SOTG-Workshops

Banner_DFVSpirit of the Game ist für den DFV die Basis des Frisbeesports. Um das Fairplay im Rahmen der sportlichen Auseinandersetzung ohne externe Schiedsrichtende zu lehren und zu fördern, hat der Verband ein Fairplay-Bekenntnis formuliert (s. bei diesem Link ganz unten), das als Selbstverpflichtung für alle Verbandsmitglieder und Ausübende jedweder Frisbeesportarten gelten soll.

Gerade, um den Schritt von einem Trendsport zu einem etablierten Sport erfolgreich zu meistern, ist es nötig sich klar zu positionieren, vor allem in Anbetracht des angestrebten und aktuell forcierten Wachstums im Jugendbereich.

Ultimate funktioniert in seiner heutigen Ausprägung nur, wenn es weiterhin auf der Integrität der Spielenden beruht, die strittige Situationen dann zu bewerten haben, wenn sie selbst daran beteiligt sind. Können sie sich nicht einigen, geht die Scheibe zurück zum vorigen Wurf. Nur dadurch wird ermöglicht ohne externe Schiedsrichtende aus- und weiterzukommen.

Visualisierung der Bereiche des SOTG

sotg-symboleIm Ultimate wird schon seit langem bei allen Meisterschafts-Turnieren ein System der gegenseitigen Spirit-Bewertung angewendet, in dem Teams nach ihren Spielen in fünf Kategorien Werte zwischen 0 und 4 Punkten vergeben. Die Benotungen nehmen sie für das andere, aber auch für das eigene Team vor (Fremd- vs. Selbstbild). Erst Ende 2015 wurden dazu fünf Symbole geschaffen, die dabei helfen, die einzelnen Bereiche des SOTG klar voneinander zu unterscheiden.

Die getrennte Schulung dieser fünf Bereiche des SOTG bringt die Vorteile, a) dass Teilnehmende nicht überfordert werden und b) dass jeder Bereich für sich vertieft wird. Bei einer Anordnung vom Allgemeinen zum Besonderen stellen sich nachfolgende Schwerpunkte dar, die dabei geschult werden. Dabei spielen auch Bedeutung und Auswirkungen der einzelnen Bereiche über den Frisbeesport hinaus eine wichtige Rolle. Die einzelnen Workshops enthalten jeweils

  • Geschichten zum Einstieg,
  • (wenn möglich) ein kurzes Video,
  • gemeinsames Brainstorming,
  • Gruppenarbeit,
  • Arbeit an den entsprechenden Unterpunkten des Ultimate-Regelparagrafen 1,
  • Ansätze, wie wir den jeweiligen Bereich verbessern können,
  • und schließlich eine praktische, sprich spielerisch-sportlich aktive Auflösung oder Umsetzung des Theorieblocks.

Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf Überlegungen, die Jörg Benner privatwirtschaftlich für Unternehmens-Seminare angestellt hat.

Fünf Workshops in einer Länge von 1,5 bis etwa 3 Stunden
(hier die Beschreibung der DFV SOTG-Workshops als pdf-Datei)

SOTG_Enjoy-Playing„Freude am Spielen – Freude am Leben“ – Work-Life-Balance: Mitspielende agieren aufmerksam, begeistert und mit Spaß, sind sich ihrer selbst bewusst. U.a. mittels MBSR (Mindfulnes Based Stress Reduction, deutsch: Achtsamkeitstraining) werden Identifikation und die innere Einstellung gestärkt: Tue das, was du magst! Möge das, was du tust!

SOTG_Be-Fair-Minded„Fairplay – Eine Frage der Perspektive“ – Eine Kultur der Akzeptanz können wir schaffen, indem wir andere ohne Vorbehalte so nehmen, wie sie sind. Dazu werden Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet (Perspektivwechsel) und das Einfühlungsvermögen entwickelt. Faires Verhalten setzt voraus, vom anderen her zu denken.

SOTG_Communicate-Respectfully„Respekt und Verantwortung“ – Die Grundlage miteinander auszukommen ist einander zuzuhören und bereit zu sein voneinander zu lernen: Streitschlichtung wird gemäß einem vielfach bewährten Ansatz geübt, der Wertschätzung und Haltung vermittelt ( u.a. kommt dabei das 6-Stufen-Modell „B.E. C.A.L.M. , auf deutsch D.E.N.K.E.N. zum Einsatz).

SOTG_Avoid-Body-Contact„Keine Fouls! – Keine Gewalt!“ – Eine wichtige Voraussetzung dafür ist aktive Raumwahrnehmung, die auch Fremd- und Selbstwahrnehmung fördert und Sensibilität für Situationen entwickelt. Dies funktioniert nur, wenn die Spielenden aus Überzeugung handeln, sodass sie daran glauben, was sie tun, und wissen, warum sie es tun.

SOTG_Know-The-Rules„Regeln kennen und anwenden“ – Das eigene Verhalten reflektieren im Bewusstsein der Einhaltung bestehender Regeln bedeutet gemäß einer Frisbeesport-affinen Auffassung auch einen Teamspirit zu befolgen. Dazu wird dieser als Vertrag aufgesetzt und unterzeichnet von den Teilnehmenden, die sich so verinnerlicht bewusst daran halten.

BUCHUNG: Die Workshops sind während der Einführungsphase bis zum Frühjahr 2017 kostenfrei buchbar, lediglich unter Begleichung des Fahrtkostenaufwands. Ab dem Frühjahr 2017 wird der Preis für einen Workshop mit 1,5 h jeweils 50 Euro plus Fahrtkosten betragen. Möglich ist das Buchen von 1,5 Stunden, 3 oder 4 Stunden (ein oder zwei Workshops) oder auch ganztägig (zwei bis maximal vier Workshops). Bei Interesse bitte unter dem Stichwort SOTG-Workshop wenden an geschaefte@frisbeesportverband.de.

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