Landesverbände


DFV-Angehörige_BuLä_Juni2015Im deutschen Frisbeesport hat seit 2014 ein verstärktes Bestreben eingesetzt, unterhalb des Bundesverbandes eine Unterebene der Landesverbände einzuziehen. Der entsprechende Terminus Technicus im deutschen Sport lautet „Verbandskette“, wonach ein Verein nur Mitglied im Kreisverband, der Kreisverband nur Mitglied im Regionalverband, der Regionalverband wiederum nur Mitglied im Landesverband, und der Landesverband schließlich nur Mitglied im Bundesverband ist (siehe Schaubild auf der Seite Sportorganisation in Deutschland).

Aktuell (Stand Juni 2015) sind acht Landesverbände gegründet, die bereits mehr als 80 Prozent aller DFV-Mitglieder abdecken. In drei weiteren Bundesländern bestehen aktuell Initiativen, um diesen Schritt zu gehen (siehe nebenstehende Grafik). Damit entspricht der DFV zum Einen einer Forderung des DOSB, um die angestrebte Mitgliedschaft im organisierten Sport zu erreichen, zum anderen schafft er für sich selbst damit eine Voraussetzung für größeres organisches Wachstum durch eine stärkere regionale Vernetzung.

Die Basis zur Anerkennung von Landesverbänden Frisbeesport bildet der Beschluss der DFV Jahreshauptversammlung vom 28.03.2015:

„Die in verschiedenen Bundesländern Deutschlands gegründeten Landesverbände Frisbeesport sollen ab sofort künftig vom DFV anerkannt werden – im Sinne der in Deutschland üblichen Sportverbandskette – als jeweils einziges Mitglied ihres betreffenden Bundeslands. Dazu sind – wie üblich – Bescheinigungen über die Eintragung ins Vereinsregister sowie über die Steuerfreistellung des Finanzamtes (Gemeinnützigkeit) vorzulegen.“

Alle im jeweils betreffenden Bundesland befindlichen Frisbeesport-Vereine, die bisher Mitglieder im DFV waren, können danach nur noch als Mitglieder des jeweiligen Landesverbands Frisbeesport am offiziellen Spielbetrieb des DFV teilnehmen. Darüber wurden im Vorfeld jeder Gründung alle Vereine informiert. Zudem werden sie nochmals im Zusammenhang mit der jeweiligen Aufnahme eines Landesverbandes in den DFV informiert.

Auf seiner Strategiesitzung vom 22. November 2014 hat der DFV beschlossen, dass durch die Gründung von Landesverbänden die Gebühren für die Vereinsangehörigen möglichst nicht erhöht werden sollen.

Anerkennung und regionale Vernetzung

Der nächste Schritt nach der Anerkennung eines Landesverbandes durch den DFV ist die Kontaktaufnahme mit seinem jeweiligen Landessportbund, um die Bedingungen für eine Aufnahme in denselben zu erfahren und darüber zu verhandeln. Die Anerkennung eines Landesverband Frisbeesport durch „seinen“ LSB bewirkt, dass die Mitgliedsvereine unterstützungsberechtigt sein werden, d.h. es wird dann z.B. Fahrtgelder geben können. Zudem kann sich jeder Verein um weitere offizielle Töpfe bewerben, also Programme wie 1.000 x 1.000 u.a.m. Deutsche Meister können dann auch offiziell geehrt werden.Landesverbände-Frisbeesport_Juni2015

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die stärkere Vernetzung der Vereine untereinander, mit dem Ziel, Landesmeisterschaften auszurufen. Diese könnten perspektivisch irgendwann einmal als Vorstufe zu und Qualifikation für Deutsche Meisterschaften gelten – je nach Spielstärke des Bundeslandes gestaffelt – verbunden mit der Vergabe von so und so viel „Spots“ pro Bundesland in jeder Division. In diesem Zusammenhang möchte der DFV noch 2015 auch damit beginnen, Länderwettkämpfe ins Leben zu rufen.

Darüber hinaus soll der regionale Spielgedanke gesteigert werden: kurze Wege für mehr Spielmöglichkeiten vor Ort. Ebenso wichtig ist, dass Vereine dadurch viel eher in Kooperationen mit Schulen, aber auch mit anderen Institutionen – nicht zu vergessen – auch mit Sponsoren kommen können. Die Frisbeesportarten werden dadurch endlich als „echte“ Sportarten wahrgenommen und sind dies dann auch „vor dem Gesetz“.

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