Spielbetrieb im DFV eingestellt

Der Deutsche Frisbeesport-Verband hat beschlossen, aufgrund der Corona-Krise seinen Spiel­betrieb bis wenigstens Mitte April einzustellen. Das hat DFV-Präsident Volker Schlechter mitgeteilt.

Darunter fallen sämtliche bis dahin terminierte Veranstaltungen der German Tour im Disc Golf als auch geplante Veranstaltungen im Ultimate, vor allem Nationalteam-Trainingscamps. In der Folge wird regelmäßig überprüft, ob danach geplante Veranstaltungen durchgeführt werden können, wie Nationalteam-Trainingslager am DFV-Bundesleistungszentrum in Darmstadt sowie die Masters- und Grandmasters Ultimate-DM am letzten April-Wochenende. Die TU Darmstadt hatte am 12. März 2020 mitgeteilt, dass die Angebote des Unisport-Zentrums bis auf Weiteres eingestellt werden.

Daneben rät der Verband allen Landesverbänden und Vereinen ebenfalls von der Ausrichtung von Turnieren bis auf Weiteres abzusehen. Hintergrund ist die Pressekonferenz der Bundeskanzlerin Angela Merkel und zweier Ministerpräsidenten am 12. März 2020, worin sie verkündete, dass sämtliche Veranstaltungen, auch mit deutlich weniger als 1.000 Personen, abgesagt werden sollten, wenn sie „nicht wichtig“ seien.  Volker Schlechter, Präsident des Deutschen Frisbeesport-Verbandes, konstatiert:

„Für uns als Dachverband steht außer Frage, dass die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler sowie von deren Angehörigen an erster Stelle steht. Daher gibt es in Anbetracht der höheren Gewalt und der politischen Empfehlungen für uns keine Alternative zu dieser Entscheidung. Die unterschiedlichen Regelungen in allen Bundesländern, die sich sogar je nach Stadt und Gemeinde unterscheiden, erlauben vorübergehend keine Fortsetzung der Nationalteam-Aktivitäten im Ultimate sowie der German Tour im Disc Golf.“

Der Vorsitzende der DFV Disc Golf-Abteilung Stephan Mesel hat mitgeteilt, dass die GT-Wertung ausgesetzt wird und bis auf weiteres keine GT-Punkte vergeben werden. Sobald es die Gesamtsituation erlaubt, wird die GT mit Vergabe von Punkten wieder gestartet. Derzeit ist noch offen, wie lange das genau dauern wird. Eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Situation und damit auch zur Turniersaison in den Frisbeesportarten ist aktuell nur sehr schwer möglich.

Wie das Robert Koch Institut am 12. März mitteilte, sind inzwischen in allen Bundesländern Infektionsfälle mit dem neuen Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt worden. Die weltweite Ausbreitung von COVID-19 wurde am 11. März 2020 von der WHO zu einer Pandemie erklärt. Es wird auch in Deutschland von einer „sehr dynamischen“ Situation gesprochen:

„Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit insgesamt als mäßig eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region und ist in „besonders betroffenen Gebieten“ hoch. Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu. (…)

Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.“


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