Guts-Kader für London steht

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Das 1. Guts Nationalteam mit (v.l.n.r.) Johannes “Joh” Görthofer (rechter “End”), Matthias “Matze” Janke (rechter “Whip”), Claus Philipp “Guzzer” Dallmann (“Center”), Mischa Hollinder (linker “Whip”) und Benno Kerkloh (linker “End”)

3.  Trainingslager der Deutschen Guts-Nationalmannschaft – Von Mischa Hollinder

Am ersten Wochenende im April traf sich die deutsche Guts Nationalmannschaft zum 2. Trainingslager in Ingolstadt. Guts Nationalspieler und Vertrauensmann Moritz “Bruno” Wurth richtete an diesem Wochenende mit seinem Ultimate-Team IN-GO (TSV Ingolstadt Nord) das Hallenturnier „sprINGO“ aus. So bot es sich an, dass das Guts Nationalteam ebenfalls in Ingolstadt trainiert und die Schlaf- und Frühstücks-Möglichkeit des Turniers nutzt.

Bei schönstem Wetter konnte an die Erfolge des letzten Trainingslagers im Februar angeknüpft werden. Im Gegensatz zur vorherigen Veranstaltung stand dieses Mal die Offence im Fokus. Da bei der Ultimate- und Guts-WM in London die Gutsspiele ausschließlich unter freiem Himmel ausgetragen werden, war es für Nationalcoach Clemens „Kraut“ Trautmann wichtig, das Trainingslager im Freien durchzuführen. Nach dem traditionellen Aufwärmen wurde der Wind genutzt, um das Verhalten der Scheibe bei unterschiedlichen Windrichtungen zu erforschen.

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10m-Übung: Christian Söngen kurz nach dem Abwurf. Matthias “Matze” Janke, Nikolas Frederik “Django” Preibusch und Alexander “Halter” “Heber” Zach (von links nach rechts) sind bereit, die Scheibe zu brushen.

Dies geschah anhand einer Übung, in der die Offence auf drei anstatt der standardmäßigen fünf Defence-Spieler wirft und die Wurfrichtungen variierten. Dabei wurden die sogenannten „Ends“ nicht besetzt. Diese Flügelspieler sind bei einem Wurf auf den “Center” diejenigen, die Abpraller oder Brushes hinter der Verteidigungslinie abfangen sollen. Dabei läuft einer auf die mittellange Position ca. 5 bis 10 Meter hinter der Linie und der andere auf die tiefe Position (mehr als 10 Meter).

Der „Center“ steht, wie der Name vermuten lässt, auf der Mitte der Linie. Er bekommt viele Scheiben ab und dementsprechend wird diese Position oft mit dem besten Spieler besetzt. Direkt links und rechts vom “Center” stehen die beiden “Whips”. Bei Abprallern nach vorne oder beim Flubbern nach dem Brush müssen sie die Scheibe „am Leben“ halten. Das bedeutet, dafür zu sorgen, dass die Scheibe nicht auf den Boden fällt. Trotz bzw. gerade wegen der schwierigen Windverhältnisse konnte man die individuellen Wurf-Fortschritte jedes einzelnen erkennen. Bereits nach dieser Übung hatte jeder Spieler über 100 Würfe angebracht.

Da zwischen den Trainingslagern der Kader für die beiden deutschen Nationalteams festgelegt wurde, konnte erstmals ein Trainingsspiel der 1. gegen die 2. Guts Nationalmannschaft stattfinden. Mit spektakulären Würfen und Catches auf beiden Seiten, wurde das Spiel mit 21 zu 16 für das 1. Team entschieden.

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Warmmachen mit Maximilian Daniel “Chewy” Hofmann

Nach der Mittagspause wurde die erste Übung abgewandelt und die Wurfentfernung um ca. 1/3 auf 10 Meter reduziert und aus dem Stand geworfen. Zum einen konnten hier die Werfer ihre Wurfbewegung verfeinern, zum anderen die Defence ihre Reaktionen verbessern. Da ein 10 Meter Wurf wesentlich härter auf die Hände der Verteidiger aufprallt, ist die Defence in der Lage, sich zusätzlich noch im Brushen bzw. Blocken zu üben. Trotz blauer Flecken, Streifen an den Armen, eines blauen Auges und Abprallern an den Schienbeinen, haben alle überlebt und die Übung genossen. Der Nachmittag wurde dann mit drei Spielen auf 21 beendet.

Sonntagvormittags ging es nach dem obligatorischen Warmmachen durch Pump-Up Coach Maximilian „Chewy“ Hofmann mit der 10-Meter-Übung vom Vortag weiter. Nach zwei knackigen Stunden gingen beide Nationalteams zu Trainingsspielen über. Am Ende des Tages stand noch ein GUTS-Promotion-Spiel für die Teilnehmer des sprINGO auf dem Programm. Hierzu stellte der Trainer zwei Mannschaften zusammen, die relativ ausgeglichen waren. Dank der guten Moderation von Maximilian „Chewy“ Hofmann und Christoph Rudolf „Foxi“ Fuchs hatten auch die Zuschauer viel Spaß am Spiel. Ein großer Dank geht an Moritz “Bruno” Wurth und die IN-GOs aus Ingolstadt, die dem ermöglichten, während ihres Turniers das Trainingslager abzuhalten.

Bevor beide Guts-Nationalteams Mitte Juni auf die Weltmeisterschaft nach London fahren, wird noch ein letztes Trainingslager in Göttingen stattfinden. Hier werden sich die Spieler auf ihren finalen Positionen einspielen und Selbstvertrauen für die anstehende Weltmeisterschaft sammeln.


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