Langsames Ultimate-Wachstum

Zum Jahresende legt Dine Fischer, die Geschäftsführerin der DFV Ultimate-Abteilung, erneut Statistiken zur Teilnahme an Deutschen Meisterschaften im Ultimate der Erwachsenen-Divisionen vor. Es handelt sich um die zweite derartige Statistik nach 2017.

Die Anzahl der Ultimate-Teams, die an Deutschen Meisterschaften indoor und outdoor teilgenommen hat, ist im Verlauf der vergangenen beiden Jahre weiter angestiegen. Indoor wurde der Spitzenwert von insgesamt 205 Teams im Jahr 2017 nicht mehr erreicht. Er lag in diesem Jahr bei 191 Teams. Outdoor ist die Anzahl der Teams jedoch von 122 im Jahr 2017 auf 139 in diesem Jahr angestiegen.

Ein Blick auf die Anzahl der Spielenden verdeutlicht, dass indoor in diesem Jahr insgesamt 1.658 Erwachsene (1355+638-335) in den Ultimate-Ligen angetreten sind, vor zwei Jahren waren es insgesamt 1.820 Erwachsene (1.300+995-475). Diesem leichten Rückgang steht outdoor wiederum ein Zuwachs gegenüber von 1.875 (1.286+1.244-655) im Jahr 2017 auf 2.070 (1.438+1.407-775) Teilnehmende.

Es lässt sich also eine leichte Tendenz erkennen, dass outdoor Ultimate insgesamt deutlich zulegt, wohingegen die Winter-Variante in der Halle von etwas weniger breiten Interesse zu sein scheint. Indoor und outdoor zusammengenommen waren in diesem Jahr lediglich drei Erwachsenen-Teams mehr am Start und es waren 33 Erwachsene mehr beteiligt. Entsprechend sieht auch die Entwicklung der Teamanzahlen aus: Outdoor in allen drei Divisionen der Erwachsenen neue Spitzenwerte, indoor ein leichter Rückgang in allen drei Divisionen gegenüber dem Spitzenjahr 2017.

Bei der Verteilung der Teams nach den vier Regionen Nordwest, Nordost, Südwest und Südost ist der Südwesten wie vor zwei Jahren in den drei 1. Ligen der Erwachsenen-Divisionen outdoor am stärksten vertreten, der Nordosten dagegen am wenigsten stark. Nur die beiden Regionen Nordwest und Nordost (gesamt 20 und 16 Teams) haben eine 4. Liga Mixed aufgestellt. Aufgrund seiner starken Präsenz in der 1. Liga hat der Südwesten jedoch fast genauso viele Teams wie der Nordwesten (19). Der Südosten hat mit nur 12 Mixed-Teams die deutlich kleinste Anzahl.

Auch in der offenen Spielklasse stellen der Südwesten und der Nordwesten die meisten Teams und haben auch absolut die meisten Teams mit 13 und 15 gegenüber 10 und 11 im Südosten und im Nordosten. Das spielerische Übergewicht des Südwestens setzt sich auch bei den Frauen fort mit 4 von 8 Teams aus der 1. Liga, während der Südosten zwei stellt und die beiden nördlichen Regionen je nur eines. Mit insgesamt acht Teams führt der Südwesten auch die Gesamtstatistik der Frauenteams an vor dem Nordwesten (6), Nordosten (5) und dem Südosten (4).

Hinsichtlich der Ausrichtungs-Statistik beläuft sich die Summe der erfassten Events seit 2014 mittlerweile auf 352. Das bedeutet, dass seit 2017 insgesamt 143 Events hinzugekommen sind. Das bedeutet, dass pro Jahr inzwischen mehr als 70 DFV-Events stattfinden, inklusive den Masters- und Jungend-Spielklassen sowie den erst seit wenigen Jahren etablierten Beach Ultimate-Turnieren. Fleißigste Ausrichterstädte seit 2014 sind Frankfurt am Main mit 28 Events in sechs Jahren, Berlin mit 26 und Heidelberg mit 20 DFV-Veranstaltungen. Auf den weiteren Plätzen liegen hier Nürnberg (16), Bad Rappenau (15), Bochum und München (jeweils 13) und Dresden und Düsseldorf (jeweils 12).

Dies zeigt, dass es in vielen Städten immer wieder dieselben Vereine und handelnden Personen sind, die dem DFV die Ausrichtung vieler Turniere ermöglichen. Die DFV Ultimate-Abteilung mit ihrem Vorstand und allen Komitee-Mitgliedern als auch der DFV-Vorstand bedanken sich ganz herzlich bei den vielen Helferinnen und Helfern als auch bei den vielen begeisterten Sportlerinnen und Sportler, die das Durchführen der vielen Entscheidungen um die Deutsche Meisterschaft im Ultimate Frisbee ermöglichen!


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