Ein weiterer Schritt ist genommen

U24w_März2017-TrainingslagerDas nächste Trainingslager der U24 Frauen in Hinblick auf Australien – von Katharina Hafer

Am Wochenende Mitte März ging es wieder heiß her am Bundesleistungsstützpunkt des DFV an der TU Darmstadt, auch wenn das Wetter dies nicht direkt widerspiegelte. Die U24 Frauen Ultimate-Nationalmannschaft traf sich dort für ein Trainingslager zur Vorbereitung auf die WM 2018 in Perth.

Da viele Spielerinnen aufgrund von kleineren oder größeren Verletzungen verhindert waren, lag der Fokus des Trainings meist auf individuell-technischen Fähigkeiten. Gestartet wurde am Samstagmorgen mit verschiedenen kleinen Wettkampfspielen und Übungen zum Scheibenlesen, mit und ohne Gegner. Der Wind spielte dabei freudig mit und wirbelte die Scheiben durch die Luft, sodass die Spielerinnen in diesen Aufgaben sehr gefordert, aber vor allem gefördert wurden. Nach vielem Rennen, Springen, Kämpfen und Punkten und dem schon fast traditionellen Red-Zone-Spiel am Ende jeder Einheit ging es dann zum wohlverdienten Mittagessen.

Weil es im zweiten Trainingsteil um individuelle Aufgaben im Spielsystem und in Spielzügen ging, wurde diese mehr theoretische Einheit in die Halle verlegt. Die Spielerinnen lernten viele Spielzüge, die den Gegnern durch die gute Aufgabenverteilung und Absprachen das Verteidigen erschweren und dem Team Deutschland wiederum möglichst einfache Punkte bescheren sollen. Verletzungen und „Wehwehchen“ während des Trainings konnten wie schon zuletzt wieder direkt vom Physio Markus Pranieß von GEWIDA Darmstadt behandelt werden. Vielen Dank für den treuen und so frühen Einsatz!

Abends gab es dann eine ausführliche Besprechung über organisatorische und finanzielle Aspekte in Perth. Caroline Tisson hielt zusätzlich einen kurzen, prägnanten und sehr aufschlussreichen Vortrag über das wichtige Thema Sportlerernährung. Den Vortrag von Katharina Hafer über Anti Doping wurde aus Zeitgründen zwar auf Sonntagmorgen gelegt, er war jedoch nicht minder bedeutsam für das junge Team und ihre Trainier, auch in Hinblick auf die startenden Dopingkontrollen auf den nationalen Turnieren.

Sonntags ging es dann weiter mit dem technisch basierten Training; diesmal in Bezug auf Cutting, Spacing und weiteres Verhalten im Stack. In den immer komplexer werdenden Übungen war es wieder einmal eine echte Herausforderung den Fokus von den technisch sauberen Ausführungen der Cuts und Laufwege auf die Aufgaben der Übung (Timing, Präzision, Schnelligkeit und Auge für den Gegner) zu lenken und das vorher Gelernte mehr oder weniger bewusst umzusetzen.

Die geringe Spieleranzahl zwang das Team nun auch für das Abschlussspiel in die Halle, was aber nicht bedeutete, dass dadurch die Intensität verloren ging. Das kreative Spielsystem, indem die Teams ständig neu gemischt wurden, förderte dazu noch die taktische Kreativität und den Zusammenhalt. So stellte es für keine der Spielerinnen ein Problem dar, sich immer wieder auf neue Mitspieler einstellen zu müssen; im Gegenteil! Die Stärken und Aufgaben der jeweiligen Spieler wurden geschickt ausgenutzt. Bis zum nächsten Trainingslager in einem Monat werden die Spielerinnen nun mit dem persönlichen Krafttraining starten, um sich dann auf die zwei großen Turniere in Brügge und Amsterdam mit vielen europäischen Teams vorzubereiten.

Voller Zuversicht und Motivation blickt das Team aber auf das finale Ziel in Perth 2018 top fit und eingespielt auf der Weltmeisterschaft aufzutreten. Ein weiterer Schritt ist genommen. #roadtoperth


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