Den eigenen Spirit verbessern?

Dies sind einige Wege, wie sich der Spirit im eigenen Team verbessern lässt:

  • Die Regeln lesen.
  • Dazu auch die Regelinterpretationen beim WFDF lesen, da hier viele Spezialfälle genauer beschrieben sind.
  • Ein Regelquiz schreiben und die Teamkollegen damit testen.
  • Es gibt z.B. beim WFDF ein Regelquiz und dazu eine Akkreditierung. Jeder Spieler kann sich als Anfänger und als Fortgeschrittener akkreditieren lassen (s. http://rules.wfdf.org/accreditation).
  • Sich klar machen, dass es immer zwei Perspektiven einer Situation gibt, und das Urteil jedes und jeder Beteiligten etwas überschattet von dem gewünschten Ausgang ist.
  • Die eigenen Teammitglieder beim Rufen eines Calls dazu auffordern, laut und deutlich zu sein.
  • Niemals etwas beschwören oder jemanden persönlich angreifen.
  • Verhaltensregeln für ein Team aufstellen, die das erwartete Verhalten und eventuelle Strafen vorsieht.
  • Jedes Teammitglied, das den Spirit bricht, disziplinarisch bestrafen.
  • Sich seinen Gegenspielenden vor dem Spiel oder auf der Seitenlinie vorstellen.
  • Das BE CALM/DENKEN-Verfahren nutzen (siehe hier).
  • Spirit-Bewertungsbögen am Ende des Spiels gemeinsam mit dem ganzen Team ausfüllen.

Rückmeldungen gewährleisten

Ein wichtiger Teil, um einen guten Spirit auf dem Spielfeld zu erhalten, ist direkte Rückmeldungen zu geben. Jede Rückmeldung sollte konstruktiv sein. Es bestehen verschiedene Möglichkeiten, diese anzubringen:

  • Spirit-Bewertungsbögen am Ende eines Spiels einsammeln und am Ende eines Turniers einen Spirit-Siegerpreis verleihen
  • Seine Gegner*innen am Ende eines Spiels wissen lassen, welche Spiritbewertung ihnen zugedacht wird und warum.
  • Mit Spieler*innen im eigenen Team sprechen, wenn davon auszugehen ist, dass sie Probleme damit haben, einen guten Spirit zu zeigen.
  • Den Captain des eigenen Teams mit dem Captain des anderen Teams sprechen lassen, wenn während des Spiels ein Problem mit dem Spirit auftaucht.
  • Als Veranstalter*in eines Turniers ein Team mit guten Spirit-Bewertungen mit Freilosen für das kommende Jahr beschenken und in Betracht ziehen, Teams mit andauernd schlechten Spirit-Bewertungen künftig vom Turnier auszuschließen.

Spirit of the Game-Auszeit

Wann immer es während eines Spieles ein Problem mit dem Spirit of the Game gibt, sollten sich die Captains darüber bewusst sein, dass der Anhang (Appendix) zu den WFDF-Ultimate Regeln eine Spirit of the Game-Auszeit beinhaltet (A7):

  • Wenn ein Teamcaptain der Ansicht ist, dass es einem Team oder beiden Teams misslingt, dem Spirit of the Game zu folgen, kann sie oder er eine „Spirit of the Game-Auszeit“ nehmen.
  • Dies kann nur nachdem ein Punkt erzielt wurde und vor einem darauffolgenden Pull gerufen werden.
  • Während dieser Auszeit darf keines der Teams taktische Besprechungen vornehmen.
  • Die Mitglieder beider Teams sollen gemeinsam einen „Spiritkreis” in der Mitte des Spielfeldes bilden.
  • Die beiden gegnerischen Teamcaptains sollen separat davon die laufenden Punkte mit Bezug zum SOTG besprechen, einen Weg bestimmen, um diese Punkte zu begradigen und dann die Übereinkunft dem Spiritkreis mitteilen.
  • SOTG-Auszeiten berühren nicht und werden nicht berührt von der Anzahl der verfügbaren (gewöhnlichen) Auszeiten.