Frisbeesport-Nachrichtensplitter fünf, Juni 2017

Simon Lizotte gewinnt Bronze bei Discgolf-WM

Richard Wysocki hat die Discgolf-WM der Professionals in Augusta (Georgia, USA) mit minus 41 Würfen nach vier Runden vor Paul Mc Beth (-33) gewonnen. Der Deutsche Simon Lizotte gewann  mit minus 30 Würfen Bronze, gleichauf mit dem US-Spieler John E McCray. Dieser hatte in Runde 1 mit 56 Würfen den besten Start hingelegt, ehe Wysocki aufdrehte und in den Runden2 und 3 jeweils nur 55 Würfe benötigte. Lizotte spielte konstant auf hohem Niveau, mit den Runden-Ergebnisse n 60, 60, 59 und 61. Vor der letzten Runde lag er zwei Wurf vor dem „Beast“ McBeth, der ihm auf der Schlussrunde mit einer 56 fünf Würfe abnahm. Insgesamt traten 161 Spieler in der Open Division an und 44 Spielerinnen in der Frauen-Division. Dort siegte die Amerikanerin Paige Pierce mit minus 7 Würfen vor ihren Landsfrauen Valarie Jenkins (-2) und Lisa Fajkus (+4).

WFDF-Präsident Nob Rauch über Ultimate bei Olympia

Am Rande der Beach Ultimate-WM im Juni im französischen Royan hat  der veranstaltende Weltverband WFDF eine kleine Videoserie „on the Beach“ aufgelegt, die auf Youtube zu sehen ist. In der letzten Folge interviewt WFDF Ultimate-Vorstand Brian Gisel den WFDF-Präsidenten Robert „Nob“ Rauch. Dieser äußert sich zu den Aussichten von Ultimate ins olympische Programm zu kommen. Dabei bezieht er sich einerseits auf die voraussichtliche Vergabe der olympischen Sommerspiele 2024 und 2028 nach Paris und Los Angeles (die genaue Vergabe wird am 13. September 2017 bestimmt) sowie die Zulassungshürde, die WFDF genommen hat, indem inzwischen mehr als 75 Nationenverbände Mitglied im WFDF sind. Durch die Agenda 2020 des IOC darf das lokale Orga-Komitee olympischer Spiele ab 2020 in Tokio jeweils bis zu 5 Sportarten bestimmen, die zunächst einmalig in das olympische Programm aufgenommen werden. Der Sport Ultimate erfüllt als Mixed Gender-Sport, der das Fairplay hochhält und junge Menschen auch medial anspricht, viele der vom IOC gewünschten Voraussetzungen.

München ist Deutscher Hochschul-Meister im Ultimate

Der Zentrale Hochschulsport München hat Ende Juni die Deutschen Hochschulmeisterschaften 2017 im Ultimate Frisbee ausgerichtet. Insgesamt nahmen 28 Teams teil, von denen sich im Finale die WG München 9:6 gegen die Uni Marburg durchsetzte. Im Spiel um Platz drei siegte die WG Aachen (Foto) 13:7 gegen die WG Würzburg. Bei der gegenseitigen Fairplaybewertung errang die WG Münster die besten Werte und erhielt den begehrten Spiritpreis. Auf den weiteren Plätzen:  5. UNI Tübingen, 6. WG Konstanz, 7. WG Stuttgart, 8. WG Gießen, 9. WG Karlsruhe, 10. WG Magdeburg, 11. WG Ulm, 12. Uni Bayreuth, 13. TU Ilmenau, 14. WG Bochum, 15. WG Darmstadt, 16. TU Dresden, 17. Uni Bonn, 18. WG Freiburg, 19. UNI Kassel, 20. WG Erlangen‐Nürnberg, 21. WG Göttingen, 22. Uni Lüneburg, 23. WG Kiel, 24. WG Münster, 25. WG Hannover, 26. WG Regensburg, 27. Uni Frankfurt, 28. TU Berlin.

Polens Trainer Heiko Walldorf zum Windmill-Finale

Beim diesjährigen Windmill Windup-Turnier in Amsterdam, dem größten Rasenturnier Europas, gab es eine strittige Situation im Universe Point des Mixed-Finals zwischen dem polnischen Nationalteam und dem niederländischen Nachwuchs-Starteam „GRUT“. Polen nimmt als Ausrichter-Nation am Ultimate-Turnier der World Games im Juli in Wroclaw teil und trifft dort auf die fünf besten Nationen (USA, Kanada, Australien, Japan und Kolumbien). Das Nationalteam wird trainiert vom früheren deutschen Nationalspieler Heiko Walldorf (Vorstand des Landesverbandes Frisbeesport Rheinland-Pfalz und Vorsitzender der SG Frankfurt-Nied) und hat in den vergangenen zwei Jahren sehr gute Fortschritte erzielt. Im Mixed-Finale des Windmill callte Jansen von GRUT beim Endzonen-Catch zum Siegpunkt durch Kamil Osieki als Foul. So schwer diese Entscheidung nachvollziehbar war, ging die Scheibe doch zurück. Dann verlor Polen den Scheibenbesitz und das Spiel. Auf Ultiworld nimmt Ravi Vasudevan den Fall auseinander. Heiko Walldorf spricht darin von einem unangemessen Call und dass sich Polen um den Sieg betrogen fühlt. Er hätte rückblickend ein Spirit-Time Out nehmen sollen. Polen gab GRUT 0 Punkte in der Spirit-Kategorie „Fairplay-Einstellung“. Weder er noch der befragte Vater eines GRUT-Spielers halten jedoch Observer oder Game Advisor für hilfreich in solchen Situationen.


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