Von Aufbauspiel bis Zonenverteidigung

Trainingslager des U20 Ultimate-Damen Nationalteams in Heidelberg, von Sabine Dietze

U20 TL Heidelberg 16Nachdem am Freitagabend gegen Mitternacht die letzten noch vom Bahnhof abgeholt wurden, ging es am Samstagmorgen um 8:00 Uhr mit einem guten Frühstück los. Indoor wiederholten wir noch einmal das beim letzten Trainingslager gelernte Bausteinkonzept, danach ging es nach draußen auf den Platz.

Nach dem Aufwärmen und paar kleineren Übungen sollten wir das Bausteinkonzept in der Offence beim 4vs4 umsetzen. Jedoch merkte Nationaltrainer Marco Müller schnell, dass wir schon zu weit für 4vs4 waren und uns die restlichen Positionen stark fehlten. Einige Übungen zum Cutting, bei welchen wir lernten, dass es drei verschieden Arten von Cuts gibt, stärkten zusätzlich unsere Offence.

Nach dem Mittagessen konnten wir die Pause in der Sonne genießen, welche schon den ganzen Vormittag schien, bevor wir endlich im Spiel 7vs7 unsere gelernten Offencestrategien umsetzen konnten. Nach dem Spiel gingen wir gemütlich duschen und bestellten uns Pizza. Nach dem Essen konnten wir Fragen zum Thema WM stellen und Marco Müller erklärte uns, wie es bis dahin weiter gehen wird. Da wir alle durch die Sonne und das viele Spielen relativ erschöpft waren, gingen die meisten danach gleich ins Bett.

Am Sonntag starteten wir wieder mit dem Frühstück, bei welchem uns eine Ostertradition überraschte. Jeder bekam ein hartgekochtes Ei und wessen Ei beim Zusammenschlagen ganz blieb, hatte gewonnen. Nach diesem Spaß ging es wieder indoor mit der Besprechung der Zonenverteidigung und der Offence gegen die Zone weiter. Danach erfolgte eine Einteilung in Offence und Defence und es wurde die Zonenverteidigung draußen geübt.

Dabei spielten wir immer mit einem „freien Turn“, wodurch die Offence bei Scheibenverlust die Scheibe erneut aufnehmen durfte und beim zweiten Turn die Defence die Möglichkeit zu einem Fast-Break hatte. Die Offence bekam pro durchgebrachter Scheibe zwei Punkte, wenn sie einen Turn hatte nur eine Punkt. Die Defence erhielt für den zweiten Turn einen Punkt und wenn sie den Fast-Break zum Punkt verwertete einen weiteren. Es wurde immer durchgewechselt, sodass jeder mal Offence und Defence gespielt hat. Bei der Defence entwickelte jede schnell ihre Lieblingsposition, auf welcher sie ihr Können verfestigte.

Nach dem Mittagessen gab Marco Müller uns in den Einzelgesprächen ein Feedback übers Wochenende, Verbesserungsvorschläge, welche wir zuhause umsetzen können und sagte uns in welcher Line er uns eher sehen würde, auch wenn es dieses Jahr keine strikte Trennung zwischen O- und D-Line geben wird. Danach spielten wir wieder in den morgens eingeteilten Teams, wobei die Defence auch auf Mannverteidigung umstellen durfte und auch sollte. Es galt erneut die Regel mit dem „freien Turn“ und am Ende folgte ein normales Spiel auf 3.

Nach dem Abschlussduschen machten sich alle auf den Heimweg und man kann sagen, dass es ein gutes, intensives Trainingslager mit 15 Mädels war, bei dem die Stimmung und das Wetter gepasst haben und wir zum Glück von schlimmeren Verletzungen verschont geblieben sind.


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