Aus den Vorstandsberichten

Sportleistungszentrum-Eintracht-Frankfurt2Details aus der Geschäfts-Führung und den Abteilungen von der Jahreshauptversammlung des Deutschen Frisbeesport-Verbandes 2013

Frankfurt am Main – Die erste Hälfte der Jahreshauptversammlung (JHV) des Deutschen Frisbeesport-Verbandes (DFV) Anfang November war vor allem von Vorstandberichten bestimmt. Schon während der Vorträge im Sportleistungszentrum der Eintracht Frankfurt (Foto) entspannen sich zum Teil detaillierte Diskussionen über einzelne Punkte. Vor allem die Jahres- und Nachmeldungen sowie die weiter gehende Ausbildungsordnung mit steigenden Kosten sind dabei von großer Bedeutung.

Jens-Jrg-VolkerDer geschäftsführende Vorstand fasste sich zunächst so kurz wie möglich. Präsident Volker Schlechter (rechts im Bild), seit bald 20 Jahren im DFV-Vorstand, hält vor allem die Kontakte zum NOV (Interessenvertretung der Nicht-Olympischen Verbände) im DOSB und zum WFDF (v.a. dem deutschen Generalsekretär Volker Bernardi und dem deutschen Sekretär und DFV-Ehrenpräsident Thomas Griesbaum). Er bedankte sich bei allen Aktiven und Unterstützern des DFV und wies auf die Anerkennung des WFDF durch das IOC hin. Dadurch habe sich auch der Status des DFV gegenüber dem DOSB zu einem angegliederten („affiliated“), wenn auch noch nicht anerkannten Verband gewandelt.

Vizepräsident Jens Schrader (links im Bild)  führte in diesem Zusammenhang die von ihm mit angestoßenen Neuerungen des Versicherungswechsels zur ARAG (inklusive Pflichtversicherung für DFV-Mitgliedsvereine, die keinem LSB angehören) und der mit zentraler Datenbank modernisierten Mitgliederverwaltung an. Beide stellen Bedingungen für eine künftige Anerkennung dar. Die Einführung der Datenbanklösung und einer konsequenten Mitgliedskontrolle bei Verbandsturnieren hat zu einer Zunahme der Mitgliederzahl von ca. 2.800 auf 3.900 innerhalb eines Jahres geführt.

Geschäftsführer Jörg Benner (oben Mitte) hat die Aufgabenmenge an seiner Schnittstellen-Funktion in diesem Jahr zusätzlich erhöht, indem er mit Thomas Boensch die stark belastende Junioren Ultimate-EM durchführte. Daher setzte er für drei Monate den DFV-Newsletter aus, sieht sich bei der Verbandskommunikation aber auch etwas auf verlorenem Posten. Der scheidende Finanzvorstand Manfred Ketz (links) berichtete, dass der Negativtrend der vergangenen Jahre umgewendet wurde. Das Umsatzplus Manfred-Ketzzum Abschluss des Geschäftsjahres ist der Möglichkeit zur Nachmeldung von Spielern zu verdanken. Es schlossen sich Diskussion über die Grenzen bezahlter Mitarbeit in einem ehrenamtlich geführten Verband sowie über Verbesserungen der Prozesse der Mitgliederverwaltung an. Die Umstellung auf SEPA muss noch kommuniziert werden, ist von Manfred Ketz jedoch vollständig vorbereitet und sollte daher problemlos möglich sein. Dazu sollen die Vereine aktualisierte Informationen über das Ausfüllen der Jahresmeldung und von Nachmeldungen erhalten, wobei zuletzt leider immer noch zahlreiche Fehler auftraten.

Die Berichte der erweiterten Vorstände entsprechen den Inhalten, die zum Teil bereits an anderen Stellen mitgeteilt wurden, so zu den Jahresversammlungen der Abteilung Ultimate und der Abteilung Disc Golf sowie zum Start des ersten Trainerlehrgangs. Zunächst ließ Disc Golf-Vorstand Jens Schrader die vergangenen vier Jahre seiner Abteilungsleitung Revue passieren. Nachdem er nicht mehr für diesen Posten kandidierte, wurde noch kein Nachfolger gefunden. Die Abteilung ist Vorreiter auf vielen Gebieten (u.a. Meldeprozess, Geschäftsordnung und Corporate Identity) und wird derzeit von einem vierköpfigen kommissarischen Vorstand geleitet. Freestyle-Vorstand Florian Hess berichtete von steigenden Spitzenleistungen und einer wachsenden Organisation im deutschen Freestyle-Bereich. Sowohl ein DFV Freestyle-Komitee als auch ein aktives Team des bundesweiten Freestyle Frisbee e.V. wurden gebildet.

Ultimate-Vorstand Bernhard Otto schließlich hob die neue Abteilungs-Gebührenordnung mit Saisongebühr sowie die solidarische Reisekosten-Umlage hervor, die Teams mit weiteren Wegen entlastet und diejenigen mit kürzeren Wegen belastet. Die Kooperation mit dem Event-Portal ffindr.com wurde weiter ausgebaut, so haben sich infolge der „scharf“ gestellten Anmeldepflicht 1.170 Personen neu angemeldet (zuletzt: 2.674). Insgesamt 40 DFV-Turniere sowie 13 Nationalmannschafts-Trainingslager fanden 2013 statt, alle über FFindr abgewickelt.

Der DFV-Vorstand Bildung und Wissenschaft, Ralf Simon präsentierte zuletzt noch einmal das Konzept und den aktuellen Stand der Trainerausbildung. Im Rahmen des ersten Trainerlehrgangs der künftigen Ausbilder wurden das initiale Lehrteam (bestehend aus 20 Teilnehmern) und ein achtköpfiger Ausbildungsausschuss gewählt. Der scheidende Jugendvorstand David Robotham hat keinen Bericht vorgelegt, er war im Geschäftsjahr vor allem vor Ort in Berlin sowie mit der Co-Organisation der deutschen Teams für die U23 Ultimate-WM 2013 in Toronto beschäftigt. Zu den Zielen des neu gewählten Juniorenvorstands Martin Reckmann folgt ein separater Beitrag.



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