WUGC 2016: Tag 2 – Montag

WUGC2016-Logo-largeDisclaimer: Der heutige Beitrag muss leider ohne Fotos auskommen, da die Kamera aufgrund des Regens im Hotel geblieben ist.

Der zweite Tag der WUGC 2016 in London startete mit dem weltbekannten britischen Sommer: Starkregen und überraschende Windböen. Schon nach wenigen Punkten sah man auf den eigentlich ausgezeichneten Feldern die ersten Spuren, da es über Nacht sehr viel geregnet hatte. Auch der Livestream konnte teilweise nicht produziert werden, da es durch den Regen Probleme mit der Stromversorgung gab. Im Laufe des Tages nahm der Regen jedoch ab und die letzten Spiele fanden wieder bei Sonnenschein statt.

Open

Coach Stefan Rekitt hatte sich von seinem Team gewünscht, dass es am zweiten Tag besser in die Spiele startet und sein Team tat ihm im Spiel gegen Irland den Gefallen. Auf dem Showcase-Field und mit Livestream-Übertragung war die perfekte Bühne für ein spannendes Spiel der beiden europäischen Teams geschaffen. Eine präzise Offense und eine wache Defense stellte schnell vermeintlich klare Verhältnisse her und die Deutschen holten die Halbzeit mit 8:3. Doch wie Captain Philipp Haas später anmerkte, sollte man die Iren niemals abschreiben. Nach der Halbzeit verbesserte sich deren Spiel merklich und durch vier Punkte am Stück, konnten sie das Spiel gegen Ende noch einmal spannend machen. Das deutsche Team konnte sich jedoch wieder fangen und brachte den Sieg in den letzten Punkten relativ ungefährdet mit 15:12 nach Hause.

Im zweiten Spiel des Tages wartete das Open-Team aus Ägypten, welches deutlich mit 15:5 geschlagen wurde. In beiden Spielen wurde deutlich, dass die Teamchemie stimmt und viele Mechanismen aus der langen Vorbereitung ineinander greifen. Für die Power-Pool Phase wird die Teamleitung wohl noch an ein paar letzten Stellschrauben drehen, bevor es gegen die noch stärkeren Gegner geht. Dort treffen sie ab morgen auf die Schweiz, Österreich und Schweden.

Damen

Die Deutsche Damen Nationalmannschaft hat einen schweren Tag hinter sich. Im ersten Spiel ging es gegen die altbekannten Gegnerinnen aus der Schweiz, die in der Vorbereitung als Sparrings-Partner dienten und erst vor wenigen Wochen im Finale des Windmill besiegt werden konnten. Die Schweizerinnen hatten offensichtlich noch eine Rechnung offen und starteten hochmotiviert in das Spiel. Die deutschen Damen zeigten sich überrascht und es entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, welches im Universe Point an die Schweiz ging. Eine ärgerliche Niederlage, die laut DNT-Spielerin Meryl Kusyk vor allem damit zu begründen ist, dass ihr Team nie richtig in ihr typisches Spiel finden konnte. Viele unübliche Fehler in der Offense gaben den Eidgenossinnen immer wieder die Scheibe zurück, was diese effizient ausnutzen konnten.

Das zweite Spiel des Tages war der wohl härteste Brocken der Pool-Phase: Kanada. Um das Showcase-Field zu schonen, wurde das Spiel auf ein anderes, windigeres Feld verschoben. Mit diesen Verhältnissen kamen die erfahrenen Kanadierinnen deutlich besser zurecht, die trotz teilweise heftigem Gegenwind mit sehr präzisen Würfen zu beeindrucken wussten. Wieder schlichen sich bei den Deutschen kleine Fehler ein, die von der sehr physischen Verteidigung der Damen aus Kanada ausgenutzt wurden. Leider war das Spiel auch von vielen Turnovers und häufigen Diskussionen nach engen Calls geprägt.

