Neue Trikots für die Ultimate Nationalteams

jersey-white-mockupNach vier Jahren präsentiert der DFV ein neues Design und einen neuen Trikotsponsor

Nach einer Anbieter-Ausschreibung und einem Design-Wettbewerb im Vorjahr können nun die neuen Nationaltrikots der DFV Ultimate-Abteilung präsentiert werden. Die Trikots stammen wie bereits in den Vorjahren von „GAIA“, neben dem Aufdruck „GER Ultimate Nationalteam“ tragen sie auch das Logo des neuen Nationaltrikot-Sponsors „S&P-Group“ (s. Bericht zur neuen Partnerschaftsvereinbarung). Zusätzlich erhalten alle Trikots eine individuelle Nummer und erstmalig den Namen der jeweiligen Nationalspielerin oder des Nationalspielers.

shorts-black-mockup-2Die Ultimate-Abteilung ist damit in enger Partnerschaft mit GAIA auf den Wunsch zahlreicher Nationalspieler eingegangen. Dazu hat GAIA extra eine neue Software programmiert, um trotz der damit verbundenen, erheblich größeren Komplexität und des hohen Mehraufwands im Bestell- und Produktionsprozess die gewohnte Qualität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

Das „Starter Kit“ für alle Teams enthält ein rotes und ein weißes Jersey sowie schwarze Shorts. Daneben sind auch schwarze Jerseys und rote Shorts im Angebot, die die Spielerinnen und Spieler oder auch ganze Teams bestellen können. Weitere Artikel sind bereits in der Planung, stehen aufgrund des engen Zeitfensters in Hinblick auf die Beach Ultimate-WM in wenigen Wochen jedoch erst für die Mannschaften bei der U23-WM, der EM der Erwachsenen und der Junioren-EM zur Verfügung.

jersey-red-mockupKlares, schlichtes Design

Das neue Design ist bewusst schlicht gehalten und dezenter als dasjenige der bisherigen Trikots. Dominiert wird es durch hohe Klarheit, ergänzt durch fein ausgearbeitete Details, wodurch die Wertigkeit und der Leistungsanspruch zum Ausdruck kommen und mit einem edlen Touch abgerundet werden. Dennoch knüpft es an vorangegangene Designs an und enthält als Konstante den schon seit vielen Jahren bekannten Adler „im Anflug auf Beutefang“, auf dem roten und dem schwarzen Trikot sogar in zwei Varianten auf der Brust und auf dem Rücken.

Alle drei Trikots (weiß, rot und schwarz) haben einen verbindenden Grundstil und wiederkehrende Elemente, wurden aber jeweils mit großer Eigenständigkeit ausgearbeitet. Die Wahl für die Farbe rot als zweite Hauptfarbe neben weiß wurde bewusst in Hinblick auf den Wettkampfbetrieb getroffen. Zudem haben rote Jerseys für deutsche Nationalteams im Ultimate und in anderen Sportarten eine Tradition, auch wenn es beim DFV in den vergangenen Jahren kein solches gab.

Rot als zweite Grundfarbe neben weiß

„Rot steht für Aggressivität und für Dominanz. Aber auch für Entschlossenheit und Schnelligkeit. All diese Eigenschaften werden wir für die anstehenden internationalen Meisterschaften im Ultimate benötigen“,

erklärt Open Ultimate-Nationaltrainer Stefan Rekitt, der die Entwicklung und Umsetzung der neuen Nationaltrikots koordiniert hat. Der Fokus bei der Auswahl und Ausgestaltung des Designs lag auf der Eignung für das Spielgeschehen. So wurden insbesondere die aktuellen Regularien des Weltverbandes, z.B. zur Größe der Rückennummern berücksichtigt.

shorts-red-mockup_white_smallBei der Auswahl des Anbieters konnte sich Heiko Kissling mit GAIA erneut gegenüber anderen, konkurrierenden Angeboten durchsetzen. Hauptgründe dafür waren unter anderem eine hohe Sponsorship-Leistung, ein einfaches und spezialisiertes Online-Bestellverfahren, das den Teammanagern den Zeitaufwand für die Koordinierung der Trikotbestellung stark reduziert, sowie eine sehr hohe Termintreue und Zuverlässigkeit, sodass die Spielerinnen und Spieler genau das bekommen, was sie bestellt haben. Der DFV hat in der Zusammenarbeit in den vergangenen vier Jahren insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht.

jersey-black-mockup_whiteDeutsche Nationalteams werden im Jahr 2015 bei folgenden Veranstaltungen in den neuen Trikots antreten: Bei der Beach Ultimate-WM vom 08.-13. März 2015 in Dubai, bei der U23 Ultimate-WM vom 12. bis 18. Juli 2015 in London, bei der Ultimate-EM vom 27. Juli bis 2. August 2015 in Kopenhagen sowie bei der Junioren Ultimate-EM vom 03.-09. August 2015 in Frankfurt am Main. Die wichtigste Aufgabe steht bei der Ultimate-WM 18.-25. Juni 2016 in London an, wenn die drei Divisionen Mixed, Frauen und Open Platz fünf der Nationen­wertung zur Qualifikation für die World Games 2017 in Wrozlaw erreichen möchten.

3 Kommentare

  1. Hallo Jürgen,

    vielen Dank für deine Anmerkungen. Du hast einige gute Punkte aufgegriffen.

    Wie und wo die Streifen enden, wurde tatsächlich bei der Erstellung des Designs diskutiert. Am Ende sind wir dem Designer in seinem Vorschlag gefolgt, weil man es so oder so machen kann.

    Eine wichtige Entscheidung war, dass wir mit den WFDF-Regularien konform gehen wollten. Die alten Shirts hatten z.B. viel zu kleine Nummern. Wir wurden vom WFDF gebeten, keine Ausnahmeregelung zu beantragen wie das früher gemacht wurde. Allerdings hat man nun das Problem, dass die Nummern in der richtigen Größe (Minimum 20×5 cm) auf Frauen Shirts anders wirken als auf Männer Shirts.

    Die deutschen Farben sind Schwarz-Rot-Gelb, aber sie heißen Schwarz-Rot-Gold:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold

    Die Variante ganz in Rot ist möglich, aber nicht die von der Ultimate-Abteilung vorausgewählte Kombination: Das „Starter Kit“ für alle Teams enthält ein rotes und ein weißes Jersey sowie schwarze Shorts. Daneben sind auch schwarze Jerseys und rote Shorts im Angebot, die die Spielerinnen und Spieler oder auch ganze Teams bestellen können.

    Meine persönliche Meinung zu Deiner Anmerkung zum Fairplay: Wir können dominant spielen wollen und trotzdem fair sein. Die von mir trainierten Mannschaften hatten zumindest immer diese Vorgabe von mir bekommen. Das wurde auch von den Gegnern honoriert. Bei der WM 2012 kam das Open Team im Spirit-Ranking auf den zweiten Platz:

    http://www.wfdf.org/news-media/news/news/463-world-flying-disc-federation-releases-spirit-scores-from-2012-world-ultimate-championships

    Viele Grüße
    Stefan

  2. Trikot-Designs liegen immer im Auge des Betrachters. Vor diesem Hintergrund erscheint mir das Design für die Vorderseite sehr gelungen, aber warum man den Streifen durchzieht erschließt sich mir nicht. Auch die Übergroße Zahl auf der Rückseite wirkt fehl am Platz. Das Gaia erwähnt wird ist in Ordnung. Allerdings hätte einmal genügt. So wirkt es wie eine gestelzte Werbetafel und besonders auf National-Level sollte Ultimate einen neutralen, offenen (unbestechlichen) Eindruck wahren. Die Farben sind hoffentlich nur unglücklich dargestellt, denn die Nationalfarben sind immer noch Schwarz-Rot-Gold(!) und nicht Gelb. Die Version komplett in Rot erinnert an das spanische Nationalteam. Also nicht zu Ende gedacht. Irgendwie Schade.

    P.S. „Rot steht für Aggressivität und für Dominanz.[…]“ Das soll wohl ein ganz schlechter Scherz sein. Ich erinnere an Regel 1.1 WFDF: „Ultimate relies upon a Spirit of the Game that places the responsibility for fair play on every player.“ (!) Fair play ist nicht möglich, wenn ein Team (hier: die deutsche Nationalmannschaft (!) dominieren will.

    1. Definition of fair play in English:
      noun
      [mass noun]
      „Respect for the rules or equal treatment of all concerned.“

      ( http://www.oxforddictionaries.com/definition/english/fair-play )

      Spieltheorie

      In der Spieltheorie spricht man von der Dominanz als einer Strategie bzw. von einer dominanten Strategie, wenn ein Spielzug ungeachtet der gegnerischen Antwort stets zu einem besseren Ergebnis als jeder andere Spielzug führt.

      ( http://de.wikipedia.org/wiki/Dominanz_(Psychologie) )

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      Also eigentlich ergänzt sich das sogar sehr schön, solange man angibt, welche Form von Dominanz gemeint ist. Wenn man dominant spielt, dann tut man dies „ungeachtet der gegnerischen Antwort“ und damit wäre „equal treatment of all concerned“ dann auch erfüllt, da jeder Gegner gleich behandelt wird. Ich denke über „respect for the rules“ sind sich sonst alle einig…

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      Zum Thema Aggressivität:

      „1.6. The following actions are clear violations of the spirit of the game and must be avoided
      by all participants:
      1.6.1. dangerous play and aggressive behaviour;“

      damit von den Regeln her ein no-go. Hierbei sollte aber vielleicht differenziert werden (und die Regeln angepasst werden?):

      „In sport, aggression has been defined into two categories: hostile aggression and instrumental aggression (Silva, 1983). Hostile aggression is when the main aim is to cause harm or injury to your opponent. Instrumental aggression is when the main aim is to be non-aggressive but to win the ball“ (…disc?…). „Coulomb and Pfister (1998) conducted a study looking at aggression in high-level sport. They found that experienced athletes used more instrumental aggression in which they used to their advantage and that hostile aggression was less frequently used. Experienced athletes used self-control to help them with their aggression.“

      ( http://www.thesportinmind.com/articles/aggression-in-sport-2/ )

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      Dass diejenigen Formen von Dominanz und Aggressivität impliziert sind, die auch im Rahmen des SotG akzeptabel sind, sollte man in einem Statement von einem hochklassigen und für seinen guten Spirit bekannten Team (hier: die deutsche Nationalmannschaft (!)^^) ruhig annehmen können.

      Grüße,
      Alex

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