Woodchicas und Bad Skid erringen Meistertitel

woodchicas_DM2015aKassel – Nach einem spannenden Finalsonntag haben sich die „Woodchicas“ vom ESV München (Foto) und „Bad Skid“ (Spvgg. Raum Heilbronn) als neue Deutsche Meister im Frauen- und im Open-Ultimate durchgesetzt. Damit sind die „Chicas“ alleinige Rekordmeisterinnen mit inzwischen acht Titeln (ihre Münchner Vorgängerinnen der „Ratschkatteln“ holten sieben). „Bad Skid“ hat sich mit numehr fünf Titeln an den „Kangaroos“ Essen (vier Titel) vorbeigeschoben und liegt nun gleichauf mit dem „Team 42“ (Dreieich). Rekordmeister in der offenen Division bleiben die „Feldrenner“ Mainz mit neun Titeln (s. Hall of Fame).

Der Spielplan der 35. Ultimate-DM auf den Waldauer Wiesen in Kassel musste aufgrund eines Starkregens am Samstag der Veranstaltung eingedampft werden. Die zahlreichen Naturrasenplätze waren nicht mehr bespielbar, die Halbfinale und Finale der beiden 1. Ligen fanden auf einem Kunstrasenfeld statt. Leider konnten nicht alle Platzierungen der drei Open-Ligen mit jeweils zehn Teams und der beiden Frauen-Ligen mit jeweils acht Teams ausgespielt werden. Lediglich die für die Auf- und Abstiegsrunden im kommenden Jahr entscheidenden Partien wurden ausgespielt (s. Ergebnisse). Auch die kleinen Finale fanden – wie schon im Vorjahr – nicht statt, daher werden geteilte dritte Plätze notiert (s. Übersicht Ultimate-Meister).

In den Halbfinalen der Frauen setzten sich in der Neuauflage des Finals des Vorjahres starke Münchnerinnen gegen die Titelverteidigerinnen „U de Cologne“ (ASV Köln) mit 11:4 durch, in der zweiten Partie gewannen die „Mainzelmädchen“ (Feldrenner Discsport e.V. Mainz) 11:7 gegen die „Frizzly Bears“ (DJK Westwacht Aachen). Die beiden Open-Halbfinale – aufgrund des improvisierten Spielplans ebenso verkürzt zu Spielen auf 11 – waren zwei fast identisch verlaufende Thriller auf Augenhöhe. Nach hochklassigem Start waren beide Spiele am Ende geprägt von vielen Turnovern und in beiden Fällen setzte sich das zuvor führende Team im so genannten Universe Point 11:10 durch.

Frizzly-Bears_Open-Ultimate_DM2015Als Finalisten ergaben sich daher der Titelverteidiger „Bad Skid“ 11:10 gegen „Wall City“ (TiB 1848 e.V. Berlin) sowie die „Frizzly Bears“ (DJK Westwacht Aachen, Foto) 11:10 gegen „Frank N.“ (Spielvereinigung aus Franken). Das Berliner Team, das sich im so genannten „Presemi“ vor dem Halbfinale in einem sehr starken Spiel gegen den Vorjahres-Vizemeister „Heidees“ (TV Eppelheim-Heidelberg) durchsetzen konnte, kann als Überraschung des Turniers gelten. Mit einer zweiten Mannschaft in der 2. Open-Liga und einem starken Jugendprogramm wird in Zukunft sicherlich weiterhin mit „Wall City“ zu rechnen sein.

Die Finale waren wiederum auf 15 Punkte angesetzt und erwiesen sich als weniger spannend, dafür aber hochklassig. Im Frauenfinale zogen die „Woodchicas“ früh davon, erst gegen Ende wurde es noch einmal spannend, als die Mainzerinnen zwischenzeitlich nochmals bis auf drei Punkte heran kamen. München setzte sich jedoch verdient mit 15:11 durch und konnte anschließend den achten Titel der Teamgeschichte feiern. Das Open-Finale im Anschluss war ebenfalls hochklassig, „Bad Skid“ zeigte gegen die „Frizzly Bears“ ein noch konzentrierteres Spiel als im Halbfinale.

Bad-Skid-Titeljubel2015Bedingt durch den Ausfall dreier Stammspieler, die derzeit in den USA weilen (Christoph Köble, Marvin Waldvogel und Jörg Reinert) gab der eigentlich schon zurückgetretene Florian Böhler ein Comeback (im Bild mit Pokal), das den durch viele Nachwuchsspieler komplettierten Kader des Meisters bereicherte. Besonders auffällig im Spiel von „Bad Skid“, das in vielen entscheidenden Situationen den Luftraum beherrschte, die Brüderpaare Marco und Nico Müller, Holger und Michael Beuttenmüller sowie Johannes und David Schall. Mit dem Final-Ergebnis von 15:8 wurde der 5. Titel in Folge geholt. Nur die „Feldrenner“ Mainz haben mit sechs Titeln in Folge (1998-2003) bisher eine längere Serie hingelegt.


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