sludge Output sowie bei Ultiszene und vgl. im Regel-Appendix Punkt B 7.1.) sowie Änderungen bei den Handzeichen. Drei Handzeichen wurden gegeneinander ausgetauscht sowie ein paar neue definiert. Da sie bisher so gut wie nicht in Gebrauch waren, muss niemand umdenken. Allerdings ist die Gelegenheit erstklassig, die neuen Handzeichen JETZT in den Trainingsalltag zu integrieren. Sie liegen auf der Startseite der DFV Ultimate-Abteilung, rechte Spalte bei den „Unterlagen zum Spirit of the Game“.

3. Münsteraner Schulmeisterschaften im Ultimate Frisbee

Rund ein Dutzend Teams in drei Altersklassen spielten Mitte Juni die Münsteraner Schulmeisterschaften im Ultimate untereinander aus. Bei den Teams der Oberstufe konnte das vom U20 Nationalspieler Tim Tuschen angeführte Team des Schiller-Gymnasiums den ersten Platz belegen vor dem Team des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums  sowie den beiden Teams des Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasiums. In der Mittelstufe verteidigte das Team der Realschule im Kreuzviertel mit zwei U17 Nationalspielerinnen den Titel. Daneben wurde es von den anderen auch noch zum Spirit-Sieger gewählt. Die Plätze zwei und drei gingen an Mannschaften des Schlaun-Gymnasiums, die Plätze vier und fünf an das Hittorf. Nach kurzfristigen Absagen traten in der Unterstufe nur Teams der Realschule im Kreuzviertel an, die den Sieg unter sich ausmachten. „Nachdem wir im Vorjahr von einem Unwetter überrascht wurden, konnten wir in diesem Jahr auf vier Feldern, bei schönstem Sonnenschein, Ultimate auf gutem Niveau sehen“ kommentierte Klaus Sumowski, Realschule im Kreuzviertel, die gelungene Veranstaltung.

Jammy-Awards_2013Deutsche Gewinner bei den Freestyle Jammy Awards 2013

In jedem Jahr werden in der weltweiten Freestyle Frisbee-Szene zahlreiche Spielerinnen, Spieler sowie Turniere mit den Jammy Awards ausgezeichnet. Hauptorganisator Paul Kenny hat nun die 14 Preisträger 2013 in den unterschiedlichen Kategorien bekannt gegeben. Darunter befinden sich einige deutsche Preisträger: Der „Spirit of the Jam” wurde Freestyle Frisbee Karlsruhe für ihre unermüdlichen Aktivitäten verliehen. Den „stärksten Turbo“ zündete Freddy Finner (Karlsruhe). „Hinter den Kulissen“ machte sich Philipp Lenarz (Berlin) bei der Weiterentwicklung des Bewertungssystems verdient. Zur Party des Jahres wurde das Spirit Camp in Eisenberg (zu Hannover) gekürt, organisiert von Matthias Koch. Den Preis „Most Fired up” schließlich erhielt Bianca Strunz (Berlin) bei den Frauen und Andrea Pecciari und Phil Krüger bei den Männern.

Die weiteren Preise: Turnier des Jahres wurde Potlach (organisiert von Ryan Young), Rookies des Jahres die Italiener Anna Bragagnolo und Fabio Nizzo, der Move des Jahres stammt von Arthur Coddington („Quad Crow Pull”, etwa „Hockkrähenwurf” ?), der auch Spieler des Jahres wurde, Spielerin des Jahres ist Lisa Hunrichs, der Preis für die „Hingabe an den Sport“ geht an das Varanasi Lehrprojekt von Fabio Sanna und Eleonora Imazio, Dokumentarer des Jahres wurde Jake Gauthier, zusammen mit Arthur Coddington auch geehrt für die Routine des Jahres, herausragender Altmeister wurde Rob Fried, ausgezeichnet für das Comeback des Jahres wurde der Brite Jason Salkey.

USA-Ultimate-LogoUSA Ultimate und Japanische Flying Disc Association national anerkannt

Jüngst sind die Frisbeesport-Verbände Japans und der Vereinigten Staaten von ihren jeweiligen nationalen Olympischen Komitees anerkannt worden (siehe WFDF-News zu Japan und den USA). Die Japan Flying Disc Association (JFDA) und USA Ultimate sind als zwei der weltweit größten Frisbeeverbände damit nun Mitglied der olympischen Verbände Japans und der USA. Eine nationale Anerkennung der Frisbeesportarten, wie sie bereits in zahlreichen weiteren Ländern besteht, ist die Voraussetzung für eine staatliche Förderung und in Deutschland z.B. auch dafür Trainerlizenzen vergeben zu dürfen. In der Vorbereitung auf eine nationale Anerkennung wird in Deutschland derzeit die Gründung von Landesverbänden Frisbeesport vorangetrieben.


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