Trotz dieser zwei Niederlagen ist für das DNT noch alles möglich. Mit zwei Siegen aus den letzten beiden Pool-Spielen gegen die Gastgeberinnen aus Großbritannien und das Team aus Österreich, wäre Platz 3 wohl gesichert. Bei einer zusätzlichen Niederlage der Schweiz gegen GB wäre durch einen Dreiervergleich sogar noch Platz 2 möglich.

Mixed

Am zweiten Turniertag durften auch die Mixer ins Turnier starten, hatten dabei aber nicht annähernd so gute Bedingungen wie die anderen Teams am Sonntag. Bei starkem Regen mussten sie direkt gegen die favorisierten Japaner ran. Diese konnten ihre traditionell sehr sicheren Würfe trotz der Witterungsbedingungen meist perfekt anbringen, wohingegen es bei den Deutschen Mixern daran in der ersten Halbzeit oft noch haperte. Im Laufe des Spiels konnten sie sich jedoch deutlich steigern und boten den Japanern teilweise ein Spiel auf Augenhöhe. Die Japaner konnten das Spiel 15:9 gewinnen, doch die Deutschen haben laut Captain Moritz Neumann auch einiges Positives für die kommenden Spiele mitnehmen können.

Wie schon die Japaner war auch das Mixed-Team aus Singapur ein interessanter Gegner, da sie ebenfalls mit einem sehr speziellen Spielstil auftraten, der für Europäer äußerst ungewohnt ist. Das Spiel war lange sehr ausgeglichen, doch die Deutschen konnten sich bald absetzen und gewannen das Spiel mit 14:12. Captain Neumann hob vor allem den ausgezeichneten Spirit der Spieler und Spielerinnen aus Singapur hervor.

Im Power-Pool stehen für die Mixer ab Morgen Spiele gegen Irland, Hong Kong und die USA an.

Open Masters

Die Open Masters hatten heute mit den Herren aus Kanada ebenfalls einen schweren Gegner vor der Brust. Coach Tarek Iko Eiben zog nach dem Spiel ein gemischtes Fazit. In der ersten Halbzeit hatte man sich den Kanadiern deutlich unter Wert verkauft und es deren Defense mit vielen kleinen Fehlern viel zu einfach gemacht. Im späteren Teil des Spiels konnte jedoch die nötige Konzentration gefunden werden und es wurde ein enges Spiel, auch wenn dieses Aufbäumen etwas zu spät kam. Der Endstand betrug 15:8. Morgen geht es gegen Großbritannien um den zweiten Platz in der Gruppe. Seit dem Confederations-Cup verbindet die beiden Teams ein fast freundschaftliches Verhältnis, weswegen ein sehr gutes Spiel erwartet mit, mit hoffentlich gutem Ausgang für die deutschen Masters.

Damen Masters

Das letzte deutsche Spiel des Tages bestritten die Damen-Masters gegen Japan. Leider waren die Japanerinnen deutlich überlegen, weshalb man über das Spiel wenig sagen kann. Die Geschwindigkeit und Aggressivität der Japanerinnen war einfach ein Gang zu hoch für die Deutschen, die morgen gegen die als ebenfalls stark einzuschätzenden USA ran müssen.

Guts

GER 1 kann mit dem bisherigen Turnier-Verlauf recht zufrieden sein. Gegen Belgien konnte heute zunächst ein Sieg eingefahren werden (21:17) , auf den dann aber zwei Niederlagen gegen USA 1 (8:21) und Japan (8:21) folgten. Im letzten Spiel des Tages wurde gegen GB leider der Sieg knapp verpasst (17:21), was laut Coach Clemens Krautmann an der etwas höheren Konzentration auf Seiten der Briten lag.

GER 2 wartet leider immer noch auf den ersten Turniersieg. Die heutigen Spiele gegen USA 2 (11:21), Australien (17:21), GB (15:21) und Japan (11:21) gingen alle verloren. Dennoch ist eindeutig eine steigend Formkurve zu erkennen und der erste Sieg hoffentlich nur eine Frage der Zeit.

 


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