Frisbeesport-Nachrichtensplitter eins, Juni 2020

USA Ultimate setzt ein Zeichen gegen Rassismus

Angesichts der anhaltenden Polizeigewalt gegen Schwarze hat USA Ultimate ein Statement gegen Rassismus, Unterdrückung, Fanatismus und Diskriminierung verfasst. Damit drückt der Verband seine Solidarität mit Schwarzen in der Community und all jenen, die von den schrecklichen und ungeheuerlichen Auswüchsen der Schikanierung und Gewalt betroffen sind. Die Akte der Ungerechtigkeit und Grausamkeit, wie jüngst gegen George Floyd, Ahmaud Arbery, Christian Cooper, Breonna Taylor und viele weitere werden als verwerflich verurteilt. Sie sollten uns davon überzeugen, unsere Stimme zu erheben, um einen Wandel herbeizuführen, heißt es weiter. Durch den Sport Ultimate sollten alle dazu beitragen, in der Welt um uns herum für mehr Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion zu sorgen.

Archiv der ersten zehn Ultimate-Regelversionen

Für historische Studien zur Entwicklung der Ultimate-Regeln ab 1970 ist auf der Seite von Alan Hoyle ein Archiv der ersten zehn Ultimate-Regelversionen verfügbar. Regelversion 1 von 1970 gibt sämtliche Urheber an. Darin ist von Varianten mit bis zu 20 oder 30 Spieler*innen pro Team oder mit nur einhändig erlaubten Fängen die Rede. Zum Thema Fouls steht darin, dass bei jedem „Schlag“ („strike“) gegen den Körper eines oder einer Gegenspieler*in die oder der Gefoulte das Recht hat, das Spiel zu unterbrechen und Scheibenbesitz zu erlangen. Weiter heißt es: Fouls werden von dem oder der Schiedsrichtenden oder auf Vertrauensbasis („honor system“, in etwa „Ehrenkodex“) beurteilt. Bereits in der Nullnummer der Regeln von 1970 steht der berühmte Satz:

„Falls kein*e Schiedsrichter*in verfügbar ist, spielen die beiden Teams auf Vertrauensbasis („honor system“) und legen Meinunsgverschiedenheiten bei, indem sie eine Münze werfen, oder durch eine vergleichbare andere Methode.“

Während Frisbee in den Versionen  2 und 3 noch als „Sport of the People“ benannt wird, steht in Ausgabe 4 „Sport of the Gods“. Ab Ausgabe 6 von 1976 ist die IFA (erster Sportverband, von Wham-O initiiert) Herausgeberin des Regelwerks. Während dort in der Vorrede noch von „Spirit of Sportsmanship“ die Rede ist, steht erst in Ausgabe 7 von 1978 erstmals der Begriff „Spirit of the Game“, während auch der Passus zu Schiedsrichtenden noch enthalten ist. Ab Ausgabe 8 von 1982 gibt die Ultimate Players Association (UPA, gegründet 1979, umfirmiert 2010 zu USA Ultimate) die Regeln heraus. Darin ist erstmals nicht mehr von Schiedsrichtenden die Rede, stattdesen sind Paragrafen zu Observers und zu Etikette enthalten. Interessant sind auch die Callahan Rules 3.0 auf Basis der 9. Regelausgabe von 1995. Drei kurze Filme zur Frühzeit des Ultimates hat Joe Seidler auf vimeo.com bereitgestellt.

Fünf Videos zur Verbesserung des Puttens

Junior Putt

Auf der Seite von udisc.com haben Kyle Giovannini und Alex Williamson fünf Videos zur Verbesserung der Putting-Technik zusammengestellt, jeweils mit einer nachfolgenden Inhaltsangabe der Clips. Den Auftakt macht ein älteres Video von Scott Papa von Discraft. Darin werden alle Grundelemente vom Stand über Griff bis zu Gewichtsverlagerung, der Loslass-Moment (Release Point) und Armbewegung beim Putten behandelt. Ein kurzes Video von Ricky Wysocki hebt vor allem den durchgängig beizubehaltenden Handgelenks-Winkel ab. Bei Spin TV erläutert Avery Jenkins die Wichtigkeit einer gleichbleibenden Routine und von zeitlich begrenzten Übungseinheiten in voller Konzentration. Dave Feldberg gibt für Infinite Discs Hinweise zu dem Detail, dass der Putter nach dem Vorhalten nicht zu schnell zur Wurfdurchführung abgesenkt werden sollte. Den Abschluss macht ein ausführliches Video von Robert McCall von Dynamic Discs aus der Serie „Physics of Flight“. Darin werden unter anderem Materialwahl, Spin Putt, Push Putt und die Hybridform („Spush Putt“) sowie auch die Gewichtslagerung, zudem das Putten bergauf und bergab behandelt.

Ein seltenes Disc Golf-Turnier aus dem Monat Mai 2020

Die fünffache Disc Golf-Weltmeisterin Paige Pierce hat zusammen mit Nate Perkins vier Videos zum privaten Turnier „Avocado Open“ auf ihren Youtube-Kanal gestellt. Dabei werden zwei Runden, jeweils unterteilt in Front 9 und Back 9, eines privaten Parcours auf dem Gelände einer Obstfarm gezeigt, zusammen mit Steve Rico und Philo Braithwaite. Die Berichterstattung enthält verschiedene Kamera-Perspektiven, Replays, professionelle Grafiken und die Kommentierung von Paige Pierce und Nate Perkins. In der Youtube-Liveshow „Shomez 9“, die derzeit immer montags auf dem Kanal von Jomez Pro läuft, erläutert Paige Pierce ab Minute 14, wie die Beteiligten diesen professionellen Standard realisierten. Das Rohmaterial wurde geschnitten, anschließend von den Profis von “Par Safe Productions” mit Grafiken versehen und abschließend overvoiced. Es handelt sich um eines der sehr seltenen Disc Golf-Turniere – wenn auch nur mit vier Beteiligten in einem Flight – das im Monat Mai 2020 auf Youtube veröffentlicht wurde.


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