Literatur

Erfahrungsgemäß hat der Frisbeesport in der Vergangenheit den stärksten Zulauf über den Hochschulsport in deutschen Universitätsstädten erfahren. Sportstudierende, die in Berührung mit dem faszinierenden Sportgerät gekommen sind, verstehen es als spätere Sportlehrende diese Faszination auf ihre Schülerinnen und Schüler zu übertragen. So haben sich zuletzt vermehrt auch Schul- und Junioren-Vereinsteams gebildet, die seit einigen Jahren vermehrt eigene Turniere und auch Meisterschaften austragen.

Im Rahmen der studentischen Beschäftigung mit dem Frisbeesport sind in den vergangenen Jahren einige (bisher unveröffentlichte) wissenschaftliche Arbeiten entstanden, die der DFV allen Interessierten hier zur Information und zur Beschäftigung mit dem Frisbeesport anbietet. Selbstverständlich liegt das Einverständnis aller zitierten Autorinnen und Autoren vor. Dennoch unterliegen die Arbeiten dem Urheberrechtsgesetz, das heißt: Das geistige Eigentum der Autorinnen und Autoren ist zu beachten. Wer seine Arbeit ebenfalls zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch anbieten möchte, schreibt bitte an presse@frisbeesportverband.de.

Birger Schultze: Biomechanische Aspekte des Scheibenwurfs, (PDF, 2,69 MB, in englischer Sprache), Bachelorthesis im Fachbereich Sportwissenschaften der Wilhelms Universität Münster 2016

Auf Basis der wenigen verfügbaren Literatur erarbeitet der Autor den derzeitigen Forschungsstand über die Biomechanik des Scheibenwurfs. Die vorhandenen Quellen werden einander gegenübergestellt sowie Unterschiede der Wurfbewegungen von Rückhand- und Vorhandwürfen erarbeitet. Birger Schultze spielt seit 2010 Ultimate in Kiel, Lübeck und seit Ende 2012 in Münster.

Nikolai Parsa: Problematik der Trendsportentwicklung zur etablierten Sportart in Deutschland, am Beispiel Ultimate Frisbee (PDF, 1 MB), Zulassungsarbeit für die erste Staatsprüfung für ein Lehramt an Realschulen am Sportzentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 2015.

Nach einer Problematisierung des Trendsportbegriffs geht es um die Entwicklung des Ultimates in Deutschland und weltweit, sofern dies Einfluss auf die Entwicklung hierzulande hat. Dies wird auf das Entwicklungsmodell von Lamprecht und Stamm angewendet, wobei aktuelle Probleme vertieft und herausgearbeitet werden. Zur wissenschaftlichen Prüfung der bisherigen Recherchen wurde ein Experteninterview mit dem Geschäftsführer des DFV, Jörg Benner, durchgeführt, dessen Angaben und Aussagen abschließend mit den Schwerpunkten der Arbeit verglichen werden.

Georg Schmuker: Die Frisbeescheibe beim Spiele-Erfinden im Rahmen eines erziehenden Sportunterrichts (PDF, 545 KB), theoretische Konzeption und praktische Umsetzung am Beispiel des Gegenstands Frisbeescheibe als Zulassungsarbeit für die erste Staatsprüfung für ein Lehramt an Realschulen am Sportzentrum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 2012.

Der Autor erläutert den erziehenden Sportunterricht als pädagogische Leitidee, im Konzept des Doppelauftrags Erziehung zum als auch Erziehung durch Sport und konkretisiert dies anhand des Lehrplans von Nordrhein-Westfalen. Daraufhin werden Anforderungen an den Sportlehrer thematisiert, die sich im Rahmen der Vermittlungskonzeption ergeben. Über die Grundsatzfrage, ob das Begriffepaar Erziehen und Spielen einen Widerspruch oder eine Chance darstellt, erläutert Georg Schmuker Eigenschaften von Spielen und bettet in diesen Kontext den Einsatz von Frisbeescheiben ein. Abschließend beschreibt er die praktische Umsetzung und die Auswertung dieser Untersuchung.

Simon Knaup: Das konditionelle Beanspruchungsniveau im Ultimate (PDF, 823 KB), Analyse des konditionellen Beanspruchungsniveaus im Ultimate, schriftliche Hausarbeit für die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Würzburg 2009

Zunächst wurden mit einem Yo-Yo Intermitten Recovery Test die maximalen Herzfrequenzen der Teilnehmer bestimmt. Danach wurden während eines Testspiels mit offiziellen Regeln kontinuierlich die Herzfrequenzen der Spieler gemessen. In Hinblick auf die Leistungsdiagnostik ergab sich unter anderem, dass im Leistungsbereich insbesondere an der Schnelligkeit gearbeitet werden sollte und gut ausgebildete Schnelligkeitsausdauer und Kraftausdauer absolute Notwendigkeit sind.

Holger Hill: Weitwurf im Frisbeesport (PDF, 300 KB), Eine empirische Untersuchung über gefestigte Bewegungsmerkmale und den damit verbundenen Schwierigkeiten beim Erlernen eines Bewegungsablaufs am Beispiel des Frisbee-Weitwurfs, wissenschaftliche, unveröffentlichte Hausarbeit am Sportinstitut der Universität Dortmund 2007

Dabei geht es unter anderem um das Erstellen eines Beobachtungsbogens zur Auswertung von Videoaufnahmen der Wurfbewegung. Ziel war es über Leistungs- und Bewegungsbeobachtung Trainingseffekte zweier Spieler unterschiedlichen Leistungsniveaus herauszuarbeiten. Gerade die Einordnung der Wurfbewegung als sportlichen Bewegungsakt, der selbsterstellte Beobachtungsbogen, sowie die Ergebnisse dieser „Mini-Studie“ sind evtl für Studenten mit ähnlichen Interessensfeldern interessant.

Jens Gerhards: Einführung von Ultimate Frisbee (PDF, 5 MB), Skript zur Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer, um im Sportunterricht neue Sportarten und Bewegungsfelder zu erschließen, im Rahmen einer wissenschaftlichen, bisher unveröffentlichten Hausarbeit zum selben Thema, an der Sporthochschule Köln 2007

Das Innovative dieser Arbeit liegt darain, dass jede Lehrerin und jeder Lehrer auf komprimierter Seitenzahl alles erfährt, was sie/er zum Thematisieren von Ultimate in der Schule wissen muss: Organisation, Scheiben, Technik, Ideenpool und sogar ein Unterrichtsvorhaben mit Stundenverlauf (und das alles auf einem Hallendrittel praktizierbar), der bereits an vielen verschiedenen Schulen vor allem im Kölner Raum in den Jahrgangsstufen 5-13 erprobt und für gut befunden wurde.

Christian Altenhenne: Möglichkeiten zur Einführung sportlichen Spielens in der Primarstufe unter dem Aspekt „Fair Play“, aufgezeigt am beispiel des UltimateFrisbee (zip, 1 MB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, Universität Koblenz-Landau, Fach/Bereich Sport 2000.

Christin Altenhenne hat 1999 bei den „Kühen“ in Koblenz begonnen, Ultimate zu spielen, seine Arbeit ist im Rahmen der 1. Staatsexamensarbeit entstanden, die ein Unterrichtsprojekt zum Thema Frisbee in einer 4. Klasse dokumentiert. Er ist derzeit Grundschullehrer und unterrichtet hauptsächlich Sport in der 1. bis 3. Klasse.

Jörg Bahl: Ultimate Frisbee – eine Sportart mit Zukunft? (PDF, 1 MB) – Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Bayreuth, Institut für Sportwissenschaften 2001.

Jörg Bahl spielt seit 1994 Ultimate, erst bei der Frisbee Family Pempelfort (Düsseldorf), ernsthaft dann bei den Scheibletten Bayreuth, die er zeitweilig auch trainierte. Seit 2002 spielt er bei den Feldrennern, mit denen er zwei Meistertitel errungen und an zwei Clubweltmeisterschaften teilgenommen hat. Die Arbeit ist im Rahmen seines Studium der Sportökonomie vor allem aufgrund des Bezugs zum Thema „Trendsportentwicklung“ entstanden. Er arbeitet derzeit als Leiter eines Fitness-Studios in Wiesbaden.

Andreas Glindemann: Ultimate Frisbee im Schulsport und im Sportunterricht: (doc, 600 KB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt, Universität Hamburg, Fachbereich Sportwissenschaft 2001.

Andreas „Ed“ Glindemann ist Sportlehrer in Hamburg, 1.Vorsitzender vom „1.Ultimate Club Hamburg Fischbees 00 e.V.“, Mitglied im Deutschen Sportlehrerverband (DSLV) Hamburg und Ausbilder des Kommittees für Aus- und Weiterbildung (KAW) des Deutschen Frisbeesportverbandes (DFV).

Katharina Hartleben: Einführung ins Ultimate Frisbee, Darstellungsschwerpunkt:Förderung von Selbstständigkeit und sozialer Kompetenz (Sport, 11. Klasse Gymnasium), (pdf, 126 KB) – Unveröffentlichte Schriftliche Prüfungsarbeit zur zweiten Staatsprüfung für das Amt des Studienrates, Erstes Schulpraktisches Seminar im Bezirk Steglitz, Berlin 2001.

Katharina Hartleben ist seit einigen Jahren als junge Sport-, Italienisch- und Französischlehrerin an mehreren Berliner Gymnasien tätig. Gerade durch ihre positive Erfahrungen an konfessionellen Schulen liegt Ihr daran neben Fachwissen weitere Werte zu vermitteln. Ultimate Frisbee eignet sich dabei ideal, um motorische, psychische und auch soziale Anforderungen zu kombinieren.

Imke Igwerks, Einführung des Ultimate Frisbee-Spiels in einer Klasse 8. Entwicklung der Spielfähigkeit unter Berücksichtigung der Aspekte des Freizeitsports. (zip, 63 KB)– Unveröffentlichte pädagogische Prüfungsarbeit für die zweite Staatsprüfung der Lehrämter für die Mittel- und Oberstufe, Studienseminar II für das Lehramt an Gymnasien in Kassel, Vollmarshausen 1995.

Imke Igwerks (heute Imke Rieser) spielt seit 1994 Ultimate, zuletzt für die Himmelsstürmer in Kassel, sie hat zwischen 1995 und 2000 als Club- und Nationalspielerin an zahlreichen Weltmeisterschaften teilgenommen. Dr. Imke Rieser ist seit 1993 im Schuldienst und unterrichtet Sport und Englisch an einem Gymnasium in Kassel. Ultimate Frisbee ist fester Bestandteil ihres Sportunterrichts auf allen Altersstufen (Klassen 5 bis 13) und bietet sich für sie insbesondere auch für den neuen Bereich des bilingualen Unterrichts an. Wer sich für die Anhänge interessiert, auf die in der Arbeit verwiesen wird, kann die Unterlagen bei der Autorin erfragen unter imke.igwerks[at]gmx.de.

Raimund Jeuck: Eine bergelichende Sportspielanalyse. Ein diaktisch-methodischer Vergleich der Sportspiele Ultimate Frisbee und American Football unter besonderer Berücksichtigung der Spielidee (zip, 455 KB) – Unveröffentlichte Diplomarbeit, Universität Mainz, Fachbereich Sport 1998.

Raimund Jeuck hat den Frisbeesport 1991 an der Uni Mainz kennen gelernt, spielt seit 1992 bei den Deutschen Meisterschaften für die Feldrenner Mainz (sechsfacher Deutscher Meister) und hat mehrere Clubweltmeisterschaften mitgemacht. Seit 1995 arbeitet er auch als Volleyballtrainer, hat 2000 die höchste Lizenzstufe erworben und trainiert seit 2001 eine 2. Bundesliga Männermannschaft, mit der er 2005 den Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte. Das Diplomsport-Studium ist dabei etwas in den Hintergrund gerückt, sollte inzwischen aber beendet sein.

Lars Nonn: Soziales Lernen im Sportunterricht der Schule für Lernbehinderte (PDF, 500 KB) – Unveröffentlichte Wissenschaftliche Prüfungsarbeit über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Sonderschulen, Universität Koblenz-Landau, Fachrichtung Lernbehindertenpädagogik 2000.

Lars Nonn lernte den Frisbeesport bei den „Kühen“ in Koblenz kennen. Nach seinem Wechsel nach Landau begründete er dort die „Dicken Kinder von Landau“ mit. Die Arbeit entstand im Rahmen des Studiums der Lernbehindertenpädagogik und stellt die Stärken der Sportart auch für Kinder mit besonderem Förderbedarf heraus. Nach Stationen in Kaiserslautern und Freiburg unterrichtete Lars Nonn an der Deutschen Schule San Salvador. Flugscheiben für den Sportunterricht in El Salvador wurden bestellt.

Sven Preut: Frisbee. Planung, Durchführung und Reflexion einer Unterrichtsreihe für den Sportunterricht in der Fachoberschule Wirtschaft, Klasse 12 (zip, 64 KB) – Unveröffentlichte Hausarbeit zur Zweiten Staatsprüfungen für Lehrämter im Lande Niedersachsen, Studienseminar Osnabrück für das Lehramt an berufsbildenden Schulen 1997.

Sven Preut hat nie aktiv einen Frisbeesport betrieben, fand jedoch vor allem den Gedanken des Fair Play im Ultimate für den Schulsport interessant. Während seines Referendariats in Osnabrück trat er mit Frisbeespielern in Oldenburg in Kontakt und führte daraufhin eine Unterrichtsreihe durch, die er in der Hausarbeit beschrieb. Heute streut er als Lehrer an einer Wirtschaftsschule in Kempten/Allgäu ab und zu eine kleinere Unterrichtseinheit zum Frisbeesport ein.

Florian Schmidtleitner: Die Frisbeescheibe als Spielgerät in der frühkindlichen Bewegungserziehung (pdf, 3,6 MB) Arbeit für die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Würzburg.

Die Arbeit untersucht empirisch, inwieweit die Frisbeescheibe als Spielgerät in der frühkindlichen Bewegungserziehung bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren eingesetzt werden kann. Konkret werden die psychischen und motorischen Voraussetzungen dieser Altersgruppe beschrieben und auf dieser Grundlage ein Unterrichtskonzept für 2 x 90 Minuten erstellt. Die gehaltenen Unterrichtsstunden werden in der Arbeit abschließend kritisch reflektiert. Florian Schmidtleitner hat Ultimate Frisbee im Rahmen seines Lehramtsstudiums für Sportwissenschaft und Germanistik an der Universität Würzburg kennengelernt